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Meat Kills
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BEWERTUNG |
08.10.2026 von MarSMit Meat Kills veröffentlicht Busch Media Group den ersten niederländischen Horrorfilm, der in seiner Heimat eine Freigabe erst ab 18 Jahren erhielt. Wir haben uns den Splatter sowie das Mediabook der Veröffentlichung einmal genauer für Euch angesehen...
Mirthe (Caro Derkx) ist eine Aktivistin, die sich unbedingt für die Rechte von Tieren einsetzen will. Um in der radikalen Gruppe "Animal Army" aufgenommen zu werden, hat sie sich dazu entschlossen, sich auf einer Schweinefarm einzuschleusen, und die verheerenden Umstände des Bestriebs auf Film zu bannen. Tatsächlich ist Nasha (Emma Josten), die Anführerin der Aktivistengruppe, begeistert von Mirthes Initiative, und plant kurzerhand, die Schweine aus ihrem Martyrium zu befreien. Als die Gruppe jedoch auf der Farm ankommt, finden sie dort keine Tiere mehr vor, und so entschließt sich Nasha, sich für den Mord an den Schweinen direkt an den Bauern zu rächen. Die haben allerdings bereits mit einem Angriff gerechnet, und denken gar nicht daran, sich ihr blutiges Geschäft kaputtmachen zu lassen...
Grundsätzlich hätte Meat Kills das Zeug dazu gehabt, neben seinen Horrorelementen auch eine interessante Geschichte zu erzählen, denn immerhin basiert der zugrundeliegende Unterbau der Geschichte auf realen Umständen, die in den Niederlanden herrschen. Anstatt jedoch die Verhältnisse in niederländischen Schlachtbetrieben tatsächlich anzuprangern, nutzt Meat Kills diese Möglichkeit lediglich als Basis für eine extrem brutale Schlachtplatte mit einem Mix aus Torture-Porn und Splatter, der Gorehounds zufrieden zurücklässt, erzählerisch aber nicht viel mehr zu bieten hat. Auffällig hierbei ist, dass Meat Kills dabei keinerlei Stellung bezieht oder klare Fronten setzt, denn weder auf der Seite der Aktivisten, noch auf der der Schweinebauern, gibt es echte Sympathieträger oder Figuren, deren Beweggründe wirklich nachvollziehbar geschildert werden, wodurch es dem Zuschauer ziemlich egal ist, dass sich die Opfer-Täter-Konstellationen immer wieder verschieben, oder wer denn wohl als nächstes das Zeitliche segnen wird. Seine Sache als blutiger Schocker macht Meat Kills dann allerdings hervorragend, und erinnert mit seiner konsequenten und kompromisslosen Härte direkt an die französische Terrorwelle der 2000er, stellenweise sogar an unangenehme Klassiker wie Texas Chainsaw Massacre - ohne dabei jedoch deren Qualitäten zu erreichen. Lobend erwähnen muss man hier zweifellos die darstellerischen Leistungen, die in einem Genrefilm dieser Art alles andere als selbstverständlich sind, und trotz fehlender Charaktertiefe, Identifikations- oder Sympathiepotential dennoch souverän genug agieren, um das Publikum bei Laune zu halten. Einen weiteren Pluspunkt stellen zudem die handgemachten Effekte dar, die sich wirklich sehen lassen können und in Verbindung mit der ordentlich genutzten Location für eine geradlinige, herrlich schmutzige und angenehm nostalgische Atmosphäre sorgen. Meat Kills erfindet das Genre-Rad sicherlich nicht neu, und präsentiert auch im Gorebereich nichts, was man nicht schon in ähnlicher Form gesehen hätte. Immerhin aber liefert der niederländische Splatterfilm genau das, was man von ihm erwartet...
Details der Blu-ray
Passend zum Film liefert auch die Blu-ray ein schmutziges, von trostlosen Farben geprägtes und fein gekörntes Bild, wogegen sich Schärfe, Kontrastumfang und Schwarzwert durchaus auf einem sehr guten Niveau bewegen. Gelegentlich kommt es zu leichtem Banding, ansonsten präsentiert sich das Bild durchwegs sauber und mangelfrei. Die Tonspur erweist sich überwiegend als zweckdienlich und verzichtet dementsprechend auf eine akzentuierte Surroundeinbindung, gibt das Geschehen aber immerhin kraftvoll und ausgewogen wieder. Die Sprachausgabe bleibt zudem stets klar und gut verständlich.
Details des Mediabooks
Busch Media Group veröffentlicht Meat Kills zunächst nur im Mediabook, wobei der Käufer hier die Wahl zwischen fünf (!) unterschiedlichen Covervarianten hat, die alle auf 333 Stück limitiert sowie auf der Rückseite serialisiert wurden. Während die Covervarianten B bis E auf ihren Covern künstlerisch gestaltete beziehungsweise gezeichnete Szenenmotive präsentieren, zeigt die uns zur Verfügung gestellte Covervariante A ein "fleischiges" Closeup der Hauptdarstellerin Caro Derkx. Die Inhaltsangaben und Details wurden direkt auf die Rückseite des Mediabooks aufgedruckt, wo auch die serialisierte Limitierungsnummer zu finden ist. Beim Finish hat sich Busch Media Group für eine matte Optik entschieden, was meiner persönlichen Meinung nach nur bedingt mit dem überaus blutigen Covermotiv harmoniert. Der Innendruck besteht aus einem Graffiti-Motiv der "Animal Army", das auch im Film zu sehen ist, wogegen die Discs erneut das Covermotiv aufgreifen. Abgerundet wird die Mediabook-Veröffentlichung von einem 24-seitigen Booklet mit einem Essay zur Entstehung des Films, verbunden mit zahlreichen Behind-the-Scenes Fotografien. Das Bonusmaterial der Discs umfasst zudem ein Interview mit dem Regisseur sowie ein Behind the Scenes Featurette, ebenso wie einen Audiokommentar zum Film. Cover & Bilder © Busch Media Group GmbH / Produktfotos: www.sofahelden.de Das Fazit von: MarS
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