Der Glücksbringer

Der Glücksbringer

Originaltitel: The Benefactor
Genre: Drama
Regie: Andrew Renzi
Hauptdarsteller: Richard Gere • Dakota Fanning
Laufzeit: DVD (88 Min) • BD (92 Min)
Label: KSM Film
FSK 12

Der Glücksbringer   27.06.2016 von MarS

Richard Gere ist nunmehr seit über 40 Jahren im Filmgeschäft und kann auf eine beeindruckende Zahl an Filmen zurückblicken, von denen einige, wie beispielsweise Pretty Woman aus dem Jahr 1990, zu absoluten Klassikern zählen. Dabei konzentrierte sich der wandelbare Darsteller nie auf ein bestimmtes Genre, sondern zeigte immer wieder, dass er die Zuschauer auch nach Jahren noch überraschen kann. Nun erscheint das im Jahr 2015 produzierte Drama Der Glücksbringer - Liebe gibt es nicht umsonst völlig unscheinbar direkt auf DVD und Blu-ray, und wir haben uns den Film genauer angeschaut.

 

Für den Milliardär Franny (Richard Gere) ist es das Schönste, seinen Freunden durch finanzielle Zuwendungen und Geschenke eine Freude zu machen. Als jedoch bei einem Autounfall die Eltern der kleinen Olivia (Dakota Fanning) sterben, zieht sich der ebenfalls schwer verletzte Franny zurück und versinkt einsam und verlassen in Schuldgefühlen. Einige Jahre später betritt Olivia erneut Frannys Leben, und in ihm keimt erneut seine alte Leidenschaft auf. Er verschafft Luke (Theo James), dem Mann der schwangeren Olivia, einen Job in seinem eigenen Krankenhaus und überschüttet die Beiden mit Geschenken. Während Olivia sich nichts dabei denkt, da sie es schon als Kind gewohnt war, von Franny reichlich beschenkt zu werden, beginnt Luke an seinen Motiven zu zweifeln. Als sich dieser auch noch immer mehr in das Leben der jungen Familie einmischt scheint eine Konfrontation zwischen allen Beteiligten unausweichlich und die Vergangenheit, die tiefe seelische aber auch körperliche Spuren hinterlassen hat, droht Franny endgültig zu überwältigen. 

 

Der Glücksbringer erzählt die traurige Geschichte eines gebrochenen Mannes, der alles hat was man sich wünschen kann und dennoch eigentlich gar nichts sein Eigen nennen darf. Diese tragische Figur wird vom alten Hasen Richard Gere derart intensiv und einnehmend verkörpert, dass die übrigen Darsteller wie Dakota Fanning oder auch Theo James, welche allesamt sehr gute Leistungen abliefern, dahinter verblassen und der Film nahezu einer One-Man-Show gleicht. Wie auch in der Geschichte selbst dreht sich die ganze Inszenierung völlig um den charismatischen aber eigentlich am Boden zerstörten Milliardär und seinen stillen Schrei nach Liebe und Buße, wobei dieser stets glaubwürdig und authentisch bleibt. Gerade das sorgt letztendlich auch für das stimmige Gefühl beim Zuschauer, welches einen trotz der prinzipiell simplen Geschichte ohne jegliche Längen in ihren Bann zu ziehen weiß und einen die Gefühle der Hauptfigur beinahe selbst durchleben und mitfühlen lässt. 

 

Bildergalerie von Der Glücksbringer (7 Bilder)

Das Bild der Blu-ray ist weitestgehend sehr gut mit einer beständigen, sauberen Schärfe und feiner Detailgebung. Auch die Farben sind natürlich. Leider ist der Kontrast nicht immer perfekt und auch der Schwarzwert lässt häufiger etwas zu wünschen übrig. Stetiges Filmkorn fällt vor allem in dunklen Bereichen und Nachtszenen unschön auf und verstärkt den unsauberen Eindruck des Schwarzwerts. Der Ton ist für den eher ruhigen, dialoglastigen Film hervorragend und zeichnet sich durch klare Dialoge und feine, dezente, aber stets hörbare Surroundeinbindung bei deutlicher Signalortung aus. Der schöne Soundtrack des Films nutzt das gesamte Spektrum der Anlage und unterstützt dadurch toll die Atmosphäre.


Das Fazit von: MarS

MarS

Nach dem Lesen der Inhaltsangabe hatte ich mir eigentlich einen Thriller erwartet, wurde letztendlich aber von einem feinfühligen, vor allem von Hauptdarsteller Richard Gere hervorragend gespielten Drama überrascht, dass durch seine Intensität und Glaubwürdigkeit ins Herz trifft und einen emotional wirklich berührt. Auch wenn die Geschichte in Der Glücksbringer - Liebe gibt es nicht umsonst recht einfach gestrickt ist, so schafft sie es dank der stimmigen Inszenierung dennoch, ohne jegliche Längen zu unterhalten. Fans von Richard Gere sollten hier auf jeden Fall zuschlagen, denn dieser trägt den Film nahezu im Alleingang.


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