Das Haus der Vergessenen

Das Haus der Vergessenen

Originaltitel: The People Under the Stairs
Genre: Horror
Regie: Wes Craven
Hauptdarsteller: Brandon Quintin Adams
Laufzeit: DVD (98 Min) • BD (102 Min)
Label: Koch Media Home Entertainment
FSK 16

Das Haus der Vergessenen   16.12.2018 von Panikmike

Horrorregisseur Wes Craven starb 2015 an einem Hirntumor, hinterließ aber bei Fans einen unvergesslichen Eindruck und sehr gute Horrorfilme wie Scream, Nightmare on Elm Street oder The Hills have Eyes. Es gibt aber auch einige Werke, die nicht so einen Bekanntheitsgrad erlangt haben, aber durchaus sehenswert sind. Das Haus der Vergessenen ist so ein Film und wir haben uns die Veröffentlichung von Koch Media im Mediabook angesehen…

 

Inhalt

 

Poindexter „Fool“ Williams (Brandon Adams) wohnt zusammen mit seiner Schwester und seiner an Krebs erkrankten Mutter in einer kleinen Absteige mitten im Ghetto. Ihr Vermieter möchte sie von dort heraushaben, da er das Haus abreißen möchte um einen neuen Komplex zu bauen. Der Freund der Familie, Leroy (Ving Rhames), kommt auf die Idee zusammen mit Fool und seinem Kumpel Spenser (Jeremy Roberts) in das Haus des Vermieters einzubrechen, da er gehört hat, dass dieser einen Goldschatz versteckt haben soll.  Als Eldon (Everett McGill) und seine Frau (Wendy Robie) am nächsten Tag nicht zu Hause sind, brechen die drei Kriminellen bei ihnen ein und entdecken eine regelgerechte Festung, aus dessen Keller seltsame Stimmen zu hören sind…

 

Das Haus der Vergessenen wurde von Kultregisseur Wes Craven, der unter anderem durch Filme wie Nightmare on Elm Street und Scream bekannt wurde, gedreht und auch das Drehbuch ist von ihm. Es ist aber kein reinrassiger Horrorfilm, sondern eher ein Mix aus Horror, Märchen und sozialem Drama, gewürzt mit einer Prise unfreiwilliger Komik. Oftmals wird von einer Horrorkomödie gesprochen, das ist aber zu weit hergeholt. Zwar gibt es immer mal wieder ein paar Lacher, die höchstwahrscheinlich vom Regisseur nicht beabsichtigt waren, dennoch kann man nicht von Komödie sprechen. Der Großteil ist gruselig, beängstigend und auch von den Schauspielern sehr gut gespielt, sodass man Schauspieler Brandon Adams vor allem das ängstliche aber auch mutige Kind in einem fremden Haus total abnimmt. Das Setting ist zum Großteil im Haus angesiedelt, was ebenso gruselig wirkt und auch sehr gut zu der Geschichte passt.

 

Der Film spielte über die Zeit über das 6-fache des Budgets ein und war somit ein finanzieller Erfolg. In Deutschland war er 25 Jahre lang auf dem Index und wurde erst im Januar 2018 wieder von der Liste gestrichen, dafür erhielt er in der aktuellen Fassung eine Altersfreigabe ab 16 Jahren – dennoch in ungekürzter Form.

 

Details der Blu-ray

 

Das Bild ist dem Alter des Films entsprechend sehr gut geworden. Ein Bildrauschen ist dennoch permanent zu erkennen, was in manchen dunklen Szenen ein wenig stört, aber nicht weiter schlimm ist. Die Farben sind ein wenig blass, was aber der Atmosphäre des Films zuzuschreiben ist. Der Kontrast und die Schärfe sind gut, nur in manchen dunklen Szenen im Keller des Hauses wirken manche Aufnahmen ein wenig unscharf. Die deutsche Synchronisation ist gelungen, der Ton kommt altersbedingt nur aus den vorderen Boxen. Dafür ist die Kanaltrennung aber sauber und zu jederzeit sind die Stimmen gut zu verstehen. An Extras gibt es eine Masse an interessanten Infos. Neben verschiedenen Audiokommentaren sind auch mehrere Featurettes, ein Blick hinter die Kulissen und ein Making-of auf der Extra-Disc zu finden.

 

Bildergalerie von Das Haus der Vergessenen (9 Bilder)

Details des Mediabooks

 

Das Mediabook ist erneut im typischen Koch-Media-Format: dicker aber ein wenig kleiner als bei den meisten anderen Herstellern. Das Cover zeigt ein tolles Artwork mit den Hauptdarstellern, die Rückseite beinhaltet Szenenfotos, den Klappentext und generelle Information. Im Inneren befinden sich der Film auf DVD und Blu-ray und eine Extra-Disc, auf denen alle Specials zu sehen sind. Interessant sind nicht nur die Extras, sondern auch das 20-seitige-Booklet mit Fotos zur Produktion und einem Text von Christian Keßler.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Auch wenn der Tenor im Internet zu Das Haus der Vergessenen eher mittelmäßig ist, so habe ich mir meine eigene Meinung gebildet und schweife erneut von der allgemeinen Meinung ab. Der Film ist zwar teilweise unfreiwillig komisch, dennoch ist die Atmosphäre gruselig und man möchte nicht in der Haut des kleinen Jungen stecken. Die Figuren der Bösewichter sind zwar ein wenig überzogen, das Ganze hat mir aber nichts ausgemacht. Ich mag das Haus, die gruselige Stimmung und auch die verschiedenen Situationen, in die Fool immer wieder gerät. Von mir gibt es einen Daumen nach oben mit 8 von 10 Punkten.


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