Buffalo Soldiers 44

Buffalo Soldiers 44

Originaltitel: Miracle At St. Anna
Genre: Action • Drama • Kriegsfilm
Regie: Spike Lee
Hauptdarsteller: Michael Ealy • Laz Alonso
Laufzeit: ca. 154 Minuten
Label: Pandastorm Entertainment
FSK 16

Buffalo Soldiers 44   28.02.2011 von Panikmike

Spike Lee sollte unter den Filmfans ein bekannter Name sein. Sein Werk "Malcolm X" war vor Jahren eine richtige Granate, doch "Buffalo Soldiers 44" soll nochmal alles toppen. Mit über 45 Millionen Dollar Budget produzierte er den aufwändigen Kriegsfilm über afro-amerikanische Soldaten im zweiten Weltkrieg…

Die Geschichte handelt von vier tapferen schwarzen Soldaten, die für die US Army im zweiten Weltkrieg kämpfen. Der Krieg ist 1944 bis nach Italien vorgedrungen und es scheint bald das Ende der Schlacht gekommen. Die Wehrmacht versucht den Vormarsch der alliierten Truppen aufzuhalten, in dem sie verschiedene Verteidigungslinien bauen. Die Amerikaner hingegen versuchen die Deutschen zu finden und die Linien zu durchbrechen. Der 92. Infanterie wird der Befehl gegeben den Auftrag schnellst möglichst auszuführen. Mit dabei sind die vier schwarzen Soldaten Bishop (Michael Ealy), Hector (Laz Alonso), Stamps (Derek Luke) und Sam (Omar Benson Miller). Doch während eines deutschen Angriffs verlieren sie ihre Kumpanen und sind von nun an auf sich alleine gestellt. Auf dem Weg aus der Hölle kommen sie zu einer einsamen Hütte, die gerade zerbombt wird. Keiner der Soldaten wusste, dass sich ein kleines Kind darin befand, welches den verlassenen Ort zum Spielen benutzte. Da das Kind nicht ihr Feind ist beschließen sie den verwundeten Jungen mitzunehmen und in ein nahegelegenes Dorf zu bringen. Dort werden sie mit offenen Armen empfangen und sie spüren Gefühle, die sie zu Hause in Amerika nicht haben – Gleichberechtigung und Respekt. Nach ein paar Tagen freunden sie sich mit den dort wohnenden Menschen an und verbünden sich mit den Partisanen. Der Angriff der Deutschen steht bevor und nur zusammen haben sie eine Chance…

Spike Lee erzählt in seiner aufwändigen Produktion das Zusammenspiel und auch den Konflikt der verschiedenen Rassen, die eigentlich gleich sind. Damals war ein Schwarzer teilweise nichts wert und der Weiße benutzte sie im Krieg als Kanonenfutter. Dies merkt man auch im Film, denn Spike Lee legte sehr viel Wert drauf, dass der Zuschauer den Rassenhass spürt. Die Afroamerikaner kämpften genau so an der Front wie ihre weißen Kollegen, doch die Anerkennung blieb nur den Weißen. Respekt war die meiste Zeit ein Fremdwort und Menschlichkeit und Gleichberechtigung gab es für viele Leute gar nicht. So traurig alles klingt, so gut hat Spike Lee doch diese Problematik aufgefangen und auf die Leinwand gebracht. Der Film beinhaltet Action, extrem viel Dramatik, aber auch eine kleine Liebesgeschichte, wobei es hier um die Liebe von einem Soldaten zu dem Kind geht. Er sieht ihn an wie einen kleinen Bruder, obwohl sie sich unter solchen Umständen kennengelernt haben. Auch wenn die Geschichte an sich lange dauert und manche Szenen auch unnötig sind, so ist der gesamte Film trotzdem sehenswert.



Die Blu-ray Qualität kann sich sehen lassen, auch wenn sie sicherlich nicht zu der Referenz gehört. Die Farben sind ein wenig blass, jedoch ist dies als Stilmittel eingesetzt worden. Es soll die triste Kriegswelt zeigen, was auch sehr gut gelungen ist. Die Schärfe des Films passt, aber leider ist fast im kompletten Film der typische Filmkorn zu sehen. Beim Ton ist es ebenso. Er ist gut, aber man hat schon besseres gehört. Die Trennung der Kanäle ist sehr gut, ebenso die deutsche Übersetzung. Die Effekte kommen aus den hinteren und seitlichen  Boxen, aber leider fehlt hier ein wenig die Dynamik. Bei einem Kriegsfilm muss es überall scheppern und hier ist dies nicht immer der Fall. Hat man nach dem langen Film noch Lust sich einige Informationen über den Film einzuholen, so kann man sich die Extras ansehen. Der Zuschauer bekommt ein paar Deleted Scenes, ein historisches Essay und ein paar Sachen mehr.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Seit „Der Soldat James Ryan“ fand ich kaum mehr einen Kriegsfilm gut, da man natürlich immer mit hohen Erwartungen an die Sache rangeht. „Buffalo Soldier 44“ kann James Ryan zwar nicht ganz das Wasser reichen, jedoch ist er nah dran. Die Thematik ist zwar eine ganz andere, doch die Umsetzung ist grandios. Spike Lee hat einfach Ahnung von dem was er tut. Die Geschichte wird gut präsentiert, auch wenn man den Film ein wenig kürzer hätte machen können. Dies ist aber nicht negativ, da keine einzige Szene langweilig ist. Manche wirken lediglich ein wenig zäh. Wer solche Filme mag, der sollte sich „Buffalo Soldier 44“ auf alle Fälle kaufen, denn es lohnt sich wirklich. Für alle die nicht genau wissen was auf sie zukommt gibt es immer noch die Videothek um die Ecke.


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