Attack of the Jelly Monster

Attack of the Jelly Monster

Genre: Familienspiel
Autor: Antonin Boccara
Illustrator: Guillaume Duchemin
Spieleverlag: Libellud / Asmodee
Empfohlenes Alter: 8+
Spieldauer: 15min
Anzahl Spieler: 3-5

Attack of the Jelly Monster   01.05.2018 von Dante

Alarm! Die Stadt wird von einem riesigen Jelly-Monster angegriffen. Die Armee ist sofort zur Stelle und saugt das Monster zurück ins Weltall. Doch die Regierung möchte vorher noch Forschungsproben sammeln. Nun heißt es schnell sein und sich gegen die Konkurrenz durchsetzen, denn viel Zeit bleibt einem nicht. Dante hat sich für euch auf Jelly-Jagd begeben. Ob er es geschafft hat in den Turbulenzen des Kampfes sich gegen die Konkurrenz zu behaupten, erfahrt ihr im Artikel...

 

Verpackung

 

Lila und pink gestaltet sich die Verpackung des Spiels, mit futuristisch aussehenden Figuren und einem riesigen vieläugigen Jelly-Monster auf der Frontseite. Die Verpackung des Spiels ist quadratisch und relativ flach. Auf der Rückseite ist kurz und knapp der Ablauf einer Runde angegeben. Im Karton befindet sich das Spielmaterial sowie vier kleine Sortiertütchen. Leider sind keine Schuber oder Ähnliches vorhanden, die das Sortieren vereinfachen würden. Die Anzahl der Tütchen ist meiner Meinung nach nicht ganz ausreichend, für grobes Sortieren sind es aber genug.

 

 

Anleitung

 

Acht Seiten umfasst die Anleitung, welche ebenfalls quadratisch und fast so groß ist wie der Karton. Die erste Seite ziert das Bild, welches auch oben auf dem Karton zu sehen ist. Die Seiten zwei und drei befassen sich mit der Bezeichnung des Spielmaterials sowie dem Aufbau. Auf den restlichen Seiten wird der Spielablauf erklärt. Durch die vielen Bildchen und Beispiele bleiben keinerlei Fragen offen. Generell ist die Anleitung sehr gut geschrieben, leicht zu verstehen und vor allen Dingen kurz, mit wenig Text.

 

Aufbau

 

Je nach Spielerzahl baut man das Spielbrett unterschiedlich auf. Spielt man zu dritt, nutzt man nur den Kern der Stadt, bei vier Spielern kommt ein Außenring dazu, bei fünf noch ein weiterer. Diese werden wie Puzzlestücke ineinandergesteckt. Drumherum kommen die doppelseitig bedruckten Stadtbezirke. Insgesamt gibt es acht Stück, wovon aber maximal sieben benutzt werden. Durch den doppelseitigen Druck und den zusätzlichen Bezirk, gibt es kaum zweimal das gleiche Spiel. Die Stadtbezirke werden an das Stadtzentrum angebracht, wieder mit einem Steckmechanismus. Leider hält das Ganze an einigen Stellen nicht besonders gut. Anschließend wird der Rundenanzeiger neben einen der Stadtbezirke gelegt und auf Runde eins gesetzt. Jeder Bezirk hat eine Belohnungszone und drei mögliche Belohnungen. Es wird mit einem grauen Holzmarker angegeben, welcher zu Beginn auf Belohnung Nummer eins liegt. Nun folgen Jelly-Kapseln und die zehn-Sekunden-Sanduhr, welche in die Mitte des Stadtzentrums platziert werden. Anschließend erhält jeder Spieler einen Sichtschutz, die Würfel seiner Farbe sowie zwei Jelly-Marker mit dem Wert eins. Die restlichen Jelly-Marker werden sortiert neben das Spielfeld gelegt. Nun kann das Chaos beginnen.

