47 Meters Down

47 Meters Down

Originaltitel: In the Deep
Genre: Horror • Tierhorror
Regie: Johannes Roberts
Hauptdarsteller: Mandy Moore • Claire Holt
Laufzeit: DVD (97 Min) • BD (101 Min)
Label: Universum Film
FSK 16

47 Meters Down   03.12.2017 von MarS

"Es ist wie in einem Zoo, nur dass man selbst eingesperrt ist." - Viel treffender kann man einen Haikäfig eigentlich nicht beschreiben. Und genau ein solcher wird für Mandy Moore und Claire Holt in 47 Meters Down zur Todesfalle, ein Schreckensszenario bei dem wir die Beiden natürlich begleitet haben...

 

Nach der Trennung von ihrem Freund verbringt Kate den lange geplanten Mexikourlaub zusammen mit ihrer Schwester Lisa. Um Kate ein wenig abzulenken beschließen die Beiden gemeinsam mit Benjamin und Louis, zwei Mexikanern die sie während einer Partynacht kennengelernt haben, einen Abenteuerausflug zu machen, um in einem Tauchkäfig weiße Haie zu beobachten. Entgegen den Bedenken von Kate macht sich die Truppe am nächsten Morgen auf den Weg hinaus aufs Meer, und der Tag soll wirklich zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Zunächst läuft alles perfekt und alle sind fasziniert von den riesigen Fischen, doch als sich Kate und Lisa im Haikäfig befinden versagt die Seilwinde auf Kapitän Taylors Schiff, woraufhin die beiden unerfahrenen Taucherinnen auf den Grund sinken. Umgeben von Haien stecken Kate und Lisa in der Falle, und der schwindende Sauerstoff macht die Situation zu einem tödlichen Spiel auf Zeit...

 

Setzte bereits The Shallows auf ein glaubwürdiges Szenario, welches sich erst im Finale vom vorhandenen Realismus löste, so treibt 47 Meters Down diesen gekonnt auf die Spitze. Der Film setzt weniger auf effekthascherische Haiaufnahmen oder tödliche Angriffe sondern überzeugt vielmehr durch seine intensive, erschreckende Atmosphäre, die mit Ausnahme einiger weniger Handlungen der Beteiligten absolut nachvollziehbar und realistisch inszeniert wurde. Dementsprechend geschieht eigentlich auch gar nicht viel im Verlaufe des Films und nur ab und an sorgt ein heftiger Haiangriff aus dem Nichts für ordentliches Herzrasen, dafür sind jedoch die hervorragend gefilmten Unterwasseraufnahmen extrem beklemmend und sorgen für eine stetige Anspannung und Angst. Dabei gelingt es 47 Meters Down sogar, trotz der eigentlich unendlich erscheinenden Weite des Meeres ein klaustrophobisches Szenario zu erschaffen, dass durchwegs an den Nerven zehrt. Dementsprechend konsequent ist dann auch das Finale, das noch einmal eine kleine Überraschung mit an Bord hat und damit weiterhin dem vorhandenen Realismus treu bleibt, anstatt eine möglichst spektakuläre Endszene zu liefern, in der es meist dem Hai an den Kragen geht. Sowohl Mandy Moore als auch Claire Holt (The Originals) machen hier als Geschwisterpaar in Lebensgefahr einen sehr guten Job, vor allem da die Beiden den Film weitestgehend im Alleingang tragen müssen, Stars des Films sind aber ganz klar die bedrohliche Natur und die perfekt eingefangene Atmosphäre unter Wasser. 

 

Bildergalerie von 47 Meters Down (7 Bilder)

Das Bild der Blu-ray zeigt vor allem während des Tageslicht- und Überwasserszenen seine Stärken, wogegen Nachtaufnahmen und auch die Unterwasserszenen mit kleineren Mängeln zu kämpfen haben. Während bei Tag alles extrem scharf, detailliert und kräftig kontrastiert ist, fallen diese Werte unter Wasser oder bei Nacht ein wenig ab. Der Schwarzwert ist nicht immer perfekt und die Kontrastierung im Wasser sorgt dafür, dass sich blaue Gegenstände und Lichteffekte unschön vom übrigen Bild abheben. Die Tonpsur ist insgesamt weitläufig und verteilt sich sehr schön über alle Boxenbereiche, etwas mehr Dynamik und Druck wäre aber hin und wieder wünschenswert gewesen. Die Sprachausgabe ist im Vergleich zu den Effekten minimal zu leise abgemischt.


Das Fazit von: MarS

MarS

Es scheint so, als wäre spätestens nach The Shallows Realismus der neue Horror im Creature-Genre, denn gerade die Glaubwürdigkeit ist es, die 47 Meters Down so erschreckend macht. Hervorragende, intensive Unterwasseraufnahmen bringen Anspannung und Angst an ihre Grenzen und die Haie sind keine Killermaschinen, sondern folgen einfach nur ihren natürlichen Instinkten. Dementsprechend selten sind auch die im Film vorhandenen Attacken, die jedoch stets aus dem Nichts kommen und für mächtiges Herzrasen sorgen. 47 Meters Down ist der perfekte Film für alle, die niemals in ihrem Leben in einen Haikäfig steigen oder sich einfach das Schwimmen bzw. Tauchen im Meer abgewöhnen wollen - kleinere Logikfehler verzeiht man hier gern. 


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