Fallout 3 - Add-on 1+2

Fallout 3 - Add-on 1+2

Publisher: Bethesda
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Rollenspiel / Shooter
Art: Midprice Titel / Downloadcontent
Erscheinungsdatum: 16.07.2009
USK 18

Fallout 3 - Add-on 1+2   16.07.2009 von Panikmike

Fallout 3 ist mit Sicherheit eines der besten Action/Rollenspiele unserer Zeit. Jeder, der in den Bann gezogen wurde, konnte es nach dem Durchspielen kaum erwarten, neuen Stoff dafür zu bekommen. Bethesda reagierte sehr schnell und kündigte im Laufe des Jahres 2009 gleich fünf Missionpacks an. "Operation Anchorage" ist das erste davon...

Ist der Krieg vorbei oder geht alles von vorne los? Überall sieht man nur zerstörte Häuser, zerfetzte Objekte und hin und wieder sogar ein paar Leichenteile von Mensch und Vieh. Alles ist dunkel und düster, selbst die Sonne kann nicht mehr durch den Staub durchdringen. Mit einer Waffe in der Hand zieht man durch die Einöde und versucht, das Beste aus der grausamen Situation zu machen. Überall marschieren monströse, mutierte Tiere auf der Suche nach Futter. Gemäß dem Motto: Fressen oder gefressen werden. Auf einmal hört man im Radio einen Funkspruch besser gesagt einen Hilferuf. Soll man der Stimme glauben und in den Sektor laufen oder ist jeder seines Glückes Schmied? Meine Entscheidung stand fest: Ich musste der Sache auf den Grund gehen. Alleine meine Neugier hätte mich gar nicht davon abhalten können. Nur was erwartet mich an diesem Ort? Ich kann das nur herausfinden, wenn ich auch wirklich durchhalte und es bis dahin schaffe. Die Gefahren sind groß, aber der Drang zum Überleben ist größer.

Ich gehe nun zum gesagten Ort „Bailey´s Crossroad Metro“ und treffe auf die altbekannte „Brotherhood of Steel“, die mich um ihre Hilfe bitten. Ich solle ihnen bei der Vernichtung der Mutanten helfen oder schnellstmöglich wieder verschwinden. Natürlich helfe ich den Soldaten und vernichte mit ihnen die Supermutanten. Diese sind allerdings nicht ohne, es sind sehr viele und sie haben scharfe Waffen. Doch nach ein paar Schusswechseln später sind sie alle über den Jordan. Wir gehen weiter und finden auf der Karte den Vorposten der Ausgestoßenen. Einer der Bruderschaft meint zu mir, ich solle mit dem Aufzug nach oben fahren und mit einem gewissen „Mc Graw „ reden. Auf meinen Weg gibt er mir noch folgenden Satz mit: "Habt keine Angst, auf Euch wird oben nicht geschossen!"

Oben angekommen bittet er mich um Lösung der Mission „Anchorage“. Es ist eine Militärmission gegen die Chinesen, aber nicht in der realen Welt, sondern in einem Simulator. Das Ganze spielt in Alaska, die Welt ist ähnlich wie die bekannte aus Fallout 3, nur weiß und verschneit. So weit so gut, doch nach kurzer Zeit sehe ich schon, dass hier alles ein wenig anders läuft, als in der realen Welt. Gegner bleiben nicht liegen sondern verschwinden nach kurzer Zeit. Im Klartext kann ich also keine Waffen, Gegenstände oder Hilfsmittel entwenden. Plündern fällt also aus. Ebenso gibt es hier keine Munitionskisten, keine Werkzeugkästen und auch keine Hilfsmittel im medizinischen Bereich. Dafür hat Bethesda den Spielern an verschiedenen Orten Lebensenergie- und Munitionsspender aufgebaut, die das Ganze ersetzen sollen. Das ist eine nette Idee, aber der Spieler muss sich erstmal daran gewöhnen. Die Vielfalt des eigentlichen Spiels ist hiermit schon ein wenig geschmälert, denn Fallout 3 ist meiner Meinung nach nur so gut gelungen, weil der Spieler fast jegliche Freiheit hat. Ebenso habe ich in meinem Inventar keinerlei Gegenstände mehr, die ich mir im Laufe der Hauptmission erarbeitet hatte. Da es aber eine komplette neue Mission ist, finde ich das an dieser Stelle auch gut so.

