Fighter Within

Fighter Within

Publisher: Ubisoft
Entwicklerstudio: Daoka
Genre: Sport
Sub-Genre: Kinect-Geschicklichkeit-Kampfsport
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 21.11.2013
USK 16

Fighter Within   10.12.2013 von Panikmike

Vor drei Jahren kam für Kinect ein Xbox 360 Spiel heraus, über welches die Welt nach ein paar Tagen schon keine Worte mehr verloren hat. Die Grundidee dieses Kampfspiels  war nicht verkehrt, die Umsetzung dafür schon. Zum Start der neuen Xbox One und der verbesserten Bewegungserkennung Kinect 2.0 entwickelte derselbe Spieleentwickler quasi eine Fortsetzung. An dieser Stelle kommt Panikmike in den Ring und prüft, ob das Spiel genau so miserabel ist wie sein Vorgänger …

 

Wer sich den Test des drei Jahre alten Vorgängers noch einmal vor Augen halten möchte, der kann gerne meine damalige Meinung HIER nachlesen. Nur zur Info, ich habe dem Spiel damals vier Punkte gegeben und ich war im Vergleich zu vielen anderen Redaktionen noch gnädig! Daher bin ich total gespannt, was mich im neuen Teil erwartet. Die Voraussetzungen und Verbesserungen sind durch Kinect 2.0 gegeben, sodass das Spiel eigentlich kein Reinfall werden darf, oder?

 

Katastrophenalarm im Menü …

 

Gleich mal vorweg: Die gute Nachricht ist, dass man durch die Menüs auch mit dem Controller navigieren kann. Die schlechte Nachricht ist dann allerdings, dass man dann nicht so leicht wütend wird, um später im Spiel den Gegner eine auf die Nuss zu hauen. Bei Fighter Within kann der sportliche Kinectspieler leider schon im Menü sehen, dass die Umsetzung mit der Bewegungssteuerung eine Katastrophe ist. Wenn Menüpunkte nicht auf Anhieb angewählt werden können, wie soll es dann im Spiel selbst funktionieren? We will see …

 

Wer schon hier auf 180 kommen möchte, der sollte einfach ein paar Minuten im Menü verbringen und ein paar Punkte auswählen – Ihr werdet sehen, der Pegel steigt schneller, als es Euch lieb ist. Normalerweise sollte ein Fausthieb eine Bestätigung sein, dass der Spieler einen Modus oder einen Menüpunkt angewählt hat – doch oftmals passiert gar nichts oder aber es wird ein falscher Punkt angewählt. Tipp der Redaktion: Bitte alleine spielen und die Türe des Wohnzimmers abschließen. Ubisoft und der Entwickler haften nicht für diverse blaue Flecken, defekte Fernseher, in dem eine Xbox One steckt oder ähnliche Fälle.

 

Wusstet Ihr schon ...

  • 12 verschiedene Charaktere
  • 10 Kampfarenen
  • 10 Totems, welche als Verstärker im Kampf dienen
  • 21 verschiedene Schlag und Trittmöglichkeiten
Links – das andere Rechts

 

Nach mehreren Schweißtropfen und Wutausbrüchen darf dann endlich die künstliche Intelligenz verkloppt werden. Doch was ist das, die Erkennung funktioniert auch hier nicht wirklich. Teilweise wird die falsche Bewegung erkannt oder aber es gibt einen Schlag oder Tritt, obwohl ich zum Beispiel blocken wollte. Zudem erkennt das Spiel nur langsame Abläufe, für Rentner ist daher das Spiel optimal. Eine Kombination aus verschiedenen Schlägen und Tritten ist ebenfalls nicht möglich, außer es werden beispielsweise fünf Schläge hintereinander auf den Kopf ausgeführt, dann gibt es einen automatischen Komboangriff mit einer schicken Animation. Insgesamt gibt es 21 verschiedene Tritt- und Schlagmöglichkeiten, die aber alle so gut wie unmöglich umgesetzt werden können, weil die Erkennung dafür einfach zu miserabel ist. Was haben sich die Entwickler dabei nur gedacht. Soll dieses Kinect Spiel ein realer Button-Masher sein und dass dann aber in Slow Motion? Oder wollten sie das Harry-Potter-Fuchtel-Spiel würdigen, denn da war es ebenso unkoordiniert und unspaßig!

 

Die Fähigkeiten beziehungsweise Kampfstile der zehn Charaktere sind relativ gleich, viele Unterschiede sind nicht zu erkennen. Die meisten Schläge und Tritte gehören zum Standardrepertoire eines Kämpfers, ein Kopftritt zum Beispiel ist eine Spezialattacke. Diese kann in ein paar Sekunden aufgeladen werden, um dann dem Gegner eine gehörige einzuschenken. Dass damit viele Kämpfe unfairerweise gewonnen werden können, ist an dieser Stelle unwichtig. Ebenso ist es bei manchen Arenen nicht von Nöten, richtig zu kämpfen. Mit gewissen Angriffen kann ein Gegner aus dem Ring befördert werden, warum also sollte sich der Fan überhaupt anstrengen? Alleine die ersten drei Gegner habe ich nur besiegt, indem ich ihm permanent ein Schlag-Gewitter auf den Kopf gegeben habe. So soll ein Kampfspiel sein – NICHT!!!

 

Bildergalerie von Fighter Within (13 Bilder)

Grafik, Sound und das Abschlusswort …

 

Wirklich viel mehr gibt es über diesen Starttitel der nächsten Generation in der Tat nicht zu sagen. Die Grafik und die Bewegungsabläufe sind ganz okay, insofern man Fan von langsamen Rentnerbewegungen ist. Soundtechnisch gibt es eine passable englische Sprachausgabe mit Untertiteln und einen stimmungsvollen Soundtrack. Alles in allem ist Fighter Within der schlechteste Starttitel, der ebenso nach ein paar Tagen wieder in Vergessenheit geraten wird. Doch an dieser Stelle muss ich noch etwas Positives loswerden: Immerhin ist das Spiel ein würdige Nachfolger, denn sein älterer Bruder Fighters Uncaged ist genau so mies!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Was bin ich enttäuscht! Ich habe mir ehrlich gesagt nach dem ersten Ausrutscher namens Fighters Uncaged eigentlich mehr erwartet. Doch was ist passiert? Der inoffizielle Nachfolger ist genau so miserabel geworden, obwohl die neue Kinect-Steuerung weitaus besser und sensibler ist. Wenn ein Entwicklerteam eine Programmierung für eine Hardware nicht beherrscht, dann frage ich mich an dieser Stelle, warum sie sich zum zweiten Mal die absolute Blöße geben. Das Spiel ist ein kompletter Reinfall, denn nichts ist so, wie es im Trailer oder auf den Fotos scheint. Kinect hat eine schlechte Erkennung, die Verzögerung ist groß, die Ladezeiten sind zu lange und richtige Bewegungen können auch nicht gemacht werden. Alles in allem solltet Ihr den Namen des Titels schnell vergessen, denn er ist es nicht wert. Wie hieß das Spiel noch mal, welches ich gerade getestet habe???


Die letzten Artikel des Redakteurs:


positiv negativ
  • Passable Grafik
  • Zwei Spieler für spannende Fuchtel-Duelle
  • Tolles Cover
  • Oftmals eine falsche Erkennung der Bewegung
  • Reaktionszeit sehr schlecht
  • Wenig Moves, Angriffe und Bewegungen
  • Kleine Arenen
  • Lange Ladezeiten
  • Kaum Unterschiede zu den einzelnen Kämpfern
  • Grausame Navigation im Menü





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