Spiritwalker

Spiritwalker

Originaltitel: Yucheitalja
Genre: Action • Thriller • Mystery
Regie: Yoon Jae-geun
Hauptdarsteller: Yoon Kye-sang • Park Yong-woo
Laufzeit: DVD (113 Min) • BD (118 Min)
Label: Busch Media Group
FSK 16

Spiritwalker   22.03.2022 von MarS

10 Jahre nach seinem Regiedebüt Sim-jang-i Dwooin da (internationaler Titel: Heartbeat) legt der koreanische Regisseur Yoon Jae-geun den Actionthriller Spiritwalker nach. Busch Media Group veröffentlicht diesen auf DVD, Blu-ray und im limitierten Mediabook...

 

Inhalt

 

Ein Mann (Yoon Kye-sang) erwacht schwer verletzt an einer Unfallstelle. Ein Obdachloser (Park Ji-Hwan) hat bereits den Krankenwagen gerufen, doch erinnern kann sich der Mann weder an das, was geschehen ist, noch an seinen eigenen Namen. Nachdem die Polizei Fragen zu seiner Schussverletzung stellt, verlässt er Hals über Kopf das Krankenhaus, um sich bei dem Obdachlosen zu verstecken. Doch plötzlich findet er sich an einem völlig anderen Ort und in einem anderen Körper wieder. Schon bald wird ihm klar, dass er aus irgendeinem Grund alle 12 Stunden den Körper wechselt, und dabei stets im Umfeld einer kriminellen Organisation zu landen scheint. Während seiner Wechsel stößt er dabei auf Moon Jin-ah (Lim Ji-yeon), die sich auf der Suche nach einem gewissen Kang Ian befindet, um mit dessen Hilfe den Gangstern das Handwerk zu legen...

 

Die Grundprämisse von Spiritwalker ist durchaus vielversprechend. Ein Mann, der seine eigene Identität nicht kennt, findet sich alle 12 Stunden in einem neuen Körper wieder, und muss mit der stets neuen Situation nicht nur zurechtkommen, sondern dabei auch noch das Geheimnis um seine eigene Person lösen. Dieses Konzept hat absolut das Zeug dazu, einen rasanten Mysterythriller hervorzubringen. Und rasant ist Spiritwalker zweifellos. Leider jedoch wird die zugrundeliegende Situation gerade zu Beginn recht unvorteilhaft umgesetzt, während die Erzählung auf Erklärungen zunächst komplett verzichtet. Das sorgt für jede Menge Verwirrung und macht das Ganze eher chaotisch, denn wirklich mitreißend, auch wenn Yoon Kye-sang in seiner Rolle eine wirklich gute Figur macht. In seiner Rolle? Nicht in mehreren? Genau das ist eines der großen Probleme, das für Unübersichtlichkeit und einen schwierigen Rhythmus sorgt. Yoon Jae-geun lässt Yoon Kye-sang nämlich die meiste Zeit selbst agieren, und zeigt seine diversen Körper in weiten Teilen lediglich in Spiegelungen. Seine Stärken kann Spiritwalker dann erst in der zweiten Filmhälfte ausspielen, nachdem die Geschichte eine Erklärung für die Seelenwanderungen des Protagonisten abgeliefert hat - leider eine sehr kurze, und nur bedingt befriedigende. Dann nämlich startet die bis dato recht gut verteilt eingesetzte Action voll durch, und lenkt Spiritwalker damit in eine neue Richtung. Anstatt sich mit dem Mysteryelement aufzuhalten, das ohnehin nicht bis zuletzt durchdacht wurde, fokussiert sich das Geschehen ab diesem Zeitpunkt auf knackige, eingängige Actionsequenzen, die zwar keine großen Besonderheiten bereithalten, dafür aber souverän in Szene gesetzt wurden und damit prima zu unterhalten wissen. 

 

Bildergalerie von Spiritwalker (6 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Die Blu-ray liefert ein klares, scharfes sowie kräftig kontrastiertes Bild. Randunschärfen werden als Stilmittel eingesetzt, im Übrigen bleibt das Bild durchwegs sauber. Die Farbpalette beschränkt sich überwiegend auf dunkle, triste Farben. Die Tonspur bietet eine ansprechende Dynamik und bindet auch die umliegenden Boxenbereiche mit ins Geschehen ein. Dialoge werden stets klar und gut verständlich wiedergegeben.



Cover & Bilder © Busch Media Group GmbH


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Schade, dass Spiritwalker aus seiner potenten Prämisse der Seelenwanderung nicht mehr herauszuholen weiß. Rätselraten bis zum Schluss sowie eine visuell geschicktere Umsetzung des teils verwirrenden Grundkonzepts hätte dem Ganzen jedenfalls gutgestanden. So jedoch ist Spiritwalker am Ende "nur" ein rasanter Actionthriller, der gute 100 Minuten lang prima zu unterhalten weiß, sich jedoch auf Grund des vernachlässigten Potentials nur in wenigen Momenten ein wenig aus der Masse heben kann. 


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