5-Minute Dungeon

5-Minute Dungeon

Genre: Kartenspiel • Familienspiel • Partyspiel
Autor: Connor Reid
Illustrator: Alex Diochon
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 8
Spieldauer: 5 Minuten je Boss
Anzahl Spieler: 2-5

5-Minute Dungeon   11.01.2019 von Born2bewild

Nachdem die Politik es nicht fertiggebracht hat, dass die Münchner innerhalb von zehn Minuten vom Hauptbahnhof zum Flughafen reisen können, dachte sich wohl Spieleautor Connor Reid er braucht ein schnelles Spiel. In dem preisgekrönten Spiel 5-Minute Dungeon können bis zu fünf Spieler in besagter Zeit nämlich theoretisch sogar zwei Abenteuer bestreiten. Ob uns das chaotische Spielprinzip zugesagt hat oder es eben doch nicht so gut ist, nach fünf Minuten schon fertig zu sein, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Schon die Verpackung von 5-Minute Dungeon ist ein Lob wert. In dem kompakten Karton findet das gesamte Spielmaterial wohlsortiert seinen Platz. Eine wahre Freude für jeden Ordnungsfanatiker. Vor dem ersten Spiel muss man erst einmal alles von den Plastikfolien befreien. Die „Boss“- und „Helden“-Tableaus machen einen sehr guten Eindruck. Sie sind zwar aus Karton, wirken in ihrer Robustheit aber schon fast wie Kunststoff. Die Illustrationen sind sehr lustig und damit auch kindgerecht gestaltet. Die Spielkarten sind von der Materialstärke her fast ein bisschen dünn, halten aber trotzdem dem sehr rasanten Spielprinzip stand. Ein nettes Gimmick ist die Rückseite der „Helden“-Karten, denn diese ergeben richtig gelegt das Logo des Spiels. Als Unterstützung sollte man vor dem ersten Spiel noch die App „5-Minute Dungeon Timer“ herunterladen. Diese ist nicht nur beim Stoppen der Zeit hilfreich, sondern bietet mit der Sprachausgabe auf Bayrisch, Creepy, Episch oder Kobold auch noch gute Unterhaltung.

 

Der eigentliche Spielaufbau vor jeder Runde ist relativ einfach. Man wählt einen Boss aus – in der Regel fängt man mit dem ersten an und spielt sich zum fünften durch – und betrachtet seine Rückseite. Dort ist nämlich aufgeführt, bei welcher Personenanzahl und welchem Schwierigkeitsgrad man wie viele „Quest“- und „Dungeon“-Karten benötigt. Diese werden dann zusammengemischt und auf dem „Boss“-Tableau platziert. Dann wählen die Spieler je noch einen der fünf Helden aus und erhalten den „Helden“-Kartenstapel in der entsprechenden Farbe. Diese werden ebenfalls gemischt und auf das Feld Nachziehstapel des „Helden“-Tableaus gelegt. Sind alle bereit, wird der Countdown auf der App gestartet und das Dungeonabenteuer beginnt.

 

Die Anleitung

 

Die Regeln von 5-Minute Dungeon sind nicht sonderlich komplex. Zwar hat die Anleitung einen Umfang von immerhin acht Seiten, diese sind aber nur bis Seite fünf relevant. Danach folgen dann ein paar Details zum Spielmaterial. Die Anleitung ist sehr gut bebildert und die Regeln sind einfach verständlich, sodass man in ungefähr fünf Minuten mit dem Spielen anfangen können dürfte.

 

Spielziel

 

Das Spiel bietet den Abenteurern fünf verschiedene Bosse in drei Leveln, die der Reihe nach bezwungen werden sollen. Man beginnt mit dem Baby-Barbar und kämpft sich dann zum Dungeon-Overlord durch. Die Schwierigkeiten sind dabei die Aufgaben, Ereignisse und Monster, die man in jedem Level besiegen beziehungsweise erledigen muss, um erst einmal zum Boss vorzudringen. Hinzu kommt, dass man je Level ganz überraschend nur fünf Minuten Zeit hat. Gelingt es, den Boss innerhalb dieser Zeit zu besiegen, hat man den Level gewonnen. Läuft die Zeit ab oder man kann keine Karten mehr legen, weil sie nicht passen oder aufgebraucht sind, gilt der Level als verloren.

