Auf der Suche nach dem Ultra-Sex

Auf der Suche nach dem Ultra-Sex

Originaltitel: A la recherche de l'Ultra-Sex
Genre: Erotik/Komödie
Regie: Nicolas Charlet • Bruno Lavaine
Hauptdarsteller: Nicolas Charlet • Bruno Lavaine
Laufzeit: DVD (60 Min)
Label: Pierrot le Fou
FSK 16

Auf der Suche nach dem Ultra-Sex   29.03.2018 von LorD Avenger

Der Ultra-Sex wurde gestohlen, eine mysteriöse Energie, die die gesamte Erdbevölkerung zu willenlosen Sexsüchtigen macht und somit lahmlegt...

 

Hintergrund

 

A la recherche de l'Ultra-Sex ist der Originaltitel der französischen Pornoparodie, die nahezu vollständig vom Comedy-Duo Nicolas & Bruno auf die Beine gestellt wurde - gemeint ist damit, dass sie Drehbuch, Regie, Soundeffekte und Synchronarbeiten übernommen haben. Und zwar alle. Männer, Frauen, Roboter, alt, jung, alle von zwei albernen Männern eingesprochen. Dieses Konzept wurde für die deutsche Veröffentlichung übernommen und wer wäre dafür besser geeignet als die Comedians Oliver Kalkofe und Peter Rütten?

 

Machart

 

Tatsächlich ist der Film einer Episode von Kalkofes Mattscheibe nicht unähnlich. Rund 100 Ausschnitte von Pornofilmen aus den überwiegend 70er- und 80er-Jahren werden aus ihrem Kontext gerissen und gehörig auf die Schippe genommen, indem sie betont miserabel mit neuem Text nachsynchronisiert werden. Ich kann nicht für das französische Original sprechen, aber die deutsche Fassung wirkt wie eine herrlich spontane und sehr freie Improvisation, wie man sie von Kalkofe kennt. Dialogelemente wie "Kapitän Schwanz vom Schiff Vorhaut 5", "R-Zwo-Bumms-Zwo" oder "Inspektor Fotzenhobel aus Duisburg Marxloh" fallen am laufenden Band und werden nur noch davon getoppt, dass komplette Pistolen- und Weltraumschießereien mit Piu-Piu-Geräuschen vertont wurden. Optisch belässt man die künstlerischen Freikörper-Sequenzen in der Regel wie sie sind, aber bei einer Szene, die laut Neuvertonung die britische Königin zeigte wurde kurzerhand einfach das Bild gespiegelt, um das Lenkrad auf die britisch-richtige Seite zu bekommen - auch wenn das gespiegelte Nummernschild sehr prominent ins Auge springt. Nicht schlimm, sondern viel mehr zum Totlachen.

 

Story

 

Die Handlung ist sehr vage und dennoch ist es faszinierend, wie man aus so vielen verschiedenen noch handlungsärmeren Pornofilmen einen tatsächlich irgendwie zusammenhängenden Film hinbekommen hat mit wiederkehrenden Charakteren und immer wieder neuen skurrilen Elementen.

 

Bildergalerie von Auf der Suche nach dem Ultra-Sex (5 Bilder)

Details der DVD

 

Da der Film ein Zusammenschnitt nahezu antiker Pornofilme ist, variiert die Bildqualität zwischen schlecht und miserabel, was aber mit den gezielt schlechten und miserablen Nachvertonungen nur zum glorreichen Trash-Faktor beiträgt. Im dünnen Bonusmaterial kann man ein paar Minuten dem französischen Original-Duo hinter dem Film bei ihren Synchronarbeiten zusehen und auch bei den ulkigen Aufnahmen der schnell improvisierten Soundeffekte. Zudem gibt es zwei Szenen des Films, die mit einem Karaokebildschirm ausgestattet wurden, um diese bei Wunsch selbst nachzusynchronisieren. Witzige Idee!


Das Fazit von: LorD Avenger

 LorD Avenger

Auf der Suche nach dem Ultra-Sex ist eine parodierende Synchro, die eigentlich sogar schon unter dem Niveau von entsprechenden Produktionen auf YouTube liegt, dort aber nie laufen dürfte. Die aus hunderten Pornofilmen entnommenen Szenen sind tatsächlich gar nicht so häufig mit dem eigentlichen Geschlechtsakt im Fokus, dennoch fliegen eine Menge nackte Brüste und haarige Genitalbereiche des männlichen wie weiblichen Geschlechts durchs Bild und selbstverständlich wird auch gehörig gevögelt - das ist schließlich der Dreh- und Angelpunkt der "Handlung". Ich liebe Synchros und gerade diese trashige Version mit geradezu peinlich-witzigen Nachvertonungen von z.B. Schießereien zu den ohnehin schon trashigen Bildern von laser-schießenden Vaginas trägt ihren Teil bei - besonderes Lob geht aber an die sehr freie Übersetzung und das Vortragen durch Oliver Kalkofe und Peter Rütten, die totsicher ihren Spaß bei der Arbeit gehabt haben werden.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen