Acts of Violence

Acts of Violence

Originaltitel: Acts of Violence
Genre: Action • Drama
Regie: Brett Donowho
Hauptdarsteller: Bruce Willis • Cole Hauser
Laufzeit: DVD (89 Min) • BD (93 Min)
Label: Constantin / Highlight Film
FSK 16

Acts of Violence   05.05.2018 von MarS

Wenn das Gesetz auf der Stelle tritt, dann gibt es in der Welt des Films meist nur noch eine Lösung: Selbstjustiz. Und da Bruce Willis demnächst im Kino in die Fußstapfen von Charles Bronson tritt und sich im Remake zu Death Wish - Ein Mann sieht rot austoben darf, ist er natürlich im thematisch verwandten Acts of Violence bestens aufgehoben...

 

Inhalt

 

Die Brüder Brandon (Shawn Ashmore) und Roman (Ashton Holmes) leben ein zufriedenes Leben. Während Brandon bereits glücklich verheiratet ist, freut sich Roman auf die Hochzeit mit Mia, mit der er bereits seit frühester Kindheit befreundet ist. Als die beiden am Abend ausgelassen ihren Junggesellenabschied feiern trifft Mia jedoch auf zwei skrupellose Mädchenhändler und Drogendealer, die sie kurzerhand entführen, da sie ihre Annäherungsversuche nicht erwidert. Brandon und Roman bitten ihren Bruder Deklan (Cole Hauser) um Hilfe, einen erfahrenen Veteranen, der mit posttraumatischem Stress zu kämpfen hat. Gemeinsam wollen sie Mia aus der Hand der Entführer befreien, stoßen dabei jedoch auf eine viel größere Organisation im Hintergrund. Der Polizei sind die Hände gebunden, da der Kopf dieses Syndikats Kontakte in den höchsten Regierungskreisen pflegt, doch der unbestechliche Cop James Avery (Bruce Willis) bietet den Brüdern dennoch seine Hilfe an. Er selbst hat ein persönliches Interesse daran, dass der Feldzug erfolgreich ist, und gewährt ihnen deshalb 24 Stunden, bevor er gezwungen ist, sie zu verhaften...

 

Harte Männer, die das Gesetz selbst in die Hand nehmen und dabei jede Menge finstere Gangster aus dem Weg räumen, ohne dabei Rücksicht auf mögliche Konsequenzen zu nehmen. Die Geschichte von Acts of Violence ist so alt wie das Genre selbst, und mit Ausnahme einiger angedeuteter Veteranenprobleme sowie Bestechlichkeit in der Politik versucht der Film auch erst gar nicht, sich außergewöhnlich einfallsreich oder tiefgründig zu zeigen. Acts of Violence ist ein linearer, vorhersehbarer Rachethriller, der sich jedoch schnörkellos und handwerklich sauber auf eine rasante, actionlastige Inszenierung konzentriert und damit für ordentliche Unterhaltung sorgt. Als Ausgleich für die fehlende Spannung sorgen dabei die souverän aufgezogenen Actionszenen, die überwiegend aus Shootouts bestehen und dabei versuchen einen möglichst hohen Grad an Authentizität und Realismus zu liefern. Leider bleiben die Figuren im Verlauf sehr oberflächlich und klischeebehaftet, wodurch die eigentlich sehr guten Leistungen aller Beteiligten ein wenig untergehen. Die Inszenierung ist einfach ein wenig zu rasant und die Handlung verfügt über zu wenig Atempausen, um die potentiell vorhandenen Ansätze wirklich ausschöpfen zu können. Was bleibt ist ein recht simpler Rache-Actioner, der kurzweilige Unterhaltung ohne Langeweile bietet, seine grundsätzlich interessanten Elemente aber nicht auszuspielen weiß. 

 

Bildergalerie von Acts of Violence (8 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Mit Ausnahme von sehr selten auftauchenden kleineren Unschärfen im Randbereich und minimalen Fokussierungsunschärfen bietet das Bild der Blu-ray bestes HD-Feeling. Ein hoher Detailgrad sowie die natürliche Farbgebung hinterlassen einen ordentlichen Eindruck, während sich Kontrastverhältnis und Schwarzwert kräftig und gut ausbalanciert zeigen. Die Tonspur bietet sowohl klare und sauber ortbare Dialoge als auch eine gezielte Effekteinbindung über den gesamten Boxenbereich, die sich vor allem während den zahlreichen Shootouts bemerkbar macht. Hier scheinen die Kugeln tatsächlich quer durchs heimische Wohnzimmer zu fliegen. Auch Dynamik und Kraft können überzeugen. 


Das Fazit von: MarS

MarS

Acts of Violence hat interessante Ansätze, bleibt aber letztendlich auf Grund der sehr actionlastigen, rasanten Inszenierung und dem daraus resultierenden verschenkten Potential ein solide inszenierte Rache-Actioner ohne Ecken und Kanten. Für Genrefans bietet der Film knapp 90 Minuten gute Unterhaltung mit reichlich vorhandenen, ordentlich dargestellten Shootouts, liefert dabei aber keinerlei Überraschungen. Hier wäre zwar auch wesentlich mehr drin gewesen, nichts desto trotz macht Acts of Violence durchaus Spaß.


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