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Final Fantasy XIV: A Realm Reborn
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BEWERTUNG |
11.09.2013 von TorstenBereits vor drei Jahren erschien ein Rollenspiel auf dem Markt, das sich Final Fantasy XIV Online schimpfte. Nur ein Jahr später wurde es jedoch wieder eingestampft und einer Schönheitskur unterzogen. Nun haben wir bereits 2013, und aus dem damaligen Titel wurde nun Final Fantasy XIV: A Realm Reborn. Ihr habt es euch noch nicht angeschaut? Nun gut, dann wollen wir doch einfach mal einen Blick nach Erozea riskieren, oder auch zwei. Da dieses Spiel sehr umfangreich ist, beschränken wir uns dabei auf die wichtigsten Punkte.
Dieser Test wurde von einem Gast-Tester geschrieben, der selber absoluter Fan der FF-Reihe ist. Wir danken an dieser Stelle dem Spieler „Mina Monado“ vom Server „Shiva“ für seinen – zugegeben etwas befangenen – Einblick in das Spiel.
Ach Square, warum so kompliziert?
Square Enix scheint es einfach nicht lernen zu wollen: Das Registrierungsverfahren, sowie die
Aller Anfang ist schwer
Jedes MMO hat so seine ganz eigene Art, wie es sich dem Spieler in den ersten Stunden verkauft. Entweder geht es gleich tief in die Materie, ohne dass man weiß, wie das Spiel selbst funktioniert, oder man bekommt alles Stück für Stück haarklein vorgekaut. Bei diesem Spiel handelt es sich um einen Vertreter der zweiten Sorte. Wer schon viele MMOs gespielt hat wird diese Vorgehensweise zwar langweilig finden, Einsteiger werden es Square Enix aber danken. Schritt für Schritt wird man in die Welt von Erozea, die Story sowie in die Steuerung eingeführt. Hat man sich mit den grundlegenden Spiel-Elementen vertraut gemacht, geht es mit der Story und den ersten Klassen-Quests los, bis es schließlich in die Instanzen geht. Alles in allem sind die ersten 15 Level sehr gut für Neueinsteiger geeignet, später kann es dagegen etwas undurchsichtiger werden.
Im Gegensatz zu anderen MMOs hat man bei FF XIV die Möglichkeit, mit nur einer einzigen Spielfigur alle Klassen und alle Jobs zu erlernen! Dies bringt doch so einige Vorteile mit sich. Ein Char kostet weniger als das Paket mit 8 Chars, Skills von anderen Klassen/Jobs können teilweise übernommen werden und man ist flexibler. Hat man zum Beispiel einen Heiler auf Level 15 und als weitere Klasse einen Level 15 Damage-Dealer, so kann man zur Not auf Heiler wechseln, bevor eine Instanz nicht starten darf. Denn auch hier sind Heiler und Tanks wieder recht rar gesät (zumindest bis zum jetzigen Zeitpunkt). Wer das allerdings zu viel findet und gerne mehrere Rassen spielt, muss eben das etwa zwei Euro teurere Paket für bis zu acht Charaktere wählen. Die Grundidee ist jedenfalls mehr als vorbildlich und sollte allgemein bei solchen Spielen so oder so ähnlich umgesetzt werden. Jedoch muss man bei jeder neuen Klasse wieder bei Level 1 beginnen.
Gamepad oder nicht Gamepad, das ist hier die Frage
Ein Streit-Thema unter Zockern war und ist schon immer die Sache mit der Steuerung. Während einige auf Maus und Tastatur schwören, lieben andere hingegen das Gamepad. Dies ist jedoch kein Problem, denn es kann problemlos auf das Gamepad gewechselt werden und hier muss
Altbacken oder gerade richtig?
Das Kampfsystem ist nicht gerade revolutionär. Auch hier gilt es, mit Maus oder Gamepad Skills „durchzudrücken“. Zwar gibt es manchmal Kombo-Möglichkeiten, doch allgemein wirkt es wie von WOW und Co. kopiert. Schaut man sich nun neuere MMOs an, stellt man fest, dass es durchaus auch anders geht. Doch hier stellt sich eine wichtige Frage: Muss das Rad immer neu erfunden werden, wenn es am Ende doch auch so flüssig abrollt? Stehe ich auf das typische Kampfsystem oder mag ich die neue Art? Ich muss gestehen, dass ich auch weiterhin die klassische Methode bevorzuge, zudem diese auch gut umgesetzt wurde. Zwar werden Skills durch den eigenen Level und nicht durch Skillpunkte freigeschaltet, doch dies ist gar nicht so schlimm, wie man meinen könnte. Es ist immer noch besser, als sich Skills erst freikaufen zu müssen. Skillpunkte gibt es aber immer noch. Jedoch werden diese auf den Charakter selbst verteilt wie etwa für Stärke oder Geschick. Wer Angst hat, sich zu „verskillen“, darf aufatmen. Es gibt später einen Gegenstand, der Skills wieder auf null setzt.
