20 Years after

20 Years after

Originaltitel: 20 Years After
Genre: Thriller • Endzeit
Regie: Jim Torres
Hauptdarsteller: Joshua Leonard • Azura Skye
Laufzeit: Ca. 91 Minuten
Label: Euro Video
FSK 16

20 Years after   28.08.2011 von Mr. Holle

… und es hat BOOM gemacht … Irgendein Verrückter, mit zu viel Macht und einem kleinen, roten Knöpfchen, hatte wohl einem schlechten Tag und hat deshalb einfach mal denselbigen gedrückt und damit die Welt mit einem nuklearen Feuerwerk überzogen. Die wenigen Überlebenden kämpfen noch Jahrzehnte später um den Erhalt der Menschheit, doch es wurden seither keine Kinder mehr geboren. Als die junge Sahra schwanger wird, keimt neue Hoffnung auf.

 

Vor 20 Jahren kam es zu dem lange erwarteten dritten Weltkrieg, der mit reichlich nuklearen Bomben die Erde fast vollständig zerstört hat. Das, was der Krieg nicht zerstörte, haben die darauffolgenden radioaktiven Niederschläge, Seuchen und Hungersnöte erledigt. Nur noch eine Handvoll Menschen leben unter dem mittlerweile wieder blauen Himmel und versuchen sich in kleinen IDP´s (Enklaven) zu organisieren, um bessere Überlebenschancen zu haben. Doch obwohl es nur noch wenige Menschen gibt, schaffen es auch diese, sich teilweise zu bekämpfen. Abigail Mynard (Shannon Eubanks) ist die Anführerin einer elitären, paramilitärischen Vereinigung, die nach Macht strebt. Als sie von der schwangeren Sahra (Azura Skye) erfährt, schickt sie ihren besten Kämpfer David (Nathan Baesel) los, um sich das erwartete Kind unter den Nagel zu reißen.

Nur einige Meilen entfernt macht sich indes die hochschwangere Sahra mit ihrer Mutter Margaret (Diane Salinger) und dem mysteriösen Dr. Samuel Singleton (Reg E. Cathey) auf den Weg zu einer Enklave, um dort, für die bevorstehende Geburt, mehr Unterstützung zu erhalten. Auch der Radiomoderator Michael (Joshua Leonard), der ständig mit einer alten Funkstation versucht, Kontakt zu möglicherweise weiter entfernten Überlebenden aufzunehmen, begibt sich auf die Reise zu dieser Enklave, um einem aufgefangenen Signal nachzugehen.

So treffen sich alle in Spring-Fed Lake und erfreuen sich der neuen Gemeinschaft. Doch der Frieden währt nicht lange, denn David ist ihren Spuren gefolgt und versucht mit seinen Komplizen, Sahra gefangen zu nehmen. Zu seiner Überraschung muss er feststellen, dass es sich bei Sahra um seine verloren geglaubte Schwester handelt und er bricht sein Vorhaben ab. Aufgrund dieses Vorfalls begeben sich Sahra, Margaret und Michael erneut auf die Reise und versuchen Harvey, den Absender des Signals, welches Michael aufgefangen hatte, zu erreichen. Dieser lebt anscheinend in einem Bereich, der bisher als konterminiert galt.

Da David versagt hat, geht Abigail nun selbst auf die Jagd nach dem Kind und verfolgt die Drei auf eigene Faust. Im Hochhaus von Harvey kommt es zum Showdown, doch das Schicksal der Menschheit wird von vielen Überraschungen geleitet.

Dieser Endzeit-Thriller basiert auf dem Theaterstück „Like Moles, Like Rats“ von Ron Harris, der hier auch am Drehbuch mitwirkte. Vielleicht liegt es ja genau an dieser Tatsache, dass Regisseur Jim Torres nicht in der Lage war, Spannung in diese Story zu bringen … oder gar eine sinnvolle und logische Geschichte daraus zu machen. Hier werden regelmäßig kurze Zwischenszenen mit Handlungen eingespielt, deren Sinn und Zweck, der Fantasie des mehr und mehr verwirrten Zuschauers überlassen werden. Der eigenwillige Soundtrack - fast ausschließlich im Country Stil - und die demotivierten Schauspieler tragen ihr Übriges dazu bei, dass zu keiner Zeit des Films, eine Endzeit entsprechende Atmosphäre entsteht. Die Landschaften sind alle schön grün, der Himmel blau, die Vögel zwitschern und lediglich die Städte sind zerstört und wirken lebensfeindlich. Vielleicht soll dies dem einfallsreichen Zuschauer auch suggerieren: Die Natur erholt sich besser ohne uns … wer weiß …

Das Bild ist durchschnittliche DVD Qualität und bleibt unter den Möglichkeiten einer Blu-ray, der Ton in Deutsch (Dolby Digital 2.0), Deutsch (DTS-HD 5.1), Englisch (DTS-HD 5.1) ist da schon besser, aber noch keine Offenbarung, wie man es von aktuellen Titeln kennt. Als Extras sind deleted Scenes, Making of und Audiokommentar vorhanden - diese sind wenigstens interessant!


Das Fazit von: Mr. Holle

Mr. Holle

Ein Endzeitszenario, das niemand braucht. In diesem Film wird ein ganz dünner, roter Faden gesponnen, der durch viele wirre Ereignisse, zu ca. 90 Minuten kompletten Nonsens zusammen geschustert wurde. Leider wird so gut wie nichts näher erklärt, um ein wenig Licht in die komplette Finsternis, dieser sinnfreien Story zu bringen. Wenn ich nicht vorher die Inhaltsbeschreibung vom Cover gelesen hätte, wären noch mehr Geschehnisse nicht nachvollziehbar gewesen. Die Schauspieler wirken so lustlos, dass sogar die Synchronstimmen mehr Atmosphäre aufkommen lassen. Der Soundtrack mit hauptsächlich County Elementen,  ist zwar ganz nett, passt aber nach meiner Meinung überhaupt nicht zum Film. Da auch die Bildqualität nicht gut ist, grenzt es schon an Materialverschwendung, diesen Streifen auf Blu-ray zu brennen.


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