2033 - Die Illusion einer besseren Zukunft

2033 - Die Illusion einer besseren Zukunft

Originaltitel: 2033
Genre: Science-Fiction
Regie: Francisco Laresgoiti
Hauptdarsteller: Miguel Couturier
Laufzeit: Ca. 91 Minuten
Label: Lighthouse Home Entertainment
FSK 16

2033 - Die Illusion einer besseren Zukunft   09.11.2012 von Torsten

Über die Zukunft lässt sich viel spekulieren. Wird es die Menschheit schaffen, zwischen Wettrüsten und sozialer Degeneration doch noch die Kurve zu bekommen? Möglich. Oder wird das soziale System noch weiter verrohen und diktatorische Gewalt allein herrschender Staatsmänner, durch Geld und Korruption in ihre Ämter gehoben, die Kontrolle übernehmen? Wahrscheinlich. Der Film 2033 – Future Apocalypse behandelt solch ein Szenario der Dystopie und hier es sieht alles andere als gut aus.

 

Im namensgebenden Jahr 2033 hat sich in Mexiko City so einiges getan. Der Name der Stadt wurde in Villaparaiso geändert, doch so paradiesisch, wie der Name verlauten lassen möchte, geht es in der Metropole dann doch nicht zu. Das Militär hat die Kontrolle übernommen und die Bevölkerung wird rund um die Uhr allerorts überwacht. Die stete Präsenz von Kameras und Soldaten hat die Menschen eingeschüchtert und diejenigen, die sich auflehnen, werden mit aller Macht niedergerungen. Die freie Meinungsäußerung wurde längst abgeschafft, ebenso wie alle Formen der Religion, mangelnder Wille und Glauben sollen die Massen gefügig machen. Die Menschen, die für ihren Lebensunterhalt schwer arbeiten müssen, funktionieren wie Maschinen. Das liegt an einer überall erhältlichen Substanz mit Namen Bacta. Diese tunlichst einzunehmende Flüssigkeit erhöht die Leistungsfähigkeit, stärkt das Immunsystem und steigert somit auch die Gesundheit. Der Pharmakonzern, der hinter der Produktion des Wundermittels steckt, hat durch den enormen Profit an Macht gewonnen und übt direkten Einfluss auf die Politik aus.

 

Pablo – gespielt von Claudio Lafarga – lebt zusammen mit seiner Mutter bei einem befehlshabenden General. Ihm sind die Sorgen um Geld und harter Arbeit fern. Er gibt sich lieber den Genüssen des Lebens hin, Alkohol und synthetische Drogen sorgen für Entspannung. Als sein Großvater ihm allerdings verrät, dass sein leiblicher Vater noch am Leben ist, kippt sein wohl behütetes Leben voller Sorglosigkeit und mangelnder Toleranz. Auf der Suche nach seinem Vater nimmt er Kontakt zu den Rebellen auf und erfährt von Dingen, die ihm bisher verborgen blieben. Er sieht ein, dass das System, nach dem er all die Jahre gut lebte, korrupt und unfair ist. Nach seiner Läuterung zieht es ihn auf die Seite der Revolution und somit wendet er sich auch gegen seinen eigenen Ziehvater.

 

Die Geschichte, die an George Orwells großartigen Roman 1984 erinnert, baut sich nur langsam auf. Dem Zuschauer soll Gelegenheit gegeben werden, sich mit dem komplexen Thema auseinanderzusetzen. Und dies ist auch notwendig, denn die Vielzahl an Informationen und etwas „gesichtslosen“ Charakteren, die auf ihn einprasseln, beinhalten die Gefahr, das Interesse zu verlieren, bevor es überhaupt geweckt wurde. Leider passiert genau das durch die mangelnde Aussagekraft einiger Schauspieler, die eine Identifizierung mit ihnen erschwert. Sie wirken austauschbar und wenig prägnant. Das Grundgerüst der Story scheint dann anfangs noch sehr interessant, aber auch hier entpuppt sich das Ganze einige Zeit später als wenig reizvolle Darbietung eines viel zu vorhersehbaren Komplotts. Die Synchronisation leistet sich keine groben Schnitzer und auch die Bildqualität geht in Ordnung, wenngleich hier stellenweise allenfalls gute DVD-Qualität auf Blu-ray geboten wird. Andere Szenen dagegen wirken sehr hoch aufgelöst und klar.


Das Fazit von: Torsten

Torsten

2033 hat mit seiner düsteren Zukunftsvision einer durch das Militär unterdrückten Bevölkerung gehörige Anleihen bei George Orwells 1984 genommen. Leider schaffen es weder Schauspieler noch die ausgearbeitete Handlung, dieser Geschichte Leben zu verleihen und sie glaubhaft oder gar spannend zu erzählen. Eine sich nur langsam entwickelnde und somit auch etwas langatmige Anfangsphase macht da noch Hoffnung, der Film bräuchte nur etwas Zeit sich zu entfalten. Doch diese Wartezeit wird am Ende nicht entlohnt, zu vorhersehbar wirkt die Handlung, zu austauschbar die Charaktere. Science-Fiction-Fans schauen mangels aktueller Alternativen einmal rein, großes Kino sieht allerdings anders aus.


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