Zum aktuellen Kinofilm „G-Force“ kommt gleichzeitig das Videospiel auf den Markt. Kleine Nager werden zu Agenten ausgebildet, um eine schwierige Mission zu erfüllen. Eure Gegner sind aber keine Soldaten, Zombies oder verrückte Kuscheltiere, sondern Haushaltsgeräte, die sich selbstständig gemacht haben. Klingt komisch, ist aber so…
Darwin ist der Hauptcharakter des Spiels, er ist ein kleines niedliches Meerschweinchen. Er ist Superagent und möchte zusammen mit seinen Tier-Kollegen, den bösen Konzern Saberling zur Strecke bringen. Seine Truppe besteht aber nicht aus Nagern, sondern es sind allerlei Tiere am Start. Die Fliege „Mooch“ kann fliegen und die Zeit verlangsamen, der Maulwurf „Speckles“ ist der Navigator der Truppe, „Blaster“ und „Juarez“ sind ebenso Meerschweinchen und fungieren auch als Soldaten an der Front! Doch um was geht es in G-Force eigentlich? Was muss der Spieler überhaupt machen?
Am Anfang (es ähnelt einem Tutorial) muss man unbemerkt in die Saberling-Fabrik kommen. Doch auf herkömmlichen Weg wird es schwer, zwei Wachen stehen vor dem Eingang. So schleiche ich mit Darwin in dunklen Ecken und versuche, nicht bemerkt zu werden (diverse Agentenspiele lassen grüßen). Wenn Darwin mal nicht mehr weiterkommt, dann ist es Zeit für die Fliege. Mooch kann durch kleine Löcher in der Wand fliegen und Schalter betätigen, an die Darwin nicht herankommt. Falls mal ein laufender Ventilator den Weg versperrt, so kann Mooch die Zeit verlangsamen und so ohne
Schaden durchkommen. Leider kann man im gesamten Spiel nur Darwin oder Mooch steuern, die anderen Charaktere haben zwar ihre Gastauftritte, sind aber nur im Spiel integriert, ohne dass ihr Einfluss darauf habt.
Das gesamte Spiel besteht darin, diverse Missionen zu erledigen. Doch diese haben nur ein Ziel: Den Saberling-Konzern und ihre wildgewordenen Haushaltsgeräte aufzuhalten. Anfangs begegnen einem nur modifizierte Waffeleisen, Toaster und Rasierapparate. Später werden die Gegner dann sehr taff! Ihr werdet merken, dass man einen Staubsauger nicht einfach so schnell ausschalten kann. Wenn man selbst nicht mehr weiterkommt, so reicht eine Taste und schon wird der Weg angezeigt, wohin man muss. Ebenso kann man mit einem Scanner wichtige Informationen einholen. So gibt es verschiedene Strategien, die Gegner zu besiegen. Manche sind sogar mit unseren herkömmlichen Waffen nicht verletzbar, diese haben dann eine besondere Raffinesse. Gott sei Dank gibt es Laserbarrieren, die man so ummodifizieren kann, dass diese dann die Gegner ausschalten.
Neben den Missionen könnt ihr auch Datendiscs sammeln und verschieden-wertige Chips aufgabeln. Die Discs bringen euch je nach Farbe verschiedene Upgrades der Waffen oder des Lebens ein. Die Chips dienen quasi als Zahlungsmittel im Spiel. In jedem Level gibt es ein paar Automaten, bei denen ihr die Waffen aufwerten, Leben kaufen oder auch Muntion erwerben könnt. Diese sind sehr fair verteilt, machen das Spiel aber stellenweise zu einfach. Die unterschiedlichen Levels sind schön gestaltet, doch ist auf Dauer ist zu wenig Abwechslung vorhanden. Man muss aber auch bedenken, dass die Zielgruppe nicht wir Erwachsenen, sondern eher Kinder sind.

Die Grafik des Spiels ist okay, man darf sich hier aber keine Wunder erwarten. Die Charaktere sind sehr schön gestaltet, hier sieht man die Liebe zum Detail. Auch die wunderbaren Zwischensequenzen sehen gut aus, hier macht das Spiel sehr viel Spaß. Leider sind die Umgebungen selbst sehr lieblos und ohne viele Details programmiert worden. Es gibt es noch viel Potential und mögliche Nachbesserungen durch die Entwickler.
Der Sound ist rundum gelungen, die Synchronsprecher wurden gut ausgewählt. Gott sei Dank hat hier keiner gespart, die meisten Stimmen sind aus Film und Fernsehen bekannt. Die Musikuntermalung ist ebenso gut gelungen, sie passt sich den verschiedenen Sequenzen an.
Zu guter Letzt gibt es dann noch die Idee mit der 3D Brille, die in meinen Augen total in die Hose ging. Man versucht hier, einen dreidimensionalen Effekt zu erzielen, indem man die bekannten zwei Farbtöne kombiniert. Doch leider ist das mehr schlecht als recht, denn ein 3D Bild ist nicht wirklich zu sehen. Es ist ein netter Spaß für Kinder, jedoch darf man so etwas nicht ernst nehmen.
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