Ebenfalls neu sind die so genannten FATEs. Dabei handelt es sich um zufällig auftretende Events, bei denen in der Regel innerhalb einer vorgegebenen Zeit ein ganzer Haufen Monster erlegt werden muss. Oder es muss jemand von A nach B eskortiert werden. Ist dies vollbracht, regnet es Belohnungen wie EXP und Gil, später auch sogenannte Staatstaler, aber was es mit denen auf sich hat, das sollt Ihr gefälligst selber herausfinden. Fakt ist, dass diese FATEs regelrecht von Spielern „abgefarmt“ werden, da diese sehr lohnenswert sind und einen Ausgleich zum Questen und den Instanzen darstellen. Oft entstehen auch so genannte FATE-Parties, was die Angelegenheit doch arg erleichtert. Wenn beispielsweise eine Riesenkrabbe mit Gold-Wertung erlegt werden soll, damit es zum Lohn als Begleiter dann eine kleine süße Krabbe gibt (Begleiter sind hier das selbe wie in anderen Spielen, nutzlos aber putzig). Wem das alles immer noch nicht reicht, und wer bereits alle Quests „abgefarmt“ hat, der kann sogenannte Freibriefe machen, die haufenweise EXP und Gil bringen. Doch diese benötigen allerdings auch ihre Zeit. Und wenn alles nichts mehr hilft, dann lernt man einfach ein Handwerk wie Weber und Co., womit auch sehr viel Zeit verbracht werden kann.
Etwa, das es inzwischen schon in vielen anderen Spielen gibt, ist so etwas wie ein Gruppen-Finder. Auch diesen gibt es jetzt in Final Fantasy XIV und er funktioniert sogar Server-übergreifend. Dennoch hat man es als Damage-Dealer nicht leichter. Eine Wartezeit von 10 bis 30 Minuten muss man schon mal in Kauf nehmen, bevor es dann endlich los geht. Dennoch eine sehr gute Funktion.
Gemeinsam sind wir stark
Wie in jedem MMO, ist auch hier Teamgeist gefragt, um wirklich Erfolg zu haben. Jeder kennt die Situation, sich in einer Zufallsgruppe zu befinden, in der beispielsweise ein unerfahrener Tank mit von der Partie ist, der noch nicht genau weiß, was er zu tun hat. Daher ist es auch hier ratsam, einer freien Gesellschaft (kurz Gilde) mit Teamspeak beizutreten. Sonst könnte es im höheren Level etwas schwierig werden, voran zu kommen.
PS3 oder PC?
Die Konsolen-Version ging etwas später an den Start. Viele werden sich nun fragen, wie es um die Qualität der Grafik bestellt ist. Ich kann nur sagen, dass es trotz kleinerer Einschränkungen
Kleiner Tipp für Konsolen-Spieler, denen die Grafik noch nicht schön genug ist: Diese sollten einfach auf die geplante PS4-Version warten. Diese soll im nächsten Jahr erscheinen und verspricht, eine wahre Augenweide zu werden.
Symphonie für die Ohren
Jedes Spiel lebt zum Großteil von seiner Atmosphäre und seiner Musik beziehungsweise von den Soundeffekten. Hier haben die Entwickler wirklich alles gegeben. Egal, ob man gerade gemütlich durch die Wüste stapft oder aber sich mitten in einem Kampf befindet. Die Musik passt einfach und wird selten nervig. Lediglich die Musik vom Chocobo könnte irgendwann auf die Nerven gehen, wenn man durch die Prärie von Ort zu Ort wandert. Wie bereits erwähnt, ist der Besitz eines Surround-Soundsystems sehr ratsam. Hier stimmt dann einfach alles, auch was die Ausrichtung der Seiten angeht. Je nachdem wie man steht und wo Töne gerade entstehen, hört man diese auch immer aus der richtigen Surround-Box. Dies sollte heute zwar normal sein, ist aber leider eben nicht immer der Fall.
Die Story ist zudem auch vertont, jedenfalls teilweise. Manche Teile der Story werden nämlich dennoch nur mit Text-Fenster versehen, während andere Szenen vertont sind. Schade, hier hätte man mehr erwartet. Über die Synchronisation kann man wie immer streiten. Dem einem gefällt sie, dem anderem eben nicht. Ebenfalls erwähnenswert ist die auf Wunsch komplett deutsche Sprachausgabe. Das ist für Spiele von Square Enix nicht gerade selbstverständlich. Alles in allem kann man beim Thema Sound mehr als zufrieden sein.
Und abschließend noch etwas zu den Problemen
Die Beta-Phasen sowie der Early Access mitsamt seinen Fehlern sind nun vorbei und das Spiel hat seit dem 27. August 2013 offiziell begonnen. Zuvor gab es einige Probleme, wie Disconnects mit dem Fehler-Code 90000, bei dem man sich nicht wieder einloggen Das Fazit von: Torsten
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