Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise

Genre: Brettspiel
Autor: Andreas Schmidt
Spieleverlag: Kosmos
Empfohlenes Alter: 10+
Spieldauer: Ca. 60 Minuten
Anzahl Spieler: 2 - 4

Der Hobbit - Eine unerwartete Reise   19.02.2014 von Panikmike

Vor kurzem haben wir für Euch unseren ersten Brettspieletest veröffentlicht. Und weil wir so viel Spaß am analogen Spielen haben, kommt jetzt schon der nächste Bericht vom ersten Teil von Hobbit. Beide Spiele sind zwar voneinander unabhängig, dennoch spielen sich beide ähnlich und können sogar zusammengebaut werden. Mehr dazu im Artikel …

 

Das Spielbrett, das Material und die Vorbereitung

 

Das Spielbrett ist aufgeklappt ebenso groß, wie beim zweiten Teil (58 x 44 Zentimeter). Darauf ist ein Weg zu sehen, der aus 53 begehbaren Feldern besteht. Für den Zauberer Gandalf gibt es fünf extra Felder, ebenso einen Pfad mit 13 Feldern für den bösen Ork. Im Spiel selbst gibt es 20 Bewegungskarten für vier Spieler, 26 Abenteuerkarten und 72 Karten aus drei Bereichen (Auenland, Bruchtal und Carrock). Rein optisch gesehen sehen die Spielbretter der beiden Teile fast identisch aus und es macht anfangs auch den Eindruck, als wären beide Teile spielerisch gleich. Dem ist aber nicht so – dazu aber später mehr.

 

Die Spielfiguren sind aus Holz und sehr einfach gestaltet worden. Neben dem lilafarbenen Bilbo gesellen sich acht Zwerge in verschiedenen Farben und ein grauer Gandalf-Spielstein dazu. Natürlich darf ein Würfel nicht fehlen und der EINE Ring, der auf Bilbo gesteckt werden kann. Innerhalb von ein paar Minuten sind die Karten gemischt, die Figuren platziert und das Spiel kann beginnen. Wer übrigens auch den zweiten Teil besitzt, kann beide Spielbretter untereinander legen und somit quasi ein großes Spiel bauen. Dadurch wird es zeitlich verlängert und auch schwieriger. Leider steht in beiden Spielanleitungen nicht, was beim Zusammenspiel zu beachten ist. Die Karten überschneiden sich teilweise und manche Regeln sind deshalb nicht klar. Daher sollten sich die Spieler vorher über die Regeln unterhalten und gegebenenfalls die eine oder andere weglassen beziehungsweise ändern.

 

Die Anleitung

 

Wer das zweite Spiel zu Hause hat, kennt die meisten Regeln und den Ablauf schon. Dennoch ist das Spiel anders und auch leichter als Smaugs Einöde. Die Spielanleitung umfasst vier Seiten, von denen aber nur drei Seiten für das Spiel interessant sind. Auf der ersten Seite ist der Start abgebildet und welche Karten und Figuren wo auf dem Brett platziert werden müssen. Der Ablauf der drei Phasen wird mit Text und Bildern beschrieben, dennoch gibt es während des Spiels die eine oder andere Frage, die in der Anleitung selbst nicht geklärt wird. Dies ist aber nicht weiter schlimm, während unserer Testphase konnten wir trotzdem weiterspielen, ohne dass unter den Spielern ein Streit aus dem Zaun brach.

 

Wie oben schon erwähnt, sind die Spielregeln von Hobbit 1 und Hobbit 2 ziemlich ähnlich, teils weichen beide Teile aber extrem voneinander ab. Wer eines der beiden Spiele kann, der muss sich lediglich kurz einlesen und versteht die jeweiligen Regeln des anderen Teils. Einerseits ist das schade, weil sich beide Spiele ähnlich spielen. Andererseits müssen die Regeln ähnlich sein, sonst könnten beide Spiele nicht zusammengebaut werden.

 

Das Spielziel

 

„Nur gemeinsam sind wir stark“ ist das Motto des Spiels. Der Hobbit – Eine unerwartete Reise geht für 2-4 Spieler, wobei es mit vier Spielern einfacher ist, insofern gut zusammengearbeitet wird. Es ist erlaubt und auch wahnsinnig wichtig, dass sich die Spieler vor jedem Zug absprechen, denn oftmals ist ein Spielzug nur sinnvoll, wenn einer oder mehre Spieler mitziehen. Das Ende des Spiels ist erreicht, wenn jeder Spieler mit einem seiner beiden Zwerge auf dem Zielfeld steht und Bilbo mit oder ohne Ring ebenso das Ziel erreicht hat. Ein einzelner Spieler kann nicht gewinnen – entweder alle oder keiner!

