Eyepet

Eyepet

Publisher: Sony
Genre: Virtuelles Haustier
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 23.10.2009
USK 0

Eyepet   10.12.2009 von Der Ohm

Wer ist der beste Freund des Menschen? Natürlich das EyePet. Es beißt nicht, es kratzt nicht und es macht keine Flecken auf dem Teppich. Eyepets sind so beliebt, dass nicht mal der Vermieter gefragt werden muss, ob man sich eins zulegen darf. Eine PS3 ist allerdings schon von Nöten. Entweder einzeln oder mit der erforderlichen Playstation Eye Kamera wartet das pelzige Wesen beim Händler eures Vertrauens darauf von euch adoptiert zu werden. Ob es sich lohnt, den Platz vor dem Fernseher aufzuräumen um fortan das Eyepet dort hausen zu lassen, lest ihr hier.

Ja, aufgeräumt muss es schon sein vor der Eye Kamera. Dieses Gebiet ist nun der neue Wohnraum eures Eyepets. Was ein Eyepet ist? Kennt ihr noch die Monchichis? Kleine pelzige Äffchen mit unbehaarten knuddeligen Gesichtern. Euer Eyepet sieht dem sehr ähnlich. Ein Eyepet-Forscher erklärt euch im Spiel erstmal wie die Kamera eingestellt werden muss. Aus Kniehöhe muss sie so steil wie möglich auf den Boden gerichtet werden. In dem erfassten Bereich muss nun noch die Ausleuchtung stimmen und ihr könnt das Eyepet schlüpfen lassen. Ein Eyepet schlüpft nämlich aus einem Ei, das vorher untersucht werden muss. Dies geschieht mit der Magic Card, einer Plastikkarte mit Quadrat und Pfote in der Mitte, die fortan für alle Gegenstände die ihr nutzt herhalten muss. Erst mal durchleuchtet ihr das Ei, indem ihr die Karte so passend in die Kamera haltet, dass sie vor dem Ei hoch und runter wandert. Siehe da, die Magic Card entpuppt sich als Röntgengerät. Wenn euer Eyepet wohlauf ist könnt ihr ihm nun helfen aus dem Kalkgefängnis zu entkommen. Hierzu klopft ihr an der richtigen Stelle auf das Ei und schaut was passiert. Flups bricht das Ei und euer neuer vierbeiniger Freund strahlt euch erwartungsvoll an. Mit so einem Wesen habt ihr natürlich auch eine gewisse Verantwortung übernommen. Das Eyepet muss gefüttert und gepflegt werden. Die Aufgaben sind in Tagesetappen aufgeteilt und der Eyepet-Wissenschaftler zeigt euch jeden Abschnitt des Spieles. Als Futter bekommt er erst einmal Kekse, die aus einem Spender in ein Becher fallen, der wiederum von eurer Magic Card repräsentiert wird. Nun könnt ihr euer Eyepet springen lassen, in dem ihr die Kekse in die Luft schleudert oder einfach seine Schüssel füllen.

Wenn ihr es geschafft habt den kleinen Racker satt zu bekommen, geht es an die Körperpflege. Plötzlich verwandelt sich der schöne Teppich in der Stube zu einer vollwertigen Duschkabine. Eure Magic Card übernimmt hier gleich mehrere Aufgaben. Erst einmal die einer Wasserbrause und danach verwandelt sie sich in eine Shampoo-Flasche. Nachdem ihr ihn richtig schaumig geschrubbelt habt, wird er nochmal abgeduscht und danach wandelt sich die Card in einen Föhn. Nach dem Duschen stehen tausende Haare flauschig in alle Richtungen.

Natürlich besteht das Herrchen-Leben nicht nur aus Pflichten und auch das Eyepet will mal spielen. Als erstes Spiel lernt das Eyepet das Kegeln kennen, was man übrigens zuhause nicht mit seinem Meerschweinchen nachahmen solle. Die allseits nützliche Magic Card verwandelt sich hierfür zu einer Startrampe, von der aus das Eyepet zu den Kegeln kullert. Ihr bestimmt mit der Startrampe die Richtung. Ansonsten will das Eyepet auch mal gejagt, gestreichelt oder sonstwie betüddelt werden.

Wenn euch irgendwann der Standartlook des Kleinen zu langweilig wird, könnt ihr es jederzeit umgestalten. Fellfarbe, Fellstruktur, Felllänge - alles kann dem individuellen Geschmack angepasst werden. Neben einer ansehnlichen Anzahl von Kleidungsstücken steht hier natürlich noch das Playstation Network zu Verfügung wo immer mal wieder neues, teils kostenpflichtiges Material zur Verfügung gestellt wird. Kleidung und Spielsachen werden im Laufe des Spiels freigeschaltet. Sehr interessant ist es zum Beispiel dem Eyepet das Zeichnen beizubringen. Ihr haltet eure eigene Zeichnung in die Kamera und der Kleine versucht dies so gut wie möglich nachzuzeichnen. Sehen die ersten Versuche noch nicht unbedingt wie die Vorlage aus, so wird es von Mal zu Mal besser. Richtig witzig wird es wenn er so gut malen kann, dass er euer vorgezeichnetes Auto eins zu eins kopiert. Das Auto kann dann zu einem Holzmodell gewandelt werden, mit dem das Eyepet spielen kann. Es warten noch zig ähnliche Modi auf euch, ich möchte hier nicht alles verraten. Ok, ihr habt gewonnen, schaut euch diesen Screenshot an.

Grafisch ist „Eyepet“ durchweg gelungen. Das Pet selber ist schön und abwechslungsreich animiert und es wurde auch an das ein oder andere Gimmick gedacht. So beschlägt zum Beispiel eure Fernsehscheibe von innen, wenn das Eyepet seine Dusche nimmt. Auch die Holzautos die aus eurer Vorlage erstellt werden sehen klasse aus, es sei denn ihr könnt nicht malen. Zum Ton ist nicht viel zu sagen. Die Musik ist meist dezent untermalend im Hintergrund zu hören und das Eyepet gibt niedliche Geräusche von sich. Nichts außergewöhnliches, das kommt erst mit der Steuerung. Entgegen einiger Minispiele aus dem PSN funktioniert die Eingabe über die Kamera hier sehr gut. Wie auch in anderen Kameraspielen ist die richtige Ausleuchtung das A und O, im schummerigen Licht wird das Bild sehr körnig und die Kamera hat schon Probleme die Magic Card richtig zu erfassen. Ansonsten ist es eine schöne Vorstufe zu der PS3 Motion Controller Eingabe, die nach einem ähnlichen Prinzip die Steuerung von Spielen über die Kamera ermöglichen wird.

Die normale Wertung entfällt in diesem Fall, da es sich bei Eyepet nicht um ein Spiel im klassischen Sinne handelt.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Och, ist der süß. Selten konnte ich meine Frau so schnell von einem Computerspiel überzeugen wie von „Eyepet“. Die ganze Familie sitzt bei uns um den Fernseher und schaut zu, wie die Kleinen sich mit dem Eyepet anfreunden. Selbst ich konnte es nicht lassen mal ein Auto zu malen um es als Spielzeug für das Eyepet im Fernseher wiederzufinden. „Eyepet“ mag zwar nicht stundenlang am Stück fesseln, aber es motiviert immer wieder, sich hier und da mit dem virtuellen Haustier zu beschäftigen. Im Gegensatz zu einem echten Haustier nimmt es eine Auszeit auch nicht ganz so übel.


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