Dei Mudder sei Gesicht

Dei Mudder sei Gesicht

Originaltitel: Dei Mudder sei Gesicht
Genre: Komödie
Regie: Simon Mora • Hardy Strohn
Hauptdarsteller: Simon Mora • Hardy Strohn
Laufzeit: Ca. 91 Minuten
Label: Sunfilm
FSK 16

Dei Mudder sei Gesicht   07.02.2011 von Panikmike

Dei Mudder sei Gesicht ist ein absoluter Amateurstreifen, der mittlerweile eine große Fangemeinde hinter sich hat. In Baden Württemberg hatte der Film großen Erfolg, so dass die jugendlichen Darsteller kurz danach einen zweiten und dritten Teil drehten. Doch wie haben es die Amateure geschafft, dass der Film so bekannt wird?

In Baden Württemberg ticken die Uhren anders, das sieht man zumindest so, wenn man den Film „Dei Mudder sei Gesicht“ gesehen hat. Ein paar Jugendliche im Alter von 20 und 21 Jahren machten sich den Spaß, einen Film zu drehen und ihn dann in ein paar umliegenden Videotheken zu zeigen. Der Film war bis dato unbekannt und wurde nur von Hand zu Hand gereicht. Mittlerweile hat er einen absoluten Kultstatus erreicht und das ist natürlich Grund genug, ihn in einer besseren Version auf DVD zu bannen.

Im Gefängnis lernen sich Kermet Dünger, Lorenzo di Napoli und Öcrem Drehcram kennen. Die Drei können sich von Beginn an leiden und beschließen auszubrechen, um dann gemeinsam ein paar Dinger zu drehen. Nach gelungener Flucht schließt sich gleich noch ein Freund von Kermet an und besorgt ihnen eine Waffe. Jetzt kann es losgehen, die fantastischen Vier setzen ihre Verbrecherkarriere fort. Die Laufbahn geht auch einige Tage gut, bis sie schließlich an den Falschen treffen. Bei einer heftigen Auseinandersetzung stirbt Kermet, doch er erwacht kurze Zeit später als Zombie wieder. Natürlich muss er sich nun rächen und stellt die ganze Welt auf den Kopf.

Der Film handelt von drei ausländischen Möchtegern-Gangstern, die den ganzen Tag nur dumme Sprüche ablassen, Dummheiten machen und Verbrechen begehen. Eine richtige Geschichte hat der Film nicht, man sollte sich auch keine Sekunde lang den Kopf über die Handlung zerbrechen, da es kaum logische Zusammenhänge gibt. Der Sinn des Films ist jedoch ein anderer, er nimmt diverse Gruppierungen aufs Korn und rückt das Thema Satire in ein anderes Licht. Gekonnterweise wird er aber nicht rassistisch, trotzdem wurden ein paar Schauspieler des Films nach der Veröffentlichung krankenhausreif geschlagen. Grund genug mit all dem Schmerzensgeld Teil 2 zu drehen. Doch back to Topic! Die drei Hauptcharaktere, ein Albaner und zwei Türken, werden von den Laiendarstellern gekonnt gespielt, auch wenn sie teilweise ein wenig übertreiben. Doch die Grundaussage liegt auf der Hand: Rassismus sollte man nicht unterstützen! Der Film ist sehr schwer zu beurteilen, denn ein Hobbyprojekt mit einem „richtigen“ Film zu vergleichen ist einfach unmöglich.

Zum Schluss noch ein paar Worte zur Qualität. Das Bild ist leider total mies, dies ist aber logisch, da die Jungs damals nur eine billige Kamera zur Verfügung hatten. Leider wurde das Material 1:1 auf DVD gebrannt. Man könnte meinen, es wäre direkt von Youtube aufgenommen worden. Doch wenn keine bessere Qualität vorhanden ist, dann kann zaubern, was man möchte und es wird nicht besser. Beim Ton wurde nachgebessert, die Stimmen sind verständlich, teilweise sogar rauschfrei. Auch hier ist es logisch, dass die Qualität oft dumpf und verrauscht ist. Doch eines wurde komplett überarbeitet, die Musik zwischen und während den Szenen ist astrein, rauschfrei und gut umgesetzt. Auch bei den Extras wurde etwas gemacht, Fans können sich Interviews ansehen, türkische Mitbürger bekamen eine eigene Tonspur.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Wow, was soll ich an dieser Stelle zu diesem Film sagen?! Ich kenne ihn seit seiner Veröffentlichung und fand ihn schon immer etwas Besonderes. Der Humor ist Geschmackssache, doch eines muss man den Jungs lassen, vor 14 Jahren hätte ich mich nicht getraut, so etwas zu drehen. Kein Wunder, dass sich viele ausländische Bürger auf den Schlips getreten fühlten, doch gegen Ausländer zu sein, war nie die Absicht des Films. Ich für meinen Teil finde ihn zwar gewagt, aber trotzdem irgendwie kultig. Film-Fans kann ich nur eines raten, leiht Euch den Film aus und bildet Euch Eure eigene Meinung dazu. Daher bekommt der Film von mir auch keine Bewertung, da es in meinen Augen einfach schlicht unmöglich ist, dieses Werk zu benoten.


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