Draft Day

Draft Day

Originaltitel: Draft Day
Genre: Sportfilm
Regie: Ivan Reitman
Hauptdarsteller: Kevin Costner
Laufzeit: DVD (105 Min) • BD (109 Min)
Label: Concorde Home Entertainment
FSK 0

Draft Day   27.01.2015 von Assimilator

Kevin Costner spielt im Film Draft Day den Manager eines Footballteams am Tag des NFL Draft. Wir haben uns den Film angeschaut und sagen Euch, ob sich der Griff ins Blu-ray Regal beim Händler Eures Vertrauns lohnt ...
 
Jedes Jahr findet in den Vereinigten Staaten der sogenannte NFL Draft statt. Dabei haben die Teams der NFL die Möglichkeit, Rechte an Spieler zu erwerben, welche vorher Semiprofessionell in College- oder Universitätsteams gespielt haben. Um hierbei für eine gewisse Fairness zu sorgen, gibt es sehr strenge Regeln, welche beachtet werden müssen. Sonny Weaver Jr. (Kevin Costner) ist Manager der Cleveland Browns. Sein Team war im letztes Jahr nicht besonders überragend. Sonnys Traum ist es, endlich einen Super Bowl mit einem Team zu gewinnen, welches er selbst zusammengestellt hat. Kurz nach dem Tod seines Vaters ist er nun Manager des Teams und wittert seine Chance. Um die Möglichkeit zu bekommen, den neuen Star Quaterback Jo Callahan (Josh Pence) zu verpflichten, ertauscht sich Sonny daher den ersten Pick des Drafts von den Seattle Seahawks. Er gibt dafür jedoch seine ersten Picks der kommenden drei Jahre auf. Während die Scouts Sonny für diesen Deal feiern, ist der Coach der Browns (Denis Leary) sauer. Er möchte lieber mit dem existierenden Quarterback arbeiten und droht sogar mit seiner Kündigung. Sonny kann den Coach jedoch überreden, bis zum Ende des Drafts zu warten. Er beauftragt die Scouts der Browns, irgendwelche Schwächen von Callahan zu suchen, da er nicht verstehen kann, warum die Seahawk den ersten Pick und damit den Star Callahan, so einfach aufgegeben haben. Abgesehen von einigen Charakterschwächen können sie jedoch nichts finden. Gleichzeitig versucht der Middle Linebacker Vontae Mack (Chedwick Boseman), Sonny von seinen Fähigkeiten zu überzeugen ...
 
Für welchen der Spieler wird sich Sonny entscheiden? Kann Sonny ein Gewinnerteam zusammenstellen?
 
Draft Day versucht sich im Trailer als Footballfilm darzustellen. Mit dem klassischen Spiel hat der Film jedoch nichts zu tun. Vielmehr geht es um das Erwerben neuer Spieler vor der Session und dem Tauschen der Position in der Reihenfolge. So ähnelt das ganze eher einer Runde Poker. Die Regeln des Drafts werden leider kaum erklärt, sodass es sehr schwierig ist, dass Prozedere zu verstehen. Nichtsdestotrotz macht es Spaß, Kevin Costner in die Karten zu schauen. Er spielt seine Rolle als Manager Sonny Weaver wirklich gut, seine Sorgen, Nöte und Gedanken sind im streckenweise am Gesicht abzulesen. Hinzu kommt Jennifer Garner, welche jedoch in ihrer Rolle ein wenig zu passiv wirkt. Hier wäre mehr möglich gewesen. Dies ist leider auch bei den anderen Schauspieler so, sodass der Film fast ausschließlich von Kevin Costner getragen wird. Dabei folgt ihm die Kamera fast auf Schritt und Tritt. 
 

Bildergalerie von Draft Day (16 Bilder)

Die dabei gezeigten Bilder sehen gut aus, jedoch wird sehr oft ein Effekt benutzt, welcher bei einem Telefonat oder Gespräch beide Parteien zeigt. Ab und zu ragt dabei ein Arm, ein Bein oder ähnliches aus dem einen Bild in das andere hinein. Was zu beginn noch gut aussieht und interessant ist, nutzt sich jedoch zum Ende hin ab und nervt zum Schluss nur noch. Warum dieser Effekt zig Mal eingesetzt wird, weiß wahrscheinlich nur der Regisseur. Weitere Effekte sind kaum vorhanden, da der Film natürlich eher auf Gespräche statt Action setzt. Auch die Musik ist dementsprechend eher ruhig gehalten. Wenn es dann doch endlich zum Showdown kommt, ist sogar fast Stille zu hören, was die Spannung zum Greifen nahe bringt.
 
Die Blu-ray beinhaltet das englische Original sowie eine deutsche Synchronisation, wobei letzteres nicht ganz die Klasse des Originals erreicht. An Untertiteln ist leider nur Deutsch für Hörgeschädigte vorhanden - Schade, da wäre weitaus mehr möglich gewesen. Die Bilder auf der Datenscheibe begeistern durch ihre Schärfe, zu keinem Zeitpunkt wirkt der Film unscharf. Auch die Farb- und Schwarzwerte passen. Der Sound ist trotz DTS 5.1 Ausgabe sehr frontlastig, was bei dem Genre aber nicht wirklich verwundert.

Das Fazit von: Assimilator

Assimilator

Als ich den Trailer zu Draft Day sah, dachte ich an einen Football-Film wie An jedem verdammten Sonntag. Relativ schnell merkte ich jedoch, wie falsch ich lag. Ich selbst schaue gerne den Super Bowl und das eine oder andere Football Spiel, bin aber weit davon entfernt, ein Fan der Sportart zu sein, weshalb mir auch nicht bewusst war, was ein NFL Draft ist. Da der Film dieses Wissen jedoch voraussetzt, waren die ersten 15-20 Minuten des Films voller Pausen und Wikipedia Nutzung. Nachdem jedoch klar war, wie die Regel des Draft sind, ergibt sich der Rest des Films. Kevin Costner zeigt vor allem zum Ende hin, dass er ein guter Schauspieler ist und trägt so den Schluss fast komplett alleine. Alles in allem ein guter, wenn auch nicht überragender Film. Zuschauer, welche keine Football Enthusiasten sind, sollten jedoch erst hier schauen, wie der NFL Draft funktioniert. 


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