 

Bei bestimmten Karten wird ein Ork, der sich unten rechts in einer Spirale auf dem Spielbrett befindet, um ein Feld weiter gezogen. Hat dieser das Ende erreicht, so ist das Spiel verloren. Ebenso endet das Spiel, wenn Bilbo oder beide Zwerge eines Spielers aufgrund einer Kampfkarte gefangengenommen wurden. Einer alleine kann sich befreien oder befreit werden, beide zusammen beenden das Spiel sofort. Ihr seht, das Spiel kann aufgrund einer Unachtsamkeit eines Spielers schnell enden, oder aber wenn oft die Ork-Karte gezogen wird. Doch keine Sorge, so schnell geht das auch wieder nicht.

 

Der Spielablauf

 

Der Spielablauf ist in drei Phasen unterteilt, welche sich immer wieder wiederholen, bis das Spiel nach ca. 40-80 Minuten endet. Egal ob zwei, drei oder auch vier Spieler ihr Glück versuchen, die Phasen bleiben gleich und es gibt keine Sonderregelungen.

 

Phase 1: Eine Bewegungskarte nutzen:

Der Spieler hat fünf Karten offen vor sich liegen und muss pro Zug eine Karte ausspielen. Der darauf abgebildete Wert muss nun auf dem Spielbrett mit der Spielfigur gezogen werden. Die Karte wird daraufhin umgedreht, sodass jede Bewegungskarte zum Zug kommt. Sind alle ausgespielt, geht es von vorne los. Gezogen werden darf einer der beiden Zwerge in beliebiger Richtung. Wer auf ein Abenteuerfeld kommt, der muss eine der beiden jeweiligen Karten ziehen. Kommt es zum Kampf, so gibt es eine einfache Regel: Auf der Karte ist ein Wert abgebildet, der mit Kampfkarten von der Hand genau übereinstimmen muss. Der Wert darf nicht höher oder tiefer sein, sonst ist der Kampf verloren und der Spieler muss eine gewisse Anzahl an Feldern zurück. Wird der Kampf gewonnen, so kommt die Kampfkarte aus dem Spiel und es geht weiter mit Phase 2.

 

Phase 2: Handkarten ausspielen:

Der Spieler bekommt zum Start drei Karten, die er in der zweiten Phase ausspielen kann. Damit kann er zum Beispiel ein paar Felder ziehen oder Bilbo beziehungsweise Gandalf weiterschicken. Manche Karten können nur in bestimmten Situationen gespielt werden und finden in Phase 2 keine Bedeutung.

 

Phase 3: Handkarten nachziehen:

Sobald Phase 2 abgeschlossen ist, muss der Spieler noch zwei Karten nachziehen. Wenn er danach mehr als Sechs auf der Hand hat, müssen überzählige abgeworfen werden. Steht eine Spielfigur auf einem von sechs Spezialfeldern, so darf eine andere Karte gezogen werden. Diese sind zwar nicht zwingend besser, doch mit viel Glück gibt es Karten, welche die Zielerreichung vereinfachen. Ist diese Phase beendet, so ist der nächste Spieler wieder mit Phase 1 am Zug.

 

Bildergalerie von Der Hobbit - Eine unerwartete Reise (12 Bilder)

Lieferumfang:

 

  • 1 Spielplan
  • 118 Spielkarten
  • 8 Zwerge in 4 verschiedenen Farben
  • 1 Gandalf, 1 Bilbo mit Ring, 1 Ork-Stein, 1 Würfel
  • 1 Spielanleitung mit vier Seiten

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Vor nicht allzu langer Zeit, hatte ich das zweite  Brettspiel von Der Hobbit getestet, ohne zu wissen, dass es quasi auch einen ersten Teil davon gibt. Der Autor Andreas Schmidt schuf zwar zwei Spiele, die sich sehr ähnlich spielen, dennoch aber unterschiedlich schwer und auch in einer gewissen Weise anders sind. Die drei Phasen und auch das Spielziel ist bei beiden Spielen gleich, dennoch gibt es Unterschiede, die während des Spiels zum Tragen kommen. So hat zwar Gandalf dieselbe Funktion, dafür ist Bilbo aber schwieriger zu steuern und daher ist das Ziel auch gar nicht mal so einfach. Auch hier ist das Zusammenspiel von allen Spielern sehr wichtig, denn Einzelgänger werden die Gruppe ins Verderben reißen. Alles in allem ist der erste Teil vom Hobbit ebenso spaßig, unterhaltsam und fordernd. Mir persönlich macht aber Smaugs Einöde (Teil 2) mehr Spaß, weil ich der Meinung bin, dass es schwieriger zu spielen ist – und genau das ist meine Welt!


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positiv negativ
  • Guter Preis
  • Kann zusammen mit Teil 2 gespielt werden ...
  • Gruppenspiel – Einzelgänger haben keine Chance
  • Anleitung sehr verständlich …
  • Bilder und Szenenfotos aus dem Film
  • Teil 1 und Teil 2 sind sehr ähnlich
  • … leider wird das Zusammenspiel nicht erklärt
  • … dennoch bleiben in gewissen Situationen Fragen offen
  • Mehr Sonderkarten wären schön gewesen
  • Kaum Überraschungen und Wendungen





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