Der Babadook

Der Babadook

Originaltitel: the Babadook
Genre: Horror • Thriller
Regie: Jennifer Kent
Hauptdarsteller: Essie Davis • Noah Wiseman
Laufzeit: DVD (90 Min) • BD (94 Min)
Label: Capelight Pictures
FSK 16

Der Babadook   19.09.2015 von Xthonios

Auf dem Sundance Film Festival sorgte er bereits für Überraschungen, am 07.05.2015 landete der Film in den deutschen Kinos. Jetzt erscheint Der Babadook auf Blu-ray und DVD und wir wollten wissen, ob der Film wirklich das verspricht, was die internationalen Stimmen so flüstern...

 

Seit dem Tod ihres Mannes wird die alleinerziehende Mutter Amelia (Essie Davis) von den vergangenen Ereignissen heimgesucht: Als ihr Ehemann sie zur Geburt des gemeinsamen Sohnes ins Krankenhaus brachte, kam es zu einem Autounfall. Nur Amelia und der unmittelbar nach dem Unfall geborene Samuel (Noah Wiseman) überlebten.

 

Knapp sieben Jahre später lässt Amelia das schreckliche Ereignis immer noch nicht los. Aber auch Samuel wird von Albträumen geplagt, in denen er von einem unheimlichen Monster gejagt wird. Mit selbst gebauten Waffen und Knallkörpern will er sich gegen das Ungeheuer zur Wehr setzen. Samuels lebhafte Fantasie führt dabei aber verstärkt zu Problemen im Alltag: In der Schule, auf dem Spielplatz und bei anderen Kindern eckt er mit seinem teils irrationalen Verhalten an. Auch Amelia selbst hat Probleme, das Verhalten ihres Sohnes zu ertragen – schließlich jähren sich Todestag ihres Gatten und Geburtstag ihres Sohnes bald wieder und Samuel raubt ihr mit seinen Ängsten zunehmend den Schlaf.

 

Als Samuel eines Abends das seltsame und unheimliche Kinderbuch mit dem Titel „Mister Babadook“ in seinem Zimmer entdeckt und seiner Mutter überredet, ihm die beklemmend düstere Erzählung als Gute Nacht-Geschichte vorzulesen, eskaliert das Geschehen zunehmend. Denn in dem Buch droht die furchteinflößende Kreatur, der „Babadook“, dem Leser damit, sich in dessen Leben zu schleichen und sich daraus nicht mehr vertreiben zu lassen. Obwohl Amelia die nächtlichen Albträume ihres Sohnes zunächst als Ausgeburt kindlicher Einbildungskraft abtut, scheint die fiktive Figur tatsächlich vom Leben der Mutter und des Sohnes Besitz zu ergreifen. Amelia gerät dabei zwischen ihrem anstrengenden Job als Altenpflegerin und der Herausforderung durch ihren zunehmend verstörten Sohn an die Grenze ihrer Belastbarkeit. Als Samuel im Keller des Hauses spielt, in dem Amelia die Andenken an ihren verstorbenen Gatten aufbewahrt, kommt es zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden. Amelia verliert die Kontrolle über ihr Leben und die Grenze zwischen Wahn und Wirklichkeit verschwimmt und plötzlich kann auch sie ihn sehen: den Babadook.

 

Bildergalerie von Der Babadook (8 Bilder)

Werfen wir doch einmal einen Blick auf die Disk. Uns liegt das Steelbook vor, welches sowohl außen wie auch innen bedruckt ist. Die Hülle macht einen sehr edlen Eindruck und spiegelt mit den dunklen Farben auch die Gesamtstimmung des Films wider. Das FSK-Logo befindet sich auf der Verpackung und nicht auf dem Steelbook selbst. Im Steelbook finden wir jedoch nur die Blu-ray vor.

 

Kommen wir nun zur technischen Seite des Streifens. Bildtechnisch präsentiert sich der Film im Breitbildformat 2,35:1. Den gesamten Film über finden wir bis auf ein paar Ausnahmen nur wenig Farben und kräftige Kontraste vor. Die bewusst gewählte Farblosigkeit untermalt so hervorragend auch die Gesamtstimmung des Films und Amelias Leben. Umso kräftiger können die Schwarzwerte überzeugen. Ein Bildrauschen konnten trotz der vielen Schattierungen und dunklen Szenen nicht gefunden werden. Wie bei Capelight üblich, überzeugt auch die Tonqualität der Blu-ray wieder. Auf der Disk liegen sowohl eine deutsche und englische verlustfreie und nicht komprimierte DTS-HD Master Audio Tonspur vor. Die Dialoge sind jederzeit klar verständlich, die Hintergrundgeräusche und Effekte werden sauber auf alle Boxen verteilt und auch der Bass meldet sich in einzelnen Szenen kräftig und sauber. Die Extras können sich ebenfalls sehen lassen. Neben mehreren Making-ofs finden wir auch ein Kurzfilm über die Romanvorlage "Monsters" sowie Informationen zu den Special Effects und Weiteres vor.


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Nach dem Trailer erwartete ich einen waschechten Horrorfilm. Doch ich wurde von einem sehr tiefschichtigem Film überrascht, der das Thema Angst und Verdrängung in eine neue Dimension gehoben hat. Zu Beginn wird man mit dem unerträglichen und verzogenen Sohn Samuel und der recht verloren wirkenden Mutter Amelia konfrontiert, die nahezu emotionslos durchs Leben wandelt. Doch während der Film zu Beginn recht lange vor sich hin tröpfelt, nimmt er im späteren Verlauf Fahrt auf und bietet teilweise verstörende und schockierende Bilder. Die trostlose Stimmung wird auch durch die blassen und zumeist fehlenden Farben hervorragend verdeutlicht. Insgesamt gesehen hinterlässt Der Babadook einen gemischten Eindruck. So ist das Thema wirklich grandios und besitzt eine enorme Botschaft, aber wirkt teilweise zu steril und zu perfektionistisch, sodass der Film sich nicht entscheiden kann, welches Genre er gern sein möchte.


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentar verfassen

Schreibe hier einen Kommentar. Du musst einfach alle Felder, die mit einem *-markiert sind, ausfüllen.

Noch 1000 Zeichen übrig

Meine Eingaben merken?

Ich akzeptiere die AGBs


Kommentare[X]

[X] schließen