Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen

Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen

Originaltitel: On any Sunday
Genre: Dokumentation
Regie: Bruce Brown
Hauptdarsteller: Steve McQueen
Laufzeit: ca. 85 Minuten
Label: Schröder Media
FSK 12

Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen   28.09.2010 von Der Ohm

Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen oder eingeweihten eher bekannt unter den Titel „On any Sunday“, ist anders wie der Titel vermuten lässt kein Hells Angels Biker Film, sondern eine Dokumentation über den Motorradsport in Amerika zu Anfang der siebziger Jahre. Doch was hat Steve McQueen darin zu suchen? Der draufgängerische Schauspieler ist zu seiner Zeit selber Rennen gefahren. Ob das Ganze auch heute noch interessant ist? Ich habe mir die DVD einmal angeschaut um diese Frage zu beantworten.

Anfang der Siebziger hat sich Regisseur Bruce Browns in Amerika aufgemacht um einige, mehr oder weniger, erfolgreiche Motorrad-Sportler durch die Saison zu begleiten.

Wie zum Beispiel Mert Lawwill: Spezialist für Dirt-Track Rennen. Bei einem Dirt-Track Rennen rasen die Kontrahenten auf einer Aschenbahn im Oval im Kreis und wirbeln viel Staub auf. Nach vier Monaten Pause startet für ihn die neue Saison,  ab jetzt bestimmt die Nationale Meisterschaft sein Leben. Als Sieger des Vorjahres steht für ihn die Titelverteidigung auf dem Spiel, doch ab jetzt kämpft er sich mit Unfällen und Motorschäden bis zum Ende der Saison.

Bruce Brown erzählt mehrere Fahrerschicksale der verschiedenen Sportklassen in aufwendigen Bildern. Neben zig verschiedenen Strecken-Kameras hat er weitere auf den Motorrädern der Fahrer positioniert. Aufgrund der schnellen Schnittfolge, der Slow Motion Szenen und der interessanten Einblicke in das Leben der Fahrer ist Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen 1972 sogar für einen Oscar als bester Dokumentarfilm nominiert worden.

Das Bild ist im Originalen 4:3 Vollbild auf die DVD gebracht worden. Dank der aufwendigen Produktion sind die Farben auch heute, nach fast 40 Jahren, noch kräftig und versprühen einen großen siebziger Jahre Charme.  Die Defekte sind gott sei Dank nur minimal und nicht weiter erwähnenswert.

Die Doku wurde in den Siebzigern in Mono produziert und synchronisiert, wobei im Hintergrund durchweg, na nennen wir es mal Fahrstuhlmusik dudelt. Hier und da treibt auch ein Banjo den Zuschauer zum mittanzen an. Leider sind die Sprecher allerdings ein wenig dumpf aufgenommen.

Was soll es für eine Dokumentation schon als Bonusmaterial geben? In diesem Fall ist ein vier Minuten langer Trailer in Originalsprache ausgegraben worden.  Das schön gestaltete Cover lässt den interessierten Käufer jedoch eher auf einen Spielfilm tippen. Immerhin hat uns Schröder Media noch eine FSK-Logo befreite Variante auf die Rückseite gedruckt.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Für mich als Motorradfahrer ist „On any Sunday“ aka „Teufelskerle auf heißen Feuerstühlen“ wirklich ein Pflichtfilm mit Kultcharakter. Die Dokumentation glänzt zwar nicht mit Tiefgang, fängt aber in sehr schönen Bildern die Zeit ein. Manche Helme würde ich heute nicht mal mehr meinen Kindern zum Radfahren aufsetzen. Das ganze Projekt konnte seiner Zeit nur aufgrund der Finanzierung des Motorad begeisterten Steve McQueen entstehen. Für Zuschauer die nichts mit Motorsport zu tun haben ist der Film allerdings nichts, wahrscheinlich werden die sich doch langweilen. Motorrad Fans wie ich einer bin, müssen allerdings zuschlagen!


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