Im Leben eines Helden gibt es mehr oder auch manchmal weniger epische Momente. Gabriel ist Held einer Geschichte, die noch lange, lange erzählt werden wird. Eine Geschichte die keinen Anfang und kein Ende besitzt und dennoch bis in die letzte Minute spannend bleibt. Wollt ihr mehr über Gabriel wissen, so taucht mit uns in ein aufregendes Abenteuer ein …
Es regnet und ein paar Bauern stehen mit Fackeln um mich. Um mich herrum ist es ist ziemlich dunkel,doch der Mond wirft ein leichtes Licht auf das Dorf. Alles ist zerstört, ein Pferd liegt am Boden und überall riecht es nach Tod. Im Hintergrund befindet sich ein kleiner Brunnen, den ein sanftes grünes Licht umgibt. Als ich Wasser daraus trinke, geht es mir gleich viel besser. Eine Stimme erklärt mir sogleich, dass dies das Heilwasser einer bestimmten Quelle sei. Da ich ein Kämpfer bin, muss ich auf meinem Weg, wann immer es mir schlecht geht oder ich bluten sollte, Ausschau nach diesen Brunnen halten.
Im Kampf kann das schon mal passieren. Ich bin ein harter Bursche, kenne dennoch den Schmerz allzu gut. Jetzt kann ich meine Mission endlich antreten. Beim Verlassen des Dorfes höre ich, wie die Bauern schreien weglaufen. Ich drehe mich um und da steht es. Es ist riesig – undefinierbar.Sofort ist mir klar: Ich muss ihn töten. Das überdimensionale Monster dachte sich in diesem Moment sicherlich dasselbe, denn schon Sekunden später fiel er über mich her. Nur mit einem Trick kann ich dem Monster entkommen. Aber er ist schneller als ich. Es gibt nur eine Möglichkeit: Ich muss meine Waffe ziehen und das Monster besiegen. Der Kampf – bei dem ich mehr als einmal das Gefühl habe, dass ich das nicht überleben werde – geht einige Minuten. Ich habe Angst und wünsche mir nichts mehr, als dass ich abhauen kann. Aber ich bin geschickt und habe eine mächtige Waffe, die das Monster chancenlos erscheinen lässt und es ergreift die Flucht. Die Bauern stehen wie versteinert neben mir und starren mich mit seltsamen Blicken an. Hätten sie mir bloß geholfen, dann wäre das Ungetüm jetzt tot.
Ach ja, ich heiße übrigens Gabriel und bin auf der Suche nach dem Wächter des Sees. Ich besitze eine Kralle und möchte das Monster finden, das diese verloren hat. Aber ich bin mir sicher, dass es mich von alleine finden wird, dort drüben im Wald. Ich bin ein Edelmann mit einer roten Robe – oder sagen wir lieber einer roten Rüstung. Meinen Gürtel zieren verschiedene Dolche und eine lange Peitsche, die aber nicht aus Leder sondern aus einzelnen Kettengliedern besteht. Meine Stiefel sind aus hartem Stahl geschmiedet und damit bin ich gut für einen Kampf gerüstet. Jedoch bestehen sie nicht aus einem Guss, sondern aus verschiedenen Gliedern, die aneinander geschmiedet worden sind. Links trage ich eine Peitsche die wie ein Kreuz geformt ist. Eine Waffe, die mit einem gut platzierten Schlag tödlich sein kann. So ausgestattet mache ich mich auf den Weg, in den düsteren Wald, um mein actionreiches Leben fortzuführen.