 

Der Spielablauf

 

5-Minute Dungeon ist ein kooperatives Spiel, bei dem alle Spieler gleichzeitig spielen. Sobald die fünf Minuten angelaufen sind, wird die erste Karte vom „Boss“-Tableau umgedreht. Dann müssen die Spieler, zu den Symbolen auf dieser Karte passende Karten ausspielen. Symbole, die nicht auf der Karte abgebildet sind, dürfen nicht gelegt werden. Sinnvoll ist es, sich dabei abzusprechen, denn alle Karten, die auf dem Tisch landen, bleiben auch liegen. Sobald mindestens die passende Anzahl an Symbolen auf dem Tisch liegt, wird der Kartenstapel beiseitegeschoben und die nächste Karte umgedreht. Unter den Karten befinden sich auch Ereignisse, die sofort durchgeführt werden müssen. So sollen zum Beispiel alle Spieler ihre Handkarten auf den Ablagestapel legen. Unter den „Helden“-Karten finden sich auch Aktionskarten, die zum Beispiel aus einfachen Jokern bestehen oder aber als machtvolle Waffen gegen die Monsterschar eingesetzt werden. Außerdem haben die einzelnen Helden auch noch Spezialfähigkeiten, die meist durch das Abwerfen von drei Karten ausgelöst werden. Damit können die Spieler zum Beispiel die Zeit anhalten oder mehr Karten nachziehen. Allerdings muss man hierbei beachten, dass der Ablagestapel nur durch Aktionskarten wieder ins Spiel kommt, sonst sind Spieler mit leeren Nachziehstapeln handlungsunfähig. Das sind sie allerdings auch, wenn sie keine passenden Ereigniskarten haben, um den aktuellen Gegner zu bezwingen. Daher muss man bei der Charakterwahl schon sehr darauf achten, welche Spezialfähigkeiten für die Gruppe am sinnvollsten sind. Davon abgesehen ist aber das wichtigste die Kommunikation. Gelingt es den Spielern innerhalb der fünf Minuten den Dungeon-Boss zu besiegen, gilt der Level als gewonnen und man kann sich am nächsten versuchen. Scheitert die Gruppe, so versucht man es einfach erneut.

 

Bildergalerie von 5-Minute Dungeon (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • 5 „Boss“-Tableaus
  • 5 „Helden“-Tableaus
  • 5 x 40 „Helden“-Karten
  • 40 „Dungeon“-Karten
  • 10 „Quest“-Karten

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

Bei 5-Minute Dungeon bin ich ein bisschen auf die Werbung „reingefallen“. Ich fand den Namen vielversprechend und auch die Gestaltung der Verpackung sprach mich an. Ich muss aber sagen, dass ich mir das Spiel ein bisschen anders vorgestellt habe. Beim ersten Öffnen der Verpackung war ich erstmal ein wenig überrascht und war mir nicht sicher, ob das Spiel etwas für mich ist. Sehr angesprochen hat mich auf jeden Fall das Innenleben. Die Karten so schön in einzelnen Fächern zu ordnen ist einfach ein Traum… Als dann der bayrische Sprecher der App zu hören war, war ich kaum noch zu halten. Das sorgt einfach für gute Unterhaltung, die aber auch zwischen den Spielern äußerst wichtig ist. Man muss sich sehr genau absprechen, wer was macht und das noch unter Zeitdruck. Dazu sind die Regeln sehr einfach und konnten sogar von unserem fünfjährigen Sohn sehr gut verstanden werden. Somit ist es ein Spiel, das man auch sehr gut als Absacker spielen kann. Je nach Gruppe und Erfahrung im Spiel, kann man dann auch noch zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen, die die Anzahl der „Dungeon“- und „Quest“-Karten verändern. Natürlich kann man auch nach eigenem Gefühl mehr oder weniger Karten wählen, um den Level anzupassen. Richtig spaßig ist das Spiel natürlich mit vier oder fünf Spielern, kann aber auch mit zwei oder drei Spielern gespielt werden. Ich kann absolut nachvollziehen, dass 5-Minute Dungeon auf der Empfehlungsliste vom „Spiel des Jahres 2018“ steht und freue mich auch auf die angekündigte Erweiterung.

 

Josi:

Ich kann mich Alex voll anschließen. Ich hatte keinerlei Erwartungen, da ich vor dem Test keine Erfahrung damit gemacht habe. Es ist schnell, teilweise laut und super lustig, wenn man es nicht zu ernst nimmt zu gewinnen. Nach ein paar Runden merkt man aber wie die anderen Mitspieler so ticken und weiß genau wie man zusammen gut spielt. Und bei nur 5 Minuten pro Runde kommt man auf 12 Runden pro Stunde. Die ist dann aber so schnell rum, dass man auch noch mehr spielen kann. Kurzweilig, coole Idee und absolut empfehlenswert für alle, die gerne andere Leute anschreien möchten 😉


Die letzten Artikel des eingeschworenen Redaktions-Teams in leidenschaftlicher Kooperation:




Kommentare[X]

[X] schließen