Cabin Fever 2 - Unsichtbarer, lautloser, tödlicher. Was bitte erwartet mich von dieser Fortsetzung? Das war mein erster Gedanke als ich den Film eingelegt habe. Werde ich enttäuscht werden oder gar von einem Meisterwerk überrascht?
Ich greife hier einfach einmal vorweg, denn das Meisterwerk, welches ich mir insgeheim gewünscht hätte, ist es nicht geworden. Ist auch nicht verwunderlich, wenn man den ersten Teil von "Cabin Fever" von Eli Roth gesehen hat, der ja auch nicht wirklich ein überragender, geschweige denn guter Film gewesen ist, Zu meiner Überraschung wurde ich allerdings auch nicht gänzlich enttäuscht.
Cabin Fever 2 nimmt sich selber nicht wirklich ernst und treibt jedes Ami-Vorstadt-Highschool-Klischee auf die Spitze. Hier will der Schönling die Dicke wegen einer Wette rumkriegen, da wird ein tollpatschiger Außenseiter zum Opfer und die Hauptpersonen liegen irgendwo dazwischen. Es gibt ein Seuchenkommando, Rednecks, schwule Schulrektoren und entstellte Biologielehrerinnen. Leider entwickelt keine der Figuren ein Eigenleben oder gar einen eigenen Charakter in den man sich hineinversetzten könnte. Was sich bei der Story auch als recht schwierig erweist. Denn es gibt nämlich keine. Der Film beginnt irgendwo auf einer Landstraße mit einem toten Reh und einem gestörten Sheriff, durchläuft eine wilde Metzel- und Ekelorgie auf einem Abschlussball einer Highschool und endet schließlich in einem Stripclub. Schade, schade. Da hätte man sich wirklich besseres einfallen lassen können.

Wenn man jetzt einmal von der ziemlich dünnen Story absieht, die wie gesagt leider wenig bis gar nicht vorhanden ist, hat dieser Film hat so ziemlich alles was ein Horror-/ Splattermovie mit hohem Trash-Faktor haben muss. Es schießt literweise Blut aus allen nur denkbaren Körperöffnungen. Riesige Eiterblasen und Geschwüre platzen auf. Halbe Menschen kriechen durch den Raum oder speien Blutfontänen, die an den Druck eines Feuerwehrschlauches erinnern lassen. Hier werden Splatterfans auf jeden Fall auf ihre Kosten kommen, zumal ich schon schlechtere Effekte dieser Art gesehen habe. Man hat sogar versucht ein paar wenige Schockmomente einzubauen, die leider so plump sind ,dass man sich eher erschreckt, wenn man sich selber beim Lachen erwischt. Hier wurde wirklich auf alles verzichtet was Spannung oder gar Gruselstimmung aufkommen lassen würde.
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