Child of Eden

Child of Eden

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Q? Entertainment
Genre: Action
Sub-Genre: Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 16.06.2011
USK 6

Child of Eden   08.07.2011 von Xthonios

Unendliche Weiten, ferne Welten. Alle diese kleinen Planeten sind umhüllt von Eden. Eden umgibt uns. Überall im Universum sind in Eden die menschlichen Erinnerungen gespeichert. Doch ein Virus bedroht all unser Wissen und zerstört Eden. Rette unsere Erinnerungen, rette Eden!

Das nachstehende Gespräch wurde auf einem Tonband entdeckt und wird nun live und ungeschnitten wiedergegeben.


Hallo Herr Doktor, ich hatte gestern Nacht wieder einen Traum, der so realistisch war, dass ich dachte, ich tu es wirklich.

Nun, Sie bezahlen für die Stunde, als legen Sie sich auf die Couch und erzählen Sie mir davon.

Nun ich war im Wohnzimmer und wie in Trance bewegte ich mich durch die Matrix und überall um mich herum, leuchtete es in bunten Farben.

Waren Sie etwa gestern wieder in diesem Schuppen, wo man Sachen in die Drinks gekippt bekommt?

Nein, ich war daheim und hab nur einen Film geschaut.

Na das erklärt doch alles. Dann haben Sie von dem Film geträumt.

Nein, ich hab Alice im Wunderland angeschaut und …

Das könnte die bunten Farben erklären.

Jetzt lassen Sie mich doch einmal ausreden. Also um mich herum überall leuchtende Strukturen, ich schwebte durch das Internet. Es war unfassbar.

Das stimmt, Internet im Jahre 2011 ist wirklich unfassbar. Wahnsinn dieser Fortschritt.

Sie nehmen mich doch auf den Arm. Ich zahle doch keine 200 Euro, damit sie mich für dumm verkaufen können.

Das würde ich niemals tun. Erzählen Sie mir doch mehr von Ihrem allumfassenden Internet.

Also ich stand im Wohnzimmer und vor meinen Augen wirbelten die tollsten Strukturen umher. Inmitten von alldem schwebte ich im gigantischen Raum. Aber dieses bunte Etwas, dieses Eden, wurde von hinterhältigen Viren angegriffen. Ich wurde auserkoren, das Internet zu retten!!

Und wie wollten Sie das anstellen?

Mit meinen Händen. Ja, jetzt schauen Sie nicht so skeptisch. Das war so: Mit der linken Hand konnte ich immer einen Laser abfeuern und mit der rechten Hand konnte ich Ziele markieren und anschließend mit einer schnellen Bewegung der rechten Hand diese Ziele zerstören. Jedes Mal, wenn ich ein Ziel zerstört habe, erklangen musikalische Laute, als wollte es mich anspornen fortzufahren.  Ich war wie gefesselt von den Klängen und den visuellen Effekten. Es war wie ein Fest der Sinne, ich war wie im Rausch. Ich konnte nicht mehr aufhören. Immer weiter flog ich durch die Tiefen von Eden und kämpfte mich von Gegner zu Gegner. Im Hintergrund schallte die ganze Zeit wundervolle Musik, die ich mithilfe meiner Abschüsse sogar beeinflussen konnte. Es war wie ein absolutes Hochgefühl, was ich sonst nur... sie wissen schon, was ich meine.

Ich vermute es einfach mal. Aber erzählen Sie doch bitte weiter.

Nun, natürlich ist das nicht alles gewesen. Die Viren stellten sich in allerlei Formen dar. Riesige digitale Wale, wundervoll leuchtende Blumen oder auch als großer golden leuchtender Phönix, der durch die Lüfte schwebt. Nach und nach kämpfte ich mich so durch fünf sogenannte Etappen, bis ich letzten Endes am Ziel angekommen war. Ich habe Eden und die gesamten Erinnerungen der Menschheit gerettet. Und dieses wundervolle Wesen, dieses grazile Mädchen namens Lumi dankte mir und lud mich in ihr Reich ein. Ich sage Ihnen, ich war hin und weg nach dieser Reise. Eine totale Reizüberflutung, die meinen Körper fast in Ekstase versetzt hat.

Ja und weiter? Ich meine, das war doch nicht alles oder? Wie lange dauerte der Kampf? Waren Sie auch mal in Gefahr?