Der Mond scheint so hell, dass ich das Monster aus der Ferne gut beobachten kann. Der Wald ist unheimlich, kein Wunder, dass sich selten ein Mensch so tief rein wagt. Sagen erzählen, der Wald würde von Träumen geplagt.Ich spüre die Unruhe, die auf diesem Platz herrscht. Aber ich darf nicht aufgeben, meine Aufgabe steht fest. Es regnet immer noch und es ist kalt, nur das Feuer vor mir wärmt mich. Ich muss mich auf meine Aufgabe konzentrieren, ich darf mir keine Fehler leisten. Was mache ich hier eigentlich? Was bringt mich dazu, so etwas zu tun? Während ich träume erscheint mir eine weibliche Gestalt. Sie schwebt vor mir und ich habe das Gefühl, sie zu kennen. Ist es der Liebe wegen, warum ich verzweifelt bin? Ich kenne mich nicht mehr aus, was macht diese Frau? Und vor allem wer ist sie? Durch das Heulen eines Wolfes werde ich geweckt. Es regnet immer noch, nur das Feuer ist erloschen. Selbst unter Tage scheint der Wald sehr unheimlich. Ich bin mir nicht mehr so sicher, ob ich meine Aufgabe fortsetzten soll. Aber kann ich überhaupt noch zurück? Dann passiert etwas Seltsames. Ein blaues Portal öffnet sich und ein Pferd tritt heraus. Es kennt mich, weiß genau was ich hier suche und spricht zu mir. Soll ich diesem eigenartigen Wesen trauen? Ich entscheide mich dafür, dem Pferd zu trauen und bereue es nicht. Gut, dass ich mich für diesen Weg entschieden habe, denn von der gestrigen Kreatur haben es plötzlich mehrere auf mich abgesehen. Dank des Pferdes komme ich davon; ich glaube es gibt doch einen Gott, der auf mich herabschaut. Oder war es nicht eine göttliche Stimme, die aus dem Pferd sprach? Es wird mich beschützen, egal wohin mein Weg führt. Interessanterweise vertraue ich der Stimme, obwohl ich keine dazugehörige Person gesehen oder gespürt habe.
Doch da ich unbedingt weiterleben möchte, da es noch sehr viel zu entdecken gibt, bleibt mir keine andere Wahl. Die Welt ist groß und als Abenteurer ist es meine Pflicht, bis an ihr Ende zu reisen. Denn es gibt jede Minute etwas Neues zu sehen, Schätze zu bergen und unbekannte Orte zu entdecken.
Meine Reise führt mich durch Täler, auf Berge, in alte Ruinen und über Schluchten. Orte, die ich mir niemals erträumt hätte. Ich wusste bis zu diesen Zeitpunkten nicht, dass die Welt so schön sein kann. Überall dichte Bäume und Büsche und noch mehr für mein Auge. Auch wenn ich in einer grausamen Gegend bin, so ist die Welt um mich herum einfach unglaublich schön. Sonnenstrahlen lassen die Orte des Todes nicht mehr so grausam erscheinen. Unsere Welt ist sehr detailreich, wenn man mal genauer hinsieht. Seitdem ich meine Reise angetreten bin, betrachte ich die Dinge intensiver und so bemerke ich erst jetzt, dass Sümpfe mit ihrem aufsteigenden Gasen so eine verschwenderische Schönheit besitzen können. Im Gegensatz zu den Monstern, die sich dort befinden. Sie sind ekelhaft und grausam und kennen nur die Befriedigung ihrer Grundbedürfnisse: Fleisch, Hunger und Tod. Wieder und wieder treffe ich bei meinem Abenteuer auf Kreaturen, die ich nicht mal meinem ärgsten Feind wünschen würde. Sie sind brutal und treten meist in Gruppen auf. Wäre ich doch nicht so alleine, dann wäre mein Leben einfacher. Da ich es mir jedoch so ausgesucht habe, kämpfe ich mich Stück für Stück vorwärts, um an mein Ziel zu kommen. Würde mich jemand fragen was mein Beruf ist, so müsste ich antworten: Ich bin ein Actionheld!
Manchmal bin ich zu Fuß unterwegs und manchmal schwinge ich mit meiner Kette durch die Gegend oder ich reite auf meinem treuen Gefährten über Stock und Stein. Meine Waffen begleiten mich und ich bin froh, eine exzellente Kampfausbildung zu haben. Unterwegs finde ich öfters mal nützliche Dinge, die ich für mein Leben brauchen kann. Mein erster Schatz war der Teil eines Medaillons, das mir mehr Lebenskraft verleiht, wenn ich es vervollständigen kann. Wenn da nicht die Monster wären. Sie lassen mir kaum eine ruhige Minute. Stehts muss ichauf der Hut sein und aufpassen wohin ich gehe und was ich anfasse. Die Gefahr ist groß und der Geruch von Blut liegt in der Luft. Wer jedoch seine Augen offen hält, entdeckt viele Dinge für den Kampf gegen das Böse. So muss man bei brennenden Kugeln zwar schnell sein, doch es lohnt sich. Brennt die Lunte komplett ab, wird eine Explosion die Gegner zerschmettern. Doch man sollte in diesem Augenblick nicht hinsehen. Denn just in diesem Moment verwandelt sich die atemberaubend schöne Gegend in ein Schlachtfeldund das Blut spritzt in Massen. Gut das ich meine Rüstung von Haus aus in rot gewählt habe, wobei ich mir sicher bin, dass jede andere Farbe mittlerweile nicht mehr sichtbar wäre. Die Welt ist grausam und ich bin mittendrin.

