Cookies

Cookies

Genre: Brettspiel • Kinder • Familie
Autor: Hartmut Kommerell
Spieleverlag: Huch!
Empfohlenes Alter: 5
Spieldauer: 30 Minuten
Anzahl Spieler: 2-4

Cookies   09.09.2018 von Born2bewild

Auch heute ist das Backen, insbesondere Kekse oder Plätzchen, für viele Kinder ein Highlight. Loki hat dieses Prinzip in einer klebefreien, aber auch teigfreien Version ins heimische Wohnzimmer gebracht. Ob das Keksebacken auch mit Cookies Spaß macht oder man doch lieber richtig backen sollte, erfahrt Ihr in unserem Review…

 

Das Material und die Vorbereitung

 

Die Verpackung von Cookies ist sehr kompakt und robust. Das Design ist sehr kinderfreundlich und lässt sofort ein Kinder- oder Familienspiel vermuten. Im Inneren der Verpackung kommt dann eine wahre Kartonflut auf den Spieler zu. Dies ist aber auch eine der Stärken des Spiels: Das Spielmaterial. Denn anstatt auf ein eher langweiliges Spielbrett zu setzen, gilt es hier erst einmal einen dreidimensionalen Backofen aus Pappe zusammenzustecken. Sogar an einen Verschluss für die Klappe wurde gedacht. Hat man das erledigt, wird das gesamte Spielmaterial bereitgelegt.

Dazu gehören die beiden Backbleche, die für alle gut erreichbar positioniert werden, sowie die Kekse und Streusel, die als Vorrat ausgelegt werden. Die Uhr wird ebenfalls mit dem grünen Alarmstein in die Tischmitte gelegt. Der größere Minutenstein wird auf die Zwölf und der kleine Stundenstein in die Mitte auf die 0 gelegt. Dann erhält der Startspieler die drei Würfel und es geht los.

 

Die Anleitung

 

Die Anleitung ist mehrsprachig und wirkt daher sehr umfangreich. Sie umfasst auf Deutsch aber nur vier Seiten. Die Regeln werden mit vielen Bildern erklärt. Sie ist sehr einfach verständlich und innerhalb weniger Minuten durchgelesen. Als besonderes Schmankerl befindet sich am Ende noch ein Keks-Rezept. Allerdings fanden wir die fertigen Kekse daraus nicht so gut, da sie zum Großteil nur aus Zucker bestehen.

 

Das Spielziel

 

Cookies ist ein kooperatives Spiel, bei dem die Spieler versuchen, ihre Kekse innerhalb von vier Spielstunden auf die Bleche zu bekommen, zu dekorieren und zu backen. Läuft die Zeit ab, bevor das Blech mit den letzten Keksen im Ofen ist, verlieren die Spieler, schaffen sie es innerhalb der Zeit, alle Kekse zu backen und sind die letzten Kekse im Ofen, gilt das Spiel als gewonnen.

 

Bildergalerie von Cookies (10 Bilder)

Der Spielablauf

 

Beginnend mit dem Startspieler müssen die Spieler reihum würfeln und anhand der Würfel Aktionen durchführen. Die Würfel zeigen entweder einen oder zwei Kekse oder Streusel. Daraus ergeben sich dann die folgenden drei Möglichkeiten, aus denen der Spieler eine auswählen darf:

 

  • Kekse auf ein Blech legen
  • Streusel auf Kekse legen
  • Kekse naschen

 

Entscheidet er sich für die erste Aktion, so darf er entsprechend der Symbole auf den Würfeln so viele Kekse einer gewählten Form auf ein Backblech legen, wie die Würfel anzeigen. Dabei dürfen auf einem Backblech aber immer nur Kekse einer Form liegen und keinesfalls gemischt werden. Bei den Streuseln ist es etwas einfacher, hier darf zwar auch nur auf einem Backblech dekoriert werden, aber beliebige Farben auf freie Kekse. Je Streuselsymbol darf man zwei Streusel legen. Das Naschen der Kekse kommt dann zum Einsatz, wenn man keine der auf den Würfeln angezeigten Aktionen durchführen kann. Dann nimmt man einen Keks von einem der Bleche runter und legt ihn zurück in den Vorrat. War der Keks bereits dekoriert, kommen die Streusel auch in den entsprechenden Vorrat. Im Regelfall schafft man es nicht alle seine Würfel zu verwenden. Für jeden Würfel, der nicht zur aktuellen Aktion passt, muss man die Uhr um eine Minute vorstellen. Das ist aber nicht nur ein Nachteil, sondern kann auch beim Backen ein Vorteil sein. Denn ist ein Blech voll, darf der aktuelle Spieler es in den Ofen stellen. Dann wird geschaut, auf welcher Farbe der Minutenzeiger steht und der Alarmstein auf die nächste Minute gestellt, die dieser Farbe entspricht. Somit braucht das Blech vier Minuten bis es fertig ist. Ist der Alarmstein erreicht, nimmt man das fertige Blech heraus, legt die fertigen Kekse beiseite und der Ofen und das Blech stehen für weitere Kekse zur Verfügung. Jedes Mal, wenn der Minutenstein die Zwölf passiert, wird der Stundenstein in der Mitte um eine Stunde vorgestellt. Schaffen es die Spieler, das Blech mit den letzten Keksen in den Ofen zu stellen, bevor der Stein die Vier erreicht, gilt das Spiel als gewonnen. Gelingt das nicht, haben die Spieler ihre Aufgabe nicht erfüllt und das Spiel verloren.

 

Möchte man das Ende noch etwas Aufwerten, so kann man am Spielende noch die verbliebenen Minuten als Pluspunkte oder fehlende Kekse als Minuspunkte werten.

 

Lieferumfang

 

  • 1 dreidimensionaler Backofen
  • 2 Backbleche
  • 36 Kekse
  • 36 Streuselplättchen
  • 3 Würfel
  • 1 Uhr
  • 1 Stundenstein
  • 1 Minutenstein
  • 1 Alarmstein
  • 1 Anleitung

Das Fazit von: Born2bewild

Born2bewild

Alex:

In meinen Augen ist die Idee des Spiels sehr gut und ihre Stärke ist vor allem das Spielmaterial. Der dreidimensionale Ofen macht schon was her und das Spiel bringt zu anderen Spielen Abwechslung auf den Tisch. Allerdings ist es definitiv ein Kinderspiel, das auf Dauer leider vom Spielprinzip dann schnell eintönig wird. Auch ist es vermutlich für Kinder, die dann auf die Schule gehen schon zu langweilig. Davon ab liebt es aber unser Fünfjähriger und spielt es sehr gerne. Ich vergebe hier daher 6-7 Punkte, da es für die Zielgruppe der Fünfjährigen (oder sogar jünger) gut geeignet ist und mir das Spielmaterial sehr gut gefällt, darüber hinaus dann aber meiner Meinung nach zu einfach ist.

 

Josi:

Um die Eingangsfrage zu klären: man sollte lieber richtige Kekse backen, aber das hier ist eine saubere, unklebrige Alternative dazu. Nichts abzuwaschen, kein Ofen anschmeißen, keine Zeit im Auge behalten, aber auch keine Schüssel auslecken und leckere Kekse essen. Wägt selbst ab, was euch lieber ist ;) Ansonsten schließe ich mich Alex an. Mehr als eine 7 ist es nicht, der Ofen ist aber supercool.


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