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The Social Network
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BEWERTUNG |
03.04.2025 von PanikmikeFacebook ist aus dem Alltag vieler nicht mehr wegzudenken – kaum zu glauben, dass es einst von einem Jugendlichen gegründet wurde, der heute zu den reichsten Menschen der Welt zählt. Seine Geschichte bot genug Stoff für einen spannenden Film, den Plaion Pictures nun in 4K als Steelbook neu veröffentlicht hat. Wir haben uns die Neuauflage angesehen...
Der Film beginnt im Herbst 2003 mit der Trennung von Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) und seiner Freundin (Rooney Mara). Obwohl er nicht versteht, was schiefgelaufen ist, nimmt er es scheinbar gelassen hin und widmet sich weiterhin seinem größten Hobby: dem Programmieren. Ein echtes Sozialleben hat er kaum – stattdessen verbringt er unzählige Stunden vor dem Computer.
Doch die Trennung lässt ihn nicht ganz kalt. In einem Anflug von Wut entwickelt er eine Website, auf der Studenten das Aussehen ihrer Kommilitoninnen bewerten können. Dafür hackt er sich in die Uni-Server, um an die Bilder zu kommen. Die Seite wird so beliebt, dass sie den zentralen Server lahmlegt – und eine Strafe für Mark nach sich zieht. Doch anstatt sich davon beeindrucken zu lassen, plant er bereits das nächste große Ding: Gemeinsam mit seinem Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield) erschafft er „The Facebook“, eine Plattform zum Vernetzen von Studenten. Während Eduardo als Finanzchef fungiert, kümmert sich Mark um die Entwicklung. Keiner von beiden ahnt, dass ihr Projekt bald weltweit durchstartet – oder dass sich schon bald Anwälte einschalten, die behaupten, Facebook sei gar nicht Marks Idee gewesen…
Jeder, der Facebook kennt und nutzt, wird beim Zuschauen unweigerlich den Kopf schütteln. Mark Zuckerberg wird als brillantes Genie, aber auch als schwieriger Charakter dargestellt. Aus einem simplen Hobbyprojekt hat er ein globales Imperium erschaffen und ist damit einer der reichsten Menschen der Welt geworden. Der Film fängt diesen Aufstieg perfekt ein – auch ohne IT-Kenntnisse versteht man, wie Facebook entstanden ist. Die Dialoge sind super, die Schauspieler überzeugen auf ganzer Linie, und der Film ist visuell sowie erzählerisch hervorragend umgesetzt. Besonders die nerdige Kommunikation zwischen den Charakteren ist sowohl amüsant als auch authentisch. Und dann ist da noch Jesse Eisenberg, der Zuckerberg mit einer beeindruckenden Intensität spielt – so überzeugend, dass man ihm jedes Wort abnimmt. Ob die Geschichte genau so passiert ist, bleibt unklar, aber dank seiner Darstellung wirkt sie erschreckend glaubwürdig.
The Social Network ist ein intelligenter, fesselnder Film, der die Wahrheit hinter Facebooks Entstehungsgeschichte geschickt hinterfragt. Hat Zuckerberg wirklich alles gestohlen, oder waren die Winklevoss-Zwillinge nur auf Geld aus? Warum kam es zum Streit mit seinem Mitgründer Eduardo Saverin? Der Film wirft viele Fragen auf, die einen auch nach dem Abspann beschäftigen. Am Ende bleibt die Entscheidung dem Zuschauer überlassen: Ist Mark Zuckerberg wirklich so skrupellos, wie er dargestellt wird? Oder steckt mehr dahinter?
Details der 4K-UHD
The Social Network wurde digital aufgenommen und in der Nachbearbeitung in einer Auflösung von 2K fertiggestellt. Die neue 4K-UHD mit Dolby Vision und HDR10 bietet zwar einige Verbesserungen gegenüber der Blu-ray, doch der Unterschied fällt weniger deutlich aus als bei anderen Filmen. Die UHD-Version kann sich dennoch sehen lassen. Feine Details, besonders in Gesichtern und Kleidung, wirken etwas klarer. Auch in den Eröffnungscredits auf dem Harvard-Campus sind Gebäude, Blätter und Studenten schärfer zu erkennen. Die Unterschiede zur Blu-ray sind nicht gewaltig, aber erkennbar. Der größte Pluspunkt der 4K-Fassung liegt in der HDR-Optimierung. Dank des erweiterten Farbspektrums und der verbesserten Schwarz- und Weißwerte kommt der Film allgemein besser zur Geltung. Dunkle Bereiche wirken nuancierter, und die warme Farbpalette des Films erscheint natürlicher. Hauttöne sind lebendiger, während die Farben etwas intensiver strahlen. Insgesamt bietet die 4K-Version eine sichtbare Verbesserung, auch wenn sie keinen drastischen Unterschied zur Blu-ray darstellt.
Details zum Steelbook
Das Steelbook von Plaion Pictures kommt in einem schlichten, aber stilvollen Design daher. Das Cover zeigt das bekannte Filmmotiv von The Social Network, wodurch es sofort wiedererkennbar ist. Die Rückseite des Steelbooks zeigt einige Szenenbilder aus dem Film, bleibt dabei aber eher zurückhaltend und unspektakulär. Eine abnehmbare J-Card liefert auf der Rückseite alle wichtigen Infos zu Inhalt und Technik. Die zwei Klebepunkte gehen dabei ohne Rückstand runter. Im Inneren befinden sich drei Discs: die 4K-UHD, die normale Blu-ray sowie eine Bonus-Blu-ray mit viel Extras, wie zum Beispiel Audiokommentare, Interviews und viele Informationen zu den Dreharbeiten. Alles in allem ein solides Steelbook mit einer schlichten, aber gelungenen Präsentation des Films. Cover & Bilder © Plaion Pictures / Produktfotos: www.sofahelden.de Das Fazit von: Panikmike
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