Seit Anbeginn meiner Reise höre ich eine gottähnliche Stimme in meinem Kopf. Während meiner gesamten Reise habe ich festgestellt, dass diese Stimme genau weiß, was richtig und was falsch ist. Gut, dass ich der englischen Sprache mächtig bin, denn sonst würde ich nicht verstehen, was die Stimme mir während meiner Reise zu sagen hat. Meine gesamte Reise ist von engelsähnlichen Gesängen untermalt, welche schon fast Gesänge oder Musik entsprungen sein könnten. Manchmal werden diese Klänge schneller, gefühlsbetonter und lauter. Es scheint, als würden sie sich der Situation anpassen, in der ich mich gerade befinde. Dies ist alles sehr seltsam, ich bin mir nicht sicher, ob ich überhaupt ein Mensch bin. Existiere ich wirklich oder bin ich nur ein Produkt der Fantasie eines anderen Menschen? Ach ja, vielleicht sollte ich einfach weniger über mein Leben nachdenken und mich mehr meiner Mission widmen. Ich werde mich nun erneut in die schweren Pfade der Welt begeben und weiterhin Monster töten, reiten, klettern, Rätsel lösen und alles, was zu meinem Heldenleben gehört. Ich hoffe nur, dass das bald ein Ende haben wird.
Kommentare
17.10.2010 22:31:49 von Redakteur: Panikmike
Danke für eure Kommentare. Das war mein erster Artikel in dem Stil, da gibts natürlich noch mehr Potential. Die Schweirigkeit besteht darin, im Tagebuch alles zu schreiben, ohne das Spiel zu erwähnen. Wie hätte man mehr einbauen können, habt ihr Vorschläge? @Oli : Du willst mehr über das Gameplay, schwierig das in so einem Text zu verankern. Aber lass dir eines gesagt sein, das Spiel ist der Hammer. Gameplay wie ein Action-Slasher mit Hirn. Also wie Dante´s Inferno als Premium Game, weniger Gekloppe dafür mehr Stil!
17.10.2010 11:53:14 von Olli
ein interessanter Ansatz und es wäre bestimmt mehr drin gewesen. Wie Manu schon gesagt hast, fällst Du etwas aus der Rolle. Moderne Begriffe wie "Actionheld" mögen da nicht so ganz passen. Außerdem schreibst Du, dass Du (also der "Held") einsam bist und Angst hast... geht ja mal gar nicht für einen "Actionheld". Du wechselst auch in zwei aufeinander folgenden Sätzen von "ich" auf "man", was den Lesefluss sofort wieder unterbricht. Von diesen "Kleinigkeiten" abgesehen, fehlen mir bei dieser Review einfach essentielle Informationen, z.B. über das Gameplay. Würde diesen "Tagebuch-Review" Stil gerne noch mal lesen, wenn es das Spiel hergibt, dann aber mit etwas mehr Informationen und passender integriert.
17.10.2010 11:28:18 von Pohlchen
Macht definitiv Laune auf das Spiel. Der Review vermag uns in eine andere Welt zu verführen. ;) Also um abwechslung reinzubringen, TOP.
16.10.2010 23:48:13 von Manu
Schöner Ansatz des Schreibstils, der aber noch etwas mehr Feinschliff gebrauchen könnte. Hier und da fällst du aus der Rolle :-) Schade finde ich nur, dass es an manchen Stellen einfach nicht zu Gabriels Gedanken passt, zum Beispiel weiß er ganz genau, dass ihm seine tote Frau erscheint, aber das lasse ich mal als künstlerische Freiheit durchgehen ;)
16.10.2010 22:53:46 von Christopher Kloiber
Hier und da ein paar Macken in der Review, aber mal was neues^^ good job, du Held ;)
16.10.2010 21:48:48 von Flo
Super gemacht Gabriel ... Ähhm ich meine Mike ! Das liest sich wirklich mal erfrischend anders.
16.10.2010 14:46:49 von Steve
Ich muss sagen das dieser Test wirklich sehr gut ist, einmal etwas völlig anderes. Es liest sich schön spannend und man kann mit Gabriel mitfühlen. Man versteht auch immer gleich worum es geht und alles ist super erklärt. Am besten finde ich die Beschreibung von Grafik und Ton! Sehr gute Arbeit Panikmike! Weiter so :)