 

Ablauf

 

Es werden insgesamt vier Runden gespielt. Jede dieser Runden läuft nach dem gleichen Muster ab, was sich mit absolutem Chaos gut beschrieben lässt. Denn eine Runde besteht daraus, dass jeder Spieler seine sieben Würfel würfelt, einen davon nimmt, vor einem Bezirk platziert und wieder würfelt. Das macht man so lange, bis man keine Würfel mehr hat oder ein anderer Spieler schneller war und die Sanduhr umdreht. Ist diese durchgelaufen, darf niemand mehr Würfel setzen. Da dass alles gleichzeitig passiert, wird es sehr schnell hektisch. Ist die Runde vorbei kommt das große Zählen, doch wie funktioniert das eigentlich? Es gewinnt derjenige einen Bezirk, der die höchste Augensumme vor diesem liegen hat. Dabei werden aber doppelte Würfelaugen des gleichen Spielers rausgeschmissen. Setzt also jemand zwei sechsen hat er nun null anstatt zwölf Punkte. Hinzu kommt, dass die Zahlen eins und zwei, sowie drei und vier, noch Zusatzeffekte haben. Bei einer eins oder zwei darf der Spieler einen Würfel des Konkurrenten aus dem Bezirk entfernen, in den er seinen Würfel gesetzt hat, und in das Stadtzentrum legen. Bei einer drei oder vier darf der Belohnungsmarker um ein Feld nach oben oder nach unten verschoben werden. Die Würfeleffekte dürfen aber nur direkt nach dem Setzen und nur in dem Stadtbezirk, in dem sie liegen, angewendet werden. Hat ein Spieler keine Würfel mehr, darf er mit seinem Sichtschutz einen Bezirk absperren, nun darf kein Spieler mehr einen Würfel dort hineinlegen. Anschließend werden die Stadtbezirke vom Rundenmarker ausgehend gewertet und die Belohnungen verteilt. Der Spieler, der die meisten Würfel im Stadtzentrum hat, darf sich außerdem noch eine Jelly-Kapsel nehmen. Danach beginnt das Ganze wieder von vorne.

 

Spielziel

 

Wer das meiste Jelly am Ende der vier Runden hat, wird der Sieger von Attack of the Jelly Monster. Dazu zählen nicht nur die während des Spiels gesammelten Jelly-Marker, sondern auch die Jelly-Kapseln. Da deren Wert unterschiedlich ist und man die Kapseln bis zum Ende des Spiels verdeckt behält, halten diese die eine oder andere Überraschung bereit. Letzten Endes ist es kaum möglich bei diesem turbulenten Spiel den Überblick zu behalten. Auch sollte man das Spiel nicht allzu ernst nehmen, da gerade bei der Hektik, die am Tisch ausbricht, auch schon mal der eine oder andere Würfel umgestoßen werden kann. Spaß macht es dennoch allemal.    

 

Bildergalerie von Attack of the Jelly Monster (14 Bilder)

Inhalt

 

  • 5 Sichtschirme
  • 35 Würfel
  • 1 Sanduhr
  • 8 Stadtbezirke
  • 7 Belohnungsmarker
  • 1 dreiteiliges Stadtzentrum
  • 80 Jelly-Marker
  • 1 Rundenzähler
  • 30 Jelly-Kapseln

Das Fazit von: Dante

Dante

Attack of the Jelly Monster ist ein unglaublich schnelles Spiel. Es lässt sich leicht erklären und ist kurzweilig. Gerade mit seinen schnellen Spielrunden und der kurzen Spielzeit ist es ein schönes Spiel für Leute, die auf Action stehen. Wer auf ausgefeilte Strategien und überdachte Spielzüge steht, sollte sich besser ein anderes Spiel suchen. Alle Beteiligten hatten eine Menge Spaß beim Spielen und der Sieger war ziemlich überrascht, dass er gewonnen hat. Bei so einem turbulenten Spiel hätte ich mir allerdings stabileres Spielmaterial gewünscht bzw. eine bessere Verbindung der einzelnen Teile. Auch das ständige Kollidieren mit den Würfeln der Anderen ist ein kleines Problem, über das man jedoch gerne hinwegsehen kann. Von mir bekommt das Spiel 8 von 10 Punkten und wird sicherlich noch auf den einen oder anderen Spieleabenden zum Einsatz kommen.


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