Am Anfang hat man nur ein Messer und eine Pistole, aber man findet relativ schnell ein paar Handgranate, Mienen und mehr Waffen. Im Verlauf des Spiels stellte ich fest, dass meine ganzen „Goodies“ nach wie vor bei mir sind (ich hab es gemerkt, als der mysteriöse Fremde auf einmal mit der Knarre auf den Gegner ballerte). Bethesda hat zwar die Heilprozesse und die Waffentechniken komplett geändert, aber ich finde das vor allem in einer Missiondisk wichtig, dass ich andere Möglichkeiten als im Hauptspiel habe! Übrigens hatte ich bei der Hauptmission in Fallout 3 immer einen Begleiter bei mir, der ist bei der Simulation natürlich nicht dabei. Aber schon nach kurzer Zeit bekomme ich Soldaten an meine Seite. Mit Unterstützung macht es noch mehr Spaß den chinesischen Soldaten in den Arsch zu treten.

Genau so wie bei „Operation Anchorage“ (erstes Missionpack) empfängt der Spieler ein seltsames Funksignal, dem er nachgehen muss. Weit im Norden trefft ihr Wernher, der sehr freundlich gesinnt ist und von Pittsburgh erzählt. Dort war mal alles in Ordnung, doch ein seltsamer Virus steckte viele Bewohner an und sie mutierten zu den sogenannten „Troggs“. Ein Heilmittel gibt es zwar, doch dieses besitzt ein selbsternannter König, der nicht mal im Traum daran denkt, diese zu Forschungs- und Heilzwecken preiszugeben. Also ist eure Mission sonnenklar: Das Heilmittel finden, die Troggs töten und die Bewohner retten. Wernher zeigt euch noch, wie man nach „The Pitt“ kommt und schon geht es los.

Anders als bei Operation Anchorage ist The Pitt wieder eine normale Umgebung und keine Simulation. Der Spieler bekommt einen neuen Kartenabschnitt, der separat von der normalen Karte aufgerufen wird. Es verschlägt uns in einen Bereich mit vielen Sklaven, Aufsehern und den eben genannten Troggs. Im Sklavenoutfit begebt ihr euch nun in die Höhle des Löwen, um eure Mission auszuführen. Die Missionen führen euch in ein Stahlwerk, ein Kraftwerk, einen selbst gebauten Tempel und in seltsame Hütten. Fallout-Fans werden an das Hauptspiel zurückdenken und sich freuen, ihre Ausrüstung und Erfahrung miteinbeziehen zu können. Doch das ist nicht von allzu langer Zeit, denn auch hier müsst ihr eure Gegenstände ablegen. Zu einem späteren Zeitpunkt könnt ihr euch aber alles wieder holen, wenn ihr die Arena schafft. Dort müsst ihr euch nur beweisen und die Gegner schlagen.

Die Erweiterung „The Pitt“ ist leider schon nach ca. 4 Stunden vorbei. Dann habt ihr alle Missionen geschafft und befindet euch wieder im Ödland des Hauptspiels. Doch wer Lust hat, der kann sich einen Erfolg erspielen, für den er ein wenig länger brauchen wird. Man kann Eisenbarren suchen, die im Außenbereich von „The Pitt“ liegen. Hat man alle 100 gefunden, so winkt ein Erfolg und im Spiel pro 10 Barren ein besonderer Gegenstand.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Operation Anchorage:
Anfangs war ich ein wenig enttäuscht von dem ersten Add-On für Fallout 3, doch nach kurzer Zeit sah ich die Änderungen und konnte mich sehr mit ihnen Anfreunden. Die Missionen sind gut durchdacht, passen ideal zum Hauptspiel, sind aber leider etwas zu kurz geraten. Die Grafik passt sehr gut zum Hauptspiel, bringt aber wegen des Schneethemas einen frischen Wind in das Spielgeschehen. Alles in Allem eine sinnvolle Erweiterung, die leider schon nach ein paar Stunden Spielzeit vorüber ist.

The Pitt:
Alles in allem ist es eine gelungene Fortsetzung nach alter Fallout 3 Manier. Das Geld ist gut angelegt, die Atmosphäre von „The Pitt“ ist erneut gelungen. Die Grafik ist ein wenig besser als vom Hauptspiel, die Stimmen und die Soundeffekte sind ebenso grandios, wie man es vom gesamten Fallout-Universum gewohnt ist. Fallout-Fans sollten auf alle Fälle zugreifen und sich in den Bereich um Pittsburgh schlagen.


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positiv negativ
  • 2 Add On´s für ca. 20 Euro
  • 8-10 Stunden Spielzeit
  • Kaum Neuerungen
  • Anchorage ist "nur" eine Simulation :(





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