FEAR 2 - Project Origin

FEAR 2 - Project Origin

Publisher: Warner Interactive
Entwicklerstudio: Monolith
Genre: Action
Sub-Genre: 1st Person Horror Shooter
Art: Lowprice Titel
Erscheinungsdatum: 13.02.2009
USK 18

FEAR 2 - Project Origin    16.02.2009 von Panikmike

2005 kam der erste Teil des Horrorshockers auf den Markt. Die kleine Alma ist allerdings seitdem erwachsen geworden und erschwert uns wieder das Erfüllen unserer Mission. Damals waren wir mit unserer Spezialeinheit „F.E.A.R.“ in einer geheimen Forschungsbasis unterwegs, um das kleine übersinnliche Mädchen und ihren Komplizen Paxton Fettel zu finden. Die Mission endete damals mit einer riesigen Explosion…

Bei F.E.A.R. 2: Projekt Origin erleben wir diese Explosion erneut, allerdings einige Kilometer weiter weg, in einem Hochhaus. Nachdem wir dann in einer Vision in ein gelbes Loch springen müssen, sind wir in der Realität und spielen Michael Becket. Er ist unser neuer Held, der ebenso ein Mitglied der Spezialeinheit ist. Die Mission ist klar strukturiert: Findet die Leiterin der Forschungsabteilung und bringt sie unversehrt an einen Ort. Dieser wird uns erst zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Mission gesagt. Genevieve ist verantwortlich für die Experimente an Alma. Doch so einfach es sich anhört, ist es nicht. Sie ist längst geflohen und ich und meine Recken laufen direkt in die Hände feindlicher Soldaten. Sie haben ebenso wie wir einen klaren Befehl: Tötet Becket und seine Mannschaft. So leicht werden wir es den Soldaten aber nicht machen und so kämpft sich jeder der F.E.A.R. Einheiten bis hin zu einem versteckten Raum, der sich hinter einem Schlafzimmer befindet. Dort ist auch die Zielperson, die froh ist uns zu sehen. „Nur ihr könnt Alma aufhalten“ meint sie mit einer aufgeregten Stimme zu uns. Bevor ich überhaupt verstehe, was los ist, plagen mich Visionen und eine heftige Explosion wirft mich zu Boden. Mir wird schwarz vor Augen und nachdem ich die Augen wieder geöffnet habe, bemerke ich erst, wo ich gerade bin. Ich liege in einem Krankenhaus auf einen OP-Tisch und werde gerade operiert.

Was ist mit mir passiert? Was fehlt mir? Warum habe ich ständig kranke Halluzinationen und denke, ich werde bald sterben? Fragen die mir im Moment keiner beantworten kann. Leider bleibt mir auch nicht die Zeit dazu, da die Soldaten und ihr Anführer Vanek auch schon vor Ort sind. Aber nicht nur die sind hinter uns her, sondern auch Alma und ihre, aus dem ersten Teil bekannten, gedankenmanipulierten Soldaten. Alle wollen mich und meine Kollegen tot sehen.

Die Fragen werden erst im Laufe des Spiels erklärt und allmählich löst sich das Rätsel um Alma. Ihr findet im gesamten Spiel immer wieder Audiotagebücher und Informationen über eure Mission und was mit dem armen Mädchen passiert ist. Ebenso wird die Geschichte mit Rückblenden, Einblendungen und Visionen gekonnt ergänzt. Diese kommen immer wieder und sind perfekt ins Geschehen eingebaut, ohne den Spielfluss zu unterbrechen. Übrigens solltet ihr die ganzen rumliegenden Objekte sammeln, da es dafür vier Erfolge gibt (Xbox 360 Version).


Mehr Abwechslung als beim Vorgänger:
Die Gegnervielfalt im ersten Teil ließ leider zu wünschen übrig, aber hier wurde alles verbessert. F.E.A.R. 2 präsentiert sich besser, abwechslungsreicher und schöner als der Vorgänger. Selten schafft ein Spiel eine beklemmende Horroratmosphäre, wie bei Dead Space von Electronic Arts. Allerdings braucht sich Projekt Origin nicht sonderlich dahinter zu verstecken, denn hier ist die Atmosphäre ebenso sehr dicht und wird kunstvoll von diversen Actionparts untermalt. Die Funksprüche, die verschiedenen Locations und die Dialoge setzen im Laufe des Spiels das Puzzle um die Geschichte zusammen. Das Gesamtkonzept geht auch beim zweiten Teil auf und verlangt vom Spieler ein hartes Inneres. Leider gibt es nicht so viele Schockmomente wie beim ersten Teil. Jedoch sind es auch ein paar Augenblicke, bei denen fast das Herz stehen bleibt. Spieler, die einen zarten Charakter haben, sollten sich an dieser gegen das Spiel entscheiden und sich lieber einen nicht so harten Shooter holen. Aber nicht nur das schockiert die Gamer, sondern auch die Zwischensequenzen. Sie sind sehr gut programmiert und bringen weitere Spannung ins Geschehen.

