Gears of War 3

Gears of War 3

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Epic Games
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 20.09.2011
USK 18

Gears of War 3   19.09.2011 von Panikmike

Auf dieses Spiel haben Fans der Xbox 360 fast drei Jahre lang gewartet. Als krönender Abschluss kommt der dritte und letzte Teil von Gears of War ungeschnitten in Deutschland heraus. Marcus Fenix und seine Crew müssen seinen Vater retten und endlich die Welt von allem Abschaum befreien …

Nachdem die letzte Festung der Menschen geflutet worden ist, sind von den Überlebenden nicht mehr viel übrig. Manche trieb es aufs Festland zurück, manche befinden sich auf einem Schiff. Marcus Fenix, der Held unserer Trilogie, entschied sich für einen fahrbaren Untersatz auf dem Wasser und hier beginnt auch das Spiel. Nachdem wir ein kleines Tutorial - was sich im Nachhinein als böser Traum entpuppt - durchgespielt haben, geht es auf dem Schiff auch schon voll zur Sache. Unsere Gegner sind natürlich wieder die ekelhaften Locust, die es aber in einer neuen Form zu sehen gibt. Aufmerksame Spieler können sich an das Ende des zweiten Teils erinnern, wo sie zum ersten Mal auftauchten. Die sogenannten Lambent sind infizierte Locust, die aber nicht weniger tough in Sachen Kriegsführung sind. Der Unterschied ist allerdings, dass sie nicht aus Erdlöchern herauskriechen, sondern aus sogenannten „Pods“ herauskommen. Komisch aussehende Stangen wachsen wie Bohnen aus der Erde und werfen die Gegner ab. Diese sollte man zuerst erledigen, um den Nachschub zu begrenzen. Diese Abwandlung ist vom Prinzip aber nichts anderes, als bei den Vorgängern die Erdlöcher, die man mit einer Granate schließen musste.

Vom Brutalitätsgrad ist das Sterben der Lambent weitaus weniger schlimm, sie explodieren mit einer Art gelben Staub und es bleibt nicht viel von ihnen übrig. Anders als bei den Vorgängern ließen sich hier die Entwickler nicht sehr viel einfallen. Wer Resident Evil gespielt hat, der wird hier gewisse Ähnlichkeiten entdecken. Nichtsdestotrotz sehen die neuen Gegner, die natürlich auch im Laufe des Spiels variieren, gut aus und passen ins Gears of War Universum. Die Locust sind natürlich auch wieder mit dabei, ebenso auf die megagroßen Endbosse, die dieses Mal auch wieder fantastisch aussehen. Wer das E3 Video kennt, der wird den ersten Gegner namens Leviathan schon gesehen haben. Doch das ist nur der Anfang, denn es wird noch besser! So kämpft man sich durch die Kampagne, rettet seine Freunde, ballert wie wild um sich, gruselt sich auf einem Friedhof, spielt mal ein Level unter Wasser und fühlt mit den Charakteren mit. Ziemlich am Anfang darf man sogar ein paar Abschnitte mit Cole spielen, dieses ist aber storytechnisch gesehen nichts Besonderes und Stunden später hat man Alles rund um den Thrashball-Star (ähnlich wie American Football) wieder vergessen. Generell ist die Geschichte des dritten Teils zwar gut gemacht, direkte Überraschungen wie in den Vorgängern gibt es aber kaum. Alles dreht sich um Marcus, seinem Dad und die Vernichtung der Locust. In meinen Augen der schwächste Teil in Sachen Story.

Jedoch wurde ein wenig an der Charakter-Schraube gedreht. Das erste Mal bei GoW sind Frauen mit an Bord, die man ebenso wie viele andere Charaktere im Mehrspieler- oder Koop-Modus spielen kann. Neben Cole trifft man wieder auf Dizzy und bekommt auch noch andere bekannte Gears zu Gesicht. Zum Thema Steuerung kann man nichts Neues, aber dadurch auch nichts Negatives berichten. Nach wie vor spielen sich die Charaktere sehr gut, mit „A“ kann man in Deckung gehen oder auch über diese springen, mit „RT“ ballert man aus allen Rohren, mit „B“ geht man in den Nahkampf und kann mit dem Lancer schön die Gegner durchsägen, mit dem Steuerkreuz wählt man seine Waffe, mit „LT“ zoomt man, mit „X“ nimmt man Waffen und Munition auf und mit „Y“ kann man besondere Ereignisse betrachten. Spieler der beiden vorherigen Spiele kennen diese Steuerung und hatten nichts zu meckern. Daher sicherlich auch die Entscheidung, alles beim Alten zu lassen. Einzig und allein