El Dorado

El Dorado

Originaltitel: The Search for El Dorado
Genre: Abenteuer • Action
Regie: Terry Cunningham
Hauptdarsteller: Shane West • Natalie Martinez
Laufzeit: Ca. 192 Minuten
Label: Eurovideo
FSK 16

El Dorado   02.02.2011 von Panikmike

Abenteuerfilme mit Helden á la Indiana Jones und Lara Croft sind bei der Bevölkerung sehr beliebt. Darum kommen auch immer wieder mal Filme, die andere Mythen und Sagen aufgreifen und sich dem Genre bedienen.  In ´El Dorado´ geht es um die Suche nach der Goldenen Stadt, die angeblich existieren soll, bisher aber von Niemandem gefunden wurde…

Die Geschichte um El Dorado beschäftigte bisher viele Archäologen, Schriftsteller und Abenteurer. Jack Wilder (Shane West) ist einer von ihnen, sein größter Traum ist die Entdeckung der goldenen Stadt. Eines Tages erhält er einige Hinweise, wo sich die Stadt und somit unendlicher Reichtum befinden könnten. Seine Expedition führt ihn zuerst nach Peru. Dort trifft er unerwarteterweise auf den Söldner Sam (Luke Goss), der ihm nach dem Leben trachtet. Sein Auftraggeber ist ein reicher Mann, der es sich nicht leisten könnte, wenn die Goldene Stadt eines Tages gefunden wird. Die Goldpreise würden in den Keller gehen und das kann dieser nicht zulassen. Daher hat er Sam engagiert, Jack daran zu hindern. Doch Jack ist ein kleiner MacGyver, er kann sich aus jeder Situation wie eine Schlange herauswinden. So trifft er auf seiner Reise auf seine Ex-Freundin Maria (Natalie Martinez), auf jede Menge Gefahren, Waffen und Gewalt. Nachdem er von Hinweis zu Hinweis jagt, kommt er schließlich doch noch in der verborgenen, geheimen Stadt an…

Doch kann er die Stadt überhaupt betreten? Kann Jack den Fallen trotzen? Existiert die Goldene Stadt El Dorado wirklich? Und was würde Jack mit all dem Gold machen?

El Dorado ist sichtlich eine Fernsehproduktion, die auf zwei Teile ausgelegt ist. Im Januar 2011 wurde der Zweiteiler auf SAT 1 ausgestrahlt, kurz danach erschien die Blu-ray bei EuroVideo. Die Handlung selbst ist passabel, man erkennt teilweise Parallelen zu Indiana Jones und Tomb Raider. Die Spannung ist gegeben, leider flacht diese im Laufe des Films ab. El Dorado hat seine Höhen und Tiefen, doch fast 180 Minuten sind für diese Geschichte einfach zu lang. Manche Szenen wirken aufgesetzt und blähen den Film künstlich in die Länge. Die Action kommt nicht zu kurz, doch hier merkt man teilweise das geringe Budget. Auch bei den Effekten ist es extrem sichtbar, der gesamte Schluss besteht aus billigen digitalen CGI-Effekten. Diese könnten von einem Computerspiel aus dem Jahre 2005 stammen, heutzutage ist dies mehr schlecht als recht. Trotzdem kann sich der Film sehen lassen, die Schauspieler sind teilweise bekannt und machen ihre Sache gut.

Doch nun zur Blu-ray. Die Qualität des Bildes geht in Ordnung, die meiste Zeit ist alles sehr scharf und ansehnlich. Leider sind die Farben teilweise zu hell, man merkt dies besonders bei den Wüstenszenen. Der Sand zum Beispiel sieht nicht natürlich aus. Die restlichen Farben sind ok, doch auf Blu-ray ist mehr möglich.

Der Ton hingegen ist super, alleine vom Soundtrack könnten sich viele Kinoproduktionen eine Scheibe abschneiden. Die Dolby Surroundanlage wird sehr gut ausgelastet, der Bass ebenso. Die deutsche Übersetzung ist gelungen, einige Stimmen passen aber überhaupt nicht zu den Charakteren.

Bei den Extras hat sich EuroVideo auch etwas einfallen lassen, Fans werden mit fast 20 Minuten interessantem Bonusmaterial beglückt. Auch wenn dies nicht lange ist, dafür ist das Wichtigste auf jeden Fall enthalten. Dazu gibt es dann zum Schluss noch ein paar Trailer und ein Wendecover.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Leider war ich nach dem gesamten 3-Stunden-Werk ein wenig enttäuscht. Der Film beginnt sehr interessant, Indiana Jones und Lara Craft lassen grüßen. Doch desto weiter man in die Geschichte eintaucht, desto lahmer wird die Story und desto schlimmer die Effekte. Natürlich muss man den Aspekt betrachten, dass dies eine Fernsehproduktion ist, jedoch sollte man dann auch die unnatürlichen und grausamen Effekte weglassen, wenn man sie sich nicht leisten kann. Der gesamte Schluss ist ein Graus, der bringt den Film von der Wertung weiter nach unten. Weniger ist manchmal mehr. Nichtsdestotrotz kann sich der Film sehen lassen, die Schauspieler machen ihre Sache gut und auch an der Geschichte an sich kann man nicht kratzen. Wer einen Hollywoodfilm erwartet, sollte die Finger davon lassen. Alle anderen können durchaus zugreifen, Ihr werdet sicherlich gut unterhalten.


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