Enemy

Enemy

Originaltitel: Enemy
Genre: Thriller
Regie: Denis Villeneuve
Hauptdarsteller: Jake Gyllenhaal
Laufzeit: DVD (87 Min) • BD (90 Min)
Label: Capelight Pictures
FSK 12

Enemy   06.10.2014 von Xthonios

Wer Jake Gyllenhaal hört, denkt als Erstes an Filme wie Donnie Darko, Machtlos oder auch Jarhead. In dem neuesten Werk von Denis Villeneuve spielt er einen Dozenten, der in seinem tristen Alltag verkümmert. Wir haben uns überraschen lassen und den Film für Euch angeschaut ...

 

Der Geschichtsprofessor Adam Bell (Jake Gyllenhaal) lebt ein recht eintöniges Leben. Tagsüber lehrt er an der Universität Vorlesungen, am Abend besucht ihn seine Freundin, es gibt Essen, Sex und den Abschied. Adam fühlt sich leer und sucht vergebens nach einer Art Erfüllung in seinem tristen Dasein. Doch ein zufälliges Gespräch mit einem Kollegen und der Hinweis auf einen guten Film führt zu einer Kettenreaktion, die sein bisheriges Leben vollständig durcheinanderbringt. In jenem Film entdeckt er durch Zufall einen Nebendarsteller, der ihm bis ins kleinste Detail ähnelt. Nach Verarbeitung dieser Neuigkeit packt ihn die Neugierde und er beginnt Nachforschungen über seinen Doppelgänger herauszufinden. Adam macht sich auf den Weg zu der Agentur und erhält aufgrund seiner Ähnlichkeit einen vertraulichen Brief, auf dem auch der bürgerliche Name seines zweiten Ichs steht: Anthony Claire (Jake Gyllenhaal). Aus der anfänglichen Neugierde wird eine Besessenheit und so kontaktiert er ihn und möchte ihn treffen. Doch diese Begegnung hat für beide weitreichende Konsequenzen ...

 

Wie reagiert Anthony Claire wohl auf Adam Bell? Welche Möglichkeiten hat man, wenn man wirklich einen Doppelgänger hat? Was haben die Albträume von Adam mit der ganzen Sache zu tun?

 

Bildergalerie von Enemy (11 Bilder)

Neben der eigentlichen Geschichte sorgt auch Bild und Ton für eine Art Faszination, die dieser Film auf mich verübte. Das Bild liegt im 1,85:1 (16:9) Format vor und überzeugt durch eine tolle Bildschärfe und eine gute Kantenglättung. Der gesamte Film ist in warmen Brauntönen gehalten und intensiviert gleichzeitig auch die ganze Eintönigkeit in Adams Leben. Nur vereinzelt kommen auch kräftigere oder hellere Farben zum Einsatz, meist jedoch in Verbindung mit seinem Alter Ego Anthony Claire. Auch die Hintergrundkulisse liefert soundtechnisch eine hervorragende Untermalung des gesamten Films. Immer wieder bekommt man den kräftigen Bass im Rhythmus von Herzschlägen zu spüren. Auf diese Weise fühlt man sowohl die Nervosität und auch Angst des Films quasi am eigenen Leib. Die Dialoge sind klar und deutlich und auch die restliche Surroundkulisse ist recht ordentlich. Insgesamt gesehen vervollständigt Ton und Bild den Film, hier muss man den Regisseur wirklich loben. Die Blu-ray erscheint sowohl als 1-Disc-Amaray wie auch als edles Steelbook und zusätzlich als 3-Disc-Mediabook. Das Steelbook ist ebenfalls in den Brauntönen wie der gesamte Film gehalten und besitzt innen eine Luftaufnahme der Stadt Toronto. Als Extras finden wir ein Making-of, einige Interviews und Trailer vor.


Das Fazit von: Xthonios

Xthonios

Diesem Film eine klare Bewertung zu geben ist keine leichte Entscheidung. Enemy schafft es jeden Gedankengang immer wieder komplett über den Haufen zu werfen und das Ende lies mich komplett verwirrt zurück. Selten hab ich mich so bei einem Streifen komplett in meinen Vermutungen ausgelacht und mir gezeigt, dass ich völlig falsch liege. Als Vorlage diente der 2002 erschienene Roman "Der Doppelgänger" des Autors Saramago. Jake Gyllenhaal brilliert in einer wirklich hervorragend gespielten Doppelrolle. Beide Rollen wirken authentisch und zugleich völlig unterschiedlich. Während Adam eher der schüchterne und unsichere Professor ist, ist Anthony der selbstsichere Schauspieler, der Adam bei jedem Treffen sofort aus dem Konzept bringt. Bild und Ton untermalen auf beeindruckende Weise die gesamte Stimmung und sorgen so für eine wirklich fesselnde Atmosphäre. Wer sich auf diesen Film einlässt, dem empfehle ich unbedingt die Interviews anzuschauen, da hier fehlende Puzzleteile beim ersten Mal (ähnlich wie z. B. bei Sixth Sense) erklärt werden. Es lohnt sich auf jeden Fall diesen Film mehrmals anzuschauen, um dieses Werk vollständig verstehen zu können. Wer sich drauf einlässt, wird belohnt werden.


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