Nun ich hatte das Gefühl, dass ich ewig dort am kämpfen war, aber es fühlte sich auf unerklärliche Weise an wie 60-90 Minuten. Aber in dieser Zeit habe ich mich ordentlich verausgabt. Sie können mir glauben, ich bin schweißgebadet aufgewacht. Und was die Gefahren anging - Diese Viren haben natürlich zurückgeschossen. Aber zu meinem Glück wurden solche Geschosse immer in einer besonderen Farbe dargestellt, fast so als wollten Sie mir eine Chance geben. Natürlich habe die meistens sofort mit meinem Laser in der linken Hand abgeschossen. Die Markierungen mit der rechten Hand brachten irgendwie keinen richtigen Erfolg.

Hm, okay, 60-90 Minuten klingt nach einem ziemlich kurzen Abenteuer, meinen Sie nicht? Wenn das ein so faszinierender Traum war, muss Sie das doch enttäuscht haben, oder nicht?

Nun das stimmt schon, aber aufgrund dieser Farben und der Töne ist die Zeit wie im Fluge vergangen. Zeit wurde relativ. Alles war einfach so überwältigend, ich kann es anders nicht beschreiben. Die Waffen in meinen Händen folgten mir präzise, ich empfand keinerlei große Verzögerungen oder Störungen. Sie kennen so etwas ja aus Filmen, wo die Leute immer Probleme haben mit der Justierung oder der Steuerung. Das alles gab es bei mir nicht.

Ja und ansonsten? Was haben Sie gemacht, als alles vorbei war? Sie sprachen von einer Lumi.

Ja Lumi, eine künstliche Intelligenz in diesem virtuellen Universum. Sie erzählte mir, dass ich mich überall frei bewegen könnte. Sie zeigte mir sogar noch einen weiteren Ort, in welchen ich Herausforderungen annehmen konnte, um mich für zukünftige Angriffe weiterer Viren vorzubereiten. Auch teilte sie mir mit, dass ihr zahlreiche Dinge verloren gegangen sind und ob ich diese nicht zurückbringen könnte. Sie würden erscheinen, wenn man die Etappen erfolgreich gesäubert hat.

Und dann? Jetzt erzählen Sie doch weiter!

Nun, gerade als alles perfekt schien, Eden gerettet und ich mit Lumi vereint in diesem Universum, zehrte eine Dunkelheit an mir und riss mich fort aus diesem Paradies.

Riss Sie fort? WOHIN?

Zurück in mein Wohnzimmer, plötzlich war alles dunkel. Ich war allein, um mich herum nur die triste Realität. Doch etwas war anders.

WAS?

Ich hielt etwas in meinen Händen.

Muss ich Ihnen alles aus der Nase ziehen?


Sie lachen mich doch bestimmt jetzt aus.

Nein ganz sicher nicht, wenn Sie mir jetzt endlich alles erzählen würden.


Ein XBOX Spiel - Child of Eden
 


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Child of Eden ist ein absolut neuartiges Spielerlebnis. Die Macher von "Rez" und "Lumines" haben hier wirklich ein faszinierendes Spielkonzept geschaffen und nahezu perfekt umgesetzt. Endlich mal ein Spiel, dass fast ausschließlich für Kinect ausgelegt und programmiert wurde. Natürlich kann man dieses Spiel auch mit dem Controller spielen, die Steuerung ist hier ein klein wenig einfacher und präziser, aber der Spielspaß ist persönlich gesehen ziemlich eingeschränkt. Auch wenn das Spiel mit knapp zwei Stunden Spielzeit recht kurz ist, nimmt man diesen Nachteil für die wahre Reizüberflutung gern hin. Auch wenn ich gern objektiv bleibe, hat mich dieses Spiel einfach gefesselt und fast zu einem Fanboy werden lassen. Farben, Musik und Umgebung sind einfach überwältigend. Natürlich lebt das Spiel auch von der Größe des Bildschirms. Ich kann nur sagen, auf einem Full-HD Beamer ist das Erlebnis grandios. Die Kinect-Steuerung ist ebenfalls recht präzise, nach einer kurzen Eingewöhnung ist alles eine reine Koordinationssache. Die Sammelerfolge spornen einen an, die einzelnen Level mehrfach durchzuspielen und so seinen Highscore zu verbessern und in den Bestenlisten zu präsentieren. Für mich ist Child of Eden aufgrund der Andersartigkeit - neben Alice: Madness Returns - ein Highlight des Jahres 2011


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Einfaches, aber fesselndes Spielprinzip
  • Eindrucksvoller Soundtrack
  • Präzise Kinect-Steuerung
  • Auch mit dem Controller spielbar
  • Kurzer Spielspaß
  • Kein Mehrspielermodus
  • Für Kinder zu schwer





Kommentare[X]

[X] schließen