The Social Network

The Social Network

Originaltitel: The Social Network
Genre: Drama
Regie: David Fincher
Hauptdarsteller: Jesse Eisenberg
Laufzeit: Ca. 120 Minuten
Label: Sony Pictures Home Entertainment
FSK 12

The Social Network   10.03.2011 von Panikmike

Mittlerweile ist fast jeder, der sich online mit den verschiedensten Menschen unterhalten möchte, Mitglied bei Facebook. Viele Menschen können sich ein Leben ohne diese Internetplattform gar nicht mehr vorstellen. Dieses Megaprojekt ist noch gar nicht so alt und wurde von einem Jugendlichen erfunden, der inzwischen eine der reichsten Personen der Welt ist.  Das allein bietet genug Stoff, um einen Film über diese Person zu drehen…

Der Film beginnt im Herbst 2003 mit der Trennung von Mark Zuckerberg (Jesse Eisenberg) und seiner Freundin (Rooney Mara). Der Harvard Student weiß zwar nicht was er falsch gemacht hat, jedoch nimmt er die Trennung mit einem Lächeln hin und geht seinen eigenen Weg. Ein Grund könnte die viele Zeit vor seinem Computer sein. In Fachkreisen wird so ein Mensch „Nerd“ genannt! Ein echtes Leben gibt es kaum,  denn die meiste Zeit widmet sich Mark seinem Hobby: Er programmiert Webseiten.

Irgendwie hat ihn die Trennung aber doch mitgenommen und voller Wut auf seine Ex-Freundin programmiert er eine Internetseite, auf der man Studentinnen nach ihrem Äußeren beurteilen kann. Man bekommt zwei verschiedene Frauen vorgesetzt und muss sich für die hübschere entscheiden. Doch da sich keine Frau bei so einer Seite freiwillig anmelden würde, hackt er sich in die verschiedensten Server der Universitäten aus der Umgebung und zieht sich die Fotos und Informationen aus deren Datenbank. Die Seite wird von den Studenten der umliegenden Universitäten so geliebt, dass eines Tages sogar der zentrale Server abschmiert. Die Strafe für den Absturz juckt ihn jedoch überhaupt nicht, denn sein nächstes Projekt ist schon in Planung. Zusammen mit seinem Freund Eduardo Saverin (Andrew Garfield) entwickelt Zuckerberg ein Netzwerk, in dem man sich mit anderen Interessierten austauschen kann. Eduardo wird zum CFO  (Kaufmännischen Geschäftsführer) ernannt und Zuckerberg erledigt den Rest. Beide ahnen nicht, dass ihre Community, genannt „The Facebook“, so einen Erfolg haben wird. Doch nicht nur die vielen User weltweit werden auf das Projekt aufmerksam, sondern auch zwei Brüder, die angeblich die Idee zu dieser Homepage hatten. Schon nach kurzer Zeit flattert ein Schreiben eines Anwalts durch Marks Tür. Diese Anzeige ist jedoch nur eine Kleinigkeit, denn was ihm in der nächsten Zeit blüht hätte er sich nicht zu träumen gewagt…

Jeder der Facebook kennt und nutzt, der wird schon nach ein paar Minuten des Films den Kopf schütteln. Mark Zuckerberg ist ein Genie und ein unangenehmer Mensch zugleich. Mit seinen jungen Jahren hat er aus einem Hobbyprojekt einen Giganten gezaubert und wurde somit zu einem der reichsten Menschen der Welt. Der Film selbst ist perfekt gedreht, denn man kann sich den Werdegang des sozialen Netzwerks ohne IT-Kenntnisse vorstellen. Die Dialoge sind absolut passend, die Schauspieler überzeugen und die Qualität des Gesamtwerks passt. Alleine schon die perfekte Kommunikation der Nerds ist gigantisch und amüsant zugleich. Jeder, der ein wenig Ahnung von Computer hat, weiß an dieser Stelle was ich meine. Doch die Krönung des Films ist die Leistung von Jesse Eisenberg, der Mark Zuckerberg unglaublich gut spielt. Man weiß zwar nicht, ob sich die Geschichte wirklich genau so zugetragen hat, doch man kann es sich dank Jesse so vorstellen. Seine Mimik und sein Handeln sind unglaublich und ich denke keiner hätte diese Rolle besser spielen können.

„The Social Network“ ist ein intelligenter Film, der sehr realistisch dargestellt ist und trotzdem die gesamte Geschichte in Frage stellt. Hat Mark Zuckerberg wirklich alles geklaut oder wollten die Brüder ihn nur abzocken? Warum wurde sein Freund und Mitgründer verklagt? Diese und viele Fragen stellt man sich nach dem Film und sieht ihn dann gleich nochmal an, um sich vielleicht selbst die eine oder andere Frage beantworten zu können. Die Biographie von Mark Zuckerberg alias „The Social Network“ ist grandios und gut umgesetzt, besonders weil man sich nicht einfach für oder gegen den Hauptcharakter entscheiden kann. Ist er denn wirklich so böse wie er im Film dargestellt wird??? Entscheidet selbst…

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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich selbst bin fast täglich bei Facebook und daher interessierte mich die Entstehung dieses Monsterprojektes sehr. Dass Mark Zuckerberg über Leichen ging war mir zwar klar, jedoch konnte ich es mir nicht so wirklich vorstellen, wie das IT-Genie dies gemacht hat. Der Film wurde sehr gut in Szene gesetzt, vor allem Jesse Eisenberg ist grandios. In meinen Augen hätte er den Oscar für den besten männlichen Schauspieler verdient, doch die drei Oscars für den besten Schnitt, die beste Filmmusik und das beste adaptierte Drehbuch sind auch gerechtfertigt. Neben Jesse Eisenberg passen aber auch alle anderen Schauspieler sehr gut in den Film. Wer Facebook-Nutzer ist und sich nur annähernd für die Entstehung der Webseite interessiert, der sollte sich „The Social Network“ unbedingt kaufen. In meinen Augen ist er einer der besten Filme des Jahres 2010!


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