Intelligenz oder Dummheit?
Das Zeitalter der dummen und stupiden Soldaten, die nur rumstehen und sich abknallen lassen, ist vorbei. Schlaue Gegner hat es bei F.E.A.R. 2 genügend. Der erste Teil glänzte schon mit einer sehr guten künstlichen Intelligenz, aber diese wurde nochmals verbessert. Die gegnerischen Reaktionen auf die Spielersituation sind unberechenbar. Die Feinde verhalten sich im gesamten Spiel sehr intelligent und zeigen ihre Vielfalt. Je nach Schwierigkeitsgrad reagieren sie schlauer. Deshalb sollte sich der Spieler anfangs schon überlegen, für welchen der drei Schwierigkeitsgrade er sich entscheidet. Ihr werdet euch immer mehrere Fragen stellen. Was wird der Gegner unternehmen? Versteckt er sich hinter einer Mauer oder läuft er um diese herum? Kommt er uns entgegen oder wartet er auf uns? Wird er uns mit Schusswaffen besiegen wollen oder schmeißt er uns eine Granate zwischen die Füße? Ist es ein starker Einzelkämpfer oder holt er Verstärkung? Der Spieler kann sich hier nicht mehr auf sein altes Motto verlassen, die gegnerischen Reaktionen zu lernen, denn beim nächsten Mal wird es sicherlich anders passieren. Jedoch ist das Spiel aufgrund der Zeitlupenfunktion für Pro-Gamer nicht wirklich schwer.


Die Optik und der Sound
Die Grafik ist im Vergleich zum ersten Teil deutlich verbessert worden, aber auch hier wäre mehr drin gewesen. Die Texturen ähneln sich oftmals und manchmal wirkt alles ein wenig lieblos. Allerdings wurden die meisten Kinderkrankheiten aus F.E.A.R. ausgebügelt. Das Feuer sieht klasse aus und einige Effekte wurden ansehnlicher programmiert. Der Sound passt unglaublich gut ins Geschehen, die Kulissen wirken dadurch erst beklemmend. Die Waffen dringen kraftvoll aus den Boxen, Glas zerspringt und viele Effekte bringen den Bass zum brummen. Die deutsche Sprachausgabe ist okay, aber nicht unbedingt optimal. Einige Stimmen passen gar nicht zu den Charakteren, da ist die englische Sprachausgabe weitaus besser. Wer also der englischen Sprache mächtig ist, der sollte diesbezüglich nicht die deutsche Version kaufen. Ebenso hat man bei der ausländischen Version die volle Gewalt mit einem hohen Blutfaktor, der bei der deutschen Version drastisch gekürzt ist. Man sieht zwar noch viel Blut in der Umgebung, aber die Gegner fallen ohne den roten Saft um. Da sieht man, dank der Zensur, leider gar nichts mehr in der deutschen Version.

Die Mehrspielermodi
Wer die Kampagne durchgespielt hat, oder aber Lust auf Onlinebattles hat, der sollte sich die Mehrspielermodi von F.E.A.R. 2 nicht entgehen lassen. Auch wenn die Grafik ein wenig schlechter ist als im Hauptspiel, machen die Kämpfe gegen die menschlichen Spieler sehr viel Spaß. Neben den bekannten Modi „Deathmatch“ und „Team Deathmatch“ gibt es auch einige andere, besondere Modi.

„Failsafe“ ist ein solcher Modus, bei dem man pro Runde nur ein Leben auf seinem Konto hat. Das eine Team muss diverse Objekte bewachen, wobei das andere Team diese zerstören muss. Man gewinnt, wenn man entweder alle Gegner ausgeschaltet oder beide Bomben bei den Objekten erfolgreich gezündet hat.

Bei „Kontrolle“ müssen die Teams Gebiete auf der Karte einnehmen. Wenn alle Punkte besetzt sind, endet das Spiel jedoch nicht. Ein Punktezähler addiert auf das Teamkonto und wer nach Ablauf der Zeit am meisten Punkte hat, dessen Team hat gewonnen.

Der Modus „Gepanzerte Front“ ist ähnlich wie „Kontrolle„ mit dem Unterschied, wenn man alle Punkte erobert hat, endet das Spiel sofort. Sonst gibt es die gleichen Regeln wie oben beschrieben. Was hier noch zu sagen ist, es gibt eine „Elite Powered Armor Unit“. Wer diesen steuert, hat einen großen Roboter und kann mit besseren Waffen die feindlichen Gegner leichter und effektiver ausschalten.

Zum Schluss gibt es da noch den „Blitz“ Modus, der aus zwei Runden besteht. Im ganzen Level befinden sich zwei Kanister, die von den Angreifern zur Homebase getragen werden müssen. Pro heimgebrachtes Objekt gibt es einen Punkt. Ist die Zeit vorbei, tauschen die Teams die Plätze und der Angreifer wird zum Verteidiger. Wer nach beiden Runden mehr Punkte hat, gewinnt. Viele kennen den Modus bereits von anderen Spielen als „Capture the Flag“.

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Die Wartezeit hat sich gelohnt. Die Stimmung ist verdammt gut, alles in Allem macht das Spiel total Spaß. Online sind immer einige Spiele zu finden, das bringt Abwechslung und macht Laune. Übrigens ist das ganze Spiel sehr schnell und hat bei mir zu keiner Zeit geruckelt. Das einzige, auf was man aufpassen sollte, ist der Ping der Gegner bei Mehrspielerpartien. Da kann es bei mehreren Spielern schnell vorkommen, das es zu einer Ruckelorgie kommt. Einzig die Atmosphäre des ersten Teils wird leider nicht erreicht!


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positiv negativ
  • Gute Mehrspielermodi (bis 16 Spieler)
  • Faire Speicherpunkte
  • Dichte Horroratmosphäre
  • Bahnbrechende künstliche Intelligenz
  • Tolle Soundeffekte
  • Gut implementierte strategische Elemente
  • 14 Kapitel
  • Deutsche Synchronisation mäßig
  • Manchmal detailarm
  • Leveldesign manchmal unsinnig
  • Leider in Deutschland geschnitten





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