Bohnanza 20 Jahre

Bohnanza 20 Jahre

Genre: Kartenspiel • Familienspiel
Autor: Uwe Rosenberg
Spieleverlag: AMIGO
Empfohlenes Alter: 12
Spieldauer: 45 Minuten
Anzahl Spieler: 3 bis 5

Bohnanza 20 Jahre   04.02.2017 von Richie1st

Rosenbergs Bohnen werden 20 Jahre alt, ein Grund zu feiern. Ob das Spiel ein Klassiker ist oder inzwischen altbacken wirkt, erfahrt Ihr hier...

 

Das Material und die Vorbereitung

 

In der für "Amigo" typischen kleinen Kartenschachtel kommt das Spiel daher. Das Design ist gewohnt witzig aufgemacht, genauso wie die 112 Spielkarten. Das Material der Karten ist wie erwartet gut. Die Vorbereitung für eine Partie ist in wenigen Augenblicken erledigt. Jeder Spieler legt eine "Bohnenfeld"-Ablage vor sich und schon kann der Startspieler bestimmt werden. Diese Ausgabe hat noch eine Besonderheit: Man muss sich entscheiden, ob man mit den "Gartenbohnen" ODER den "Springbohnen" spielen möchte. Die andere der beiden Sorten muss für diese Partie dann aus dem Spiel genommen werden. Die restlichen Karten werden gemischt und fünf Handkarten an jeden Spieler ausgegeben. ACHTUNG: Gleich an dieser Stelle sei die wichtigste Regel des Spiels erwähnt: Die Reihenfolge der Karten auf der Hand darf nicht mehr verändert werden. Die erste Karte die ich erhalten habe, ist auf meiner Kartenhand auch als erstes zu sehen.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung kommt als Miniheftchen mit sechszehn Seiten daher. Die kleinen Bildchen mit Beispielen unterstützen die auch sonst schon gute Beschreibung.

 

Das Spielziel

 

Wer die meisten Bohnentaler sammeln kann, hat am Ende gewonnen.

 

Der Spielablauf

 

Der Startspieler wird zum ersten aktiven Spieler und führt der Reihe nach die folgenden Schritte durch:

 

1. Die erste Bohnenkarte aus der Hand anbauen. Und zwar wirklich die erste. Dieser Spielzug ist ein Muss! Dazu wird die Karte auf ein Bohnenfeld der Ablage vorm Spieler abgelegt. Den nächsten Schritt kann man machen, muss aber nicht. Die nun erste Karte auf der Hand kann  ebenfalls auf der Bohnenfeldablage angebaut werden. Entweder beginnt man durch diese Aktion eine Kartenreihe auf  einem Bohnenfeld oder verlängert sie. Sollte bereits eine Karte ausliegen, darf ich nur dieselbe Bohnensorte darauf ablegen.

 

2. Nun deckt der aktive Spieler zwei Karten vom Nachziehstapel auf und legt sie für alle Spieler sichtbar neben den Stapel. Der aktive Spieler darf diese beiden Karten entweder behalten, oder zum handeln benutzen. Der Handel unterliegt natürlich gewissen Regeln.

 

  • Nur der aktive Spieler darf mit allen anderen Spielern handeln. Die restlichen Spieler untereinander nicht.
  • Man darf beim Handeln auch Handkarten anbieten, egal an welcher Stelle sie sind.
  • Karten, die man beim Handel bekommt, dürfen nicht weitergehandelt werden.
  • Karten, die schon auf den Ablagefeldern liegen, dürfen nicht gehandelt werden.
  • Es darf mit unterschiedlicher Kartenzahl gehandelt werden, zum Beispiel zwei für eine.
  • Wenn der Empfänger einverstanden ist, dürfen Karten auch verschenkt werden.

 

3. Die gehandelten Karten müssen nun angebaut werden. Der aktive Spieler natürlich auch die vorher aufgedeckten, falls diese nicht gehandelt wurden. Die Reihenfolge des Anbaus bestimmen die Spieler selbst. Kommt es nun vor, dass ein Spieler Bohnen anbauen muss, welche nicht zu seiner bisherigen Auslage passen, muss nun erst ein Feld abgeerntet werden. Wie das funktioniert, wird gleich nach Punkt vier noch erklärt.

 

4. Der aktive Spieler zieht drei Karten vom Nachziehstapel und steckt sie genau in dieser Reihenfolge hinter seine noch vorhandenen Handkarten. Der Spieler links wird nun neuer aktiver Spieler.


Das wichtigste Element des Spiels ist das Abernten. Hierbei werden die Bohnentaler/Siegpunkte generiert. Es kann sein, dass abgeerntet werden muss, da nach der Handelsphase kein Bohnenfeld mehr für eine neue Bohnenart zur Verfügung steht. Oder es geschieht jederzeit im Spiel freiwillig. Abhängig davon wie viele Bohnen ich nun auf einem Feld liegen habe, welches abgeerntet wird, gibt es unterschiedlich viele Bohnentaler. Auf jeder Karte sind ganz unten Zahlen aufgedruckt und darüber Talersymbole. Diese geben an, bei welcher Menge abgeernteter Bohnen es wie viele Taler gibt. Die abgebauten Karten werden auf einen Ablagestapel gelegt. Man behält nur so viele Karten wie man Bohnentaler erhalten hat. Diese Karten werden allerdings auf die Rückseite mit der Münze gedreht. So lassen sich am Ende leicht die Siegpunkte zählen.

 

In Phase vier einer jeden Runde werden ja drei Karten vom Nachziehstapel gezogen. Sollte dieser leer sein, wird der Ablagestapel gemischt und wieder als Nachziestapel bereitgestellt. Wenn der Nachziehstapel dann zum dritten Mal leer wird, endet das Spiel.

 

Bildergalerie von Bohnanza 20 Jahre (10 Bilder)

Lieferumfang

 

  • Spielkarten
  • 5 Bohnenfeldablagen
  • 1 Spielanleitung

Das Fazit von: Richie1st

Richie1st

 

Auch nach 20 Jahren kann man Bohnanza noch prima spielen. Durch die witzigen Grafiken wirkt es frech und frisch und auch der Spielmechanismus macht total viel Spaß. Gelegenheitsspielern kann man es in wenigen Minuten erklären und auch Vielspieler werden immer wieder Spaß an ein paar Runden finden. Ich würde sagen: Auf in die nächsten 20 Jahre Bohnanza.


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