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Normal
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BEWERTUNG |
02.08.2026 von MarSIn den beiden Nobody Filmen hat Breaking Bad und Better Call Saul Star Bob Odenkirk eindrucksvoll bewiesen, dass er auch im Actiongenre eine gute Figur macht. Unter der Regie von Ben Wheatley (Free Fire, Meg 2 - Die Tiefe) darf er nun erneut seine Actionqualitäten zur Schau stellen...
Um den Großstadt-Stress hinter sich zu lassen übernimmt Ulysses (Bob Odenkirk) dankend den Aushilfsposten als Sheriff der Kleinstadt Normal in Minnesota, wo er sich bis zur Wahl eines Nachfolgers seines unter mysteriösen Umständen verstorbenen Vorgängers in Zurückhaltung üben will. Doch mit der vermeintlichen Ruhe ist es schon bald vorbei, als zwei Fremde sich eines Tages dazu entscheiden, die örtliche Bank zu überfallen, und damit unwissentlich das Geheimnis des Erfolgs der Stadt aufdecken. Unverhofft landet Ulysses im Kreuzfeuer, aus dem es nur einen Ausweg gibt: Selbst zum Angriff überzugehen...
Bob Odenkirk als Ein-Mann-Armee, das klingt direkt nach einem Actionfeuerwerk ähnlich wie in Nobody. Doch auch wenn Regisseur Ben Wheatley und John Wick - Drehbuchautor Derek Kolstad ein solches Feuerwerk tatsächlich abfeuern, so braucht die passende Lunte doch ungewöhnlich lange, bis sie endlich den Startschuss gibt. Nach einer deftigen ersten Einstiegssequenz lässt sich Normal nämlich erst einmal sehr viel Zeit, um seine Charaktere einzuführen und die harmonische Fassade der titelgebenden Kleinstadt langsam zum Bröckeln zu bringen. Obwohl die Laufzeit nur etwa 90 Minuten beträgt, braucht es davon gut die Hälfte, bevor das Geschehen tatsächlich einmal Fahrt aufnimmt und das Gaspedal durchdrückt, und den Zuschauer endlich mit völlig überzogener, schnell geschnittener und teilweise extrem blutiger Action zu versorgt. Was allerdings nicht bedeuten soll, dass Normal in der ersten Filmhälfte langweilig wäre, denn in der eher ruhigen und dialogorientierten Anfangsphase profititert das Geschehen zum einen vom gut aufgelegten, sehr sympathisch agierenden Bob Odenkirk, zum anderen von der schwarzhumorigen, zynischen und teilweise herrlich absurden Atmosphäre, die dem Ganzen eine beinahe satirische Note verleiht und auf ihre ganz eigene Art Spaß macht. Normal ist in Normal eigentlich nichts und niemand, was sich bereits an der völlig unglaubwürdigen und absurden Grundprämisse der Handlung zeigt, doch genau das macht es am Ende auch so unterhaltsam. Wobei man an dieser Stelle anmerken muss, dass Normal durch eben diesen zweigeteilten erzählerischen Aufbau sowie den darauffolgenden Action-Overkill einerseits trotz der kurzen Laufzeit ein paar Längen besitzt, andererseits gerade im Finale kaum mehr nennenswerte Akzente setzen kann. Am Ende bleibt ein spaßiger Actionthriller mit charmantem Cast und deftigen Gewaltspitzen, der jedoch insgesamt zu austauschbar und oberflächlich bleibt...
Details der 4K UHD
Qualitativ leistet die 4K UHD Scheibe hervorragende Arbeit. Die Grundschärfe überzeugt durch ihre detaillierte Darstellung, ebenso wissen die satte, auf erdige Töne fokussierte Farbdarstellung sowie der insgesamt sehr gute Kontrastumfang zu überzeugen. Der Schwarzwert in sehr ausgeprägt, lässt Details und feine Nuancen aber selbst in sehr dunklen Szenen nicht verschwinden. Die Tonspur liegt in einer DTS-HD 5.1 Abmischung vor und erweist sich als äußerst dynamisch und kraftvoll, wobei die umliegenden Boxenbereiche sehr gut für Umgebungsgeräusche und Effekte genutzt werden. Der Subwoofer darf immer wieder mit viel Druck ins Geschehen eingreifen, während die Dialoge durchwegs klar, verständlich und perfekt ortbar bleiben. Cover & Bilder © LEONINE Distribution GmbH - Alle Rechte vorbehalten. Das Fazit von: MarS
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