Icecool2

Icecool2

Genre: Kinderspiel
Autor: Birna Gomez
Illustrator: Reinis Petersons
Spieleverlag: AMIGO Spiel + Freizeit GmbH
Empfohlenes Alter: 6
Spieldauer: 30 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Icecool2   23.10.2019 von Born2bewild

In der Antarktis geht es wieder heiß her… wir sprechen vom Nachfolger oder wahlweise der Erweiterung Icecool2. Die Pinguine versuchen auch hier wieder vor dem Fänger aka Hausmeister zu fliehen. Ob wir beim Review auch Reißaus genommen haben oder uns das Spielprinzip gefesselt hat, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Spielmaterial und Vorbereitung

 

Ein besonderes Highlight ist, wie auch schon beim Vorgänger, das Spielfeld und somit die Verpackung. Sie besteht, neben dem Deckel nämlich aus fünf unterschiedlich großen Boxen mit kleinen Durchgängen, die in der Spielvorbereitung zu einem großen, dreidimensionalen Spielfeld zusammengefügt werden. Das Spielmaterial ist ziemlich identisch zu Icecool und setzt sich aus je einem Kunststoffpinguin mit drei Fischen, einer Spielerkarte und einem Ausweis in insgesamt vier verschiedenen Farben zusammen. Die Gestaltung des Spielmaterials ist passend zum ersten Teil wieder sehr kindgerecht, bietet aber auch ein paar Neuerungen, zu denen wir später noch kommen. Für den Spielaufbau werden außerdem noch vier weitere Fische mitgeliefert, mit denen die Elemente des Spielplans zusammengesteckt werden. Die vierundfünfzig Fischkarten sind qualitativ in Ordnung, könnten aber etwas größer und dicker sein. Der Aufbau des „Spielbretts“ ist relativ einfach. Man braucht nur einen Tisch, der groß genug ist, positioniert die fünf Kartons so, dass sie jeweils an den Durchgängen mit den gleichen Farbpunkten aneinander liegen und fixiert die äußeren vier an den markierten Stellen mit den weißen Fischen. Vor dem ersten Spiel ist es empfehlenswert, sich mit den in der Anleitung beschriebenen Schnipp-Techniken einmal vertraut zu machen und dass Verhalten der Pinguine zu analysieren. Dann werden die Fischkarten gemischt und als Nachziehstapel bereitgelegt. Jeder Spieler erhält eine Spielfigur mit der dazugehörigen Pinguinkarte und dem -ausweis. Dann wird ein Spieler als Fänger bestimmt. Seine Spielfigur wird in die Küche gestellt. Die übrigen Spieler sind die Läufer, die ihre Fische über den Türen mit dem Fischsymbol aufstecken. Dann kann die wilde Jagd beginnen…


Ziel des Spiels

 

Eine Runde im Spiel endet entweder, wenn der Fänger alle Läufer gefangen hat oder ein Läufer alle drei Fische in seiner Farbe gesammelt hat. Wird ein Spieler gefangen, gibt er seinen Ausweis an den Fänger. Am Ende erhält man für jeden Ausweis eine Fischkarte, also auch jeder nicht gefangene Spieler. Außerdem kann man noch durch Spezialaufgaben, die auf den Fischkarten aufgedruckt sind, weitere Fischkarten erhalten. Auf jeder Fischkarte sind außerdem Punkte aufgedruckt, die am Ende des Spiels zusammengezählt werden. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.


Die Anleitung

 

Die eigentliche Anleitung umfasst ganze zwölf Seiten. Man muss aber dazu sagen, dass die Regeln und Sonderfälle sehr genau beschrieben sind. Es gibt neben den Regelbeschreibungen eine Menge Bilder zur Veranschaulichung und einige Beispiele. Wer Icecool schon kennt kann ab der siebten Seite anfangen zu lesen, da hier die neuen Regeln beschrieben werden. So oder so dauert das Lesen vielleicht zehn bis fünfzehn Minuten. Zusätzlich zur eigentlichen Anleitung gibt es noch eine weitere mit Sonderregeln zur Kombination von Icecool2 mit seinem Vorgänger.


Auf Los geht’s los!


Das Spiel beginnt der Spieler links vom Fänger, sodass alle Läufer vor dem Fänger dran sind. Reihum stellen sie ihren Pinguin auf den roten Punkt von Box Eins und schnipsen ihn in eine beliebige Richtung. Kommen sie dabei durch eine Tür mit einem Fisch in ihrer Farbe, dürfen sie ihn nehmen. Dann ist der Fänger mit schnipsen dran. Er versucht mit seinem Pinguin einen der Läuferpinguine zu berühren und damit zu fangen. Ein Läufer gilt dann als gefangen, egal ob er aktiv oder passiv mit dem Fänger in Kontakt tritt. Also auch, wenn man versucht vor dem Fänger zu entkommen und ihn dabei versehentlich berührt oder durch einen anderen Pinguin gestoßen wird, zählt das als gefangen. Ist das der Fall, gibt man seinen Ausweis an den Fänger. Die Runde endet, sobald der Fänger alle Ausweise besitzt oder ein Spieler alle drei Fische seiner Farbe gesammelt hat. Dann erhält jeder Spieler für jeden Ausweis, den er (noch) hat, eine Fischkarte. Anders als beim ersten Teil sind auf den Fischkarten mit dem Wert 1 noch Aufgaben aufgedruckt. Möchte man diese Aufgabe erfüllen, sagt man es an und versucht sein Glück. Schafft man es, erhält man eine weitere Fischkarte und dreht die mit der erfüllten Aufgabe um, so dass die anderen Spieler sie sehen und man sie nicht noch einmal erfüllen kann. Außerdem gibt es auch noch die Möglichkeit mit zwei Einser-Fischkarten einen weiteren Zug durchzuführen. Wenn jeder seine Fischkarten am Ende der Runde gezogen hat, ist der nächste Spieler der Fänger. Das Spiel endet, sobald jeder Spieler einmal Fänger war. Dann werden die Punkte auf den Fischkarten addiert und der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt.


Bildergalerie von Icecool2 (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 4Pinguinfiguren
  • 5 Boxen
  • 16 Fische in 5 Farben
  • 54 Fischkarten
  • 4 Pinguinkarten
  • 4 Pinguinausweise
  • 1 Spielanleitung
  • 1 Anleitung inklusive Sonderregeln zur Kombination mit Icecool

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Dass Kinder ihre wahre Freude mit der Spielserie Icecool haben und das Spiel damit zurecht „Kinderspiel des Jahres 2017“ geworden ist, kann ich sehr gut nachvollziehen. Als Erwachsener hatte ich nicht so viel Spaß damit, da mir ständig die Finger vom Schnipsen wehgetan haben. Unser Sohn hat mit seinen sechs Jahren aber sehr viel Spaß am Spiel gehabt. Die Unterschiede zum Vorgänger sind nicht wirklich groß, dafür hat man aber auch die Möglichkeit, die beiden Spiele zu kombinieren und so völlig neue Szenarien zu schaffen. Mit Blick auf die Zielgruppe vergebe ich hier also gute 8/10 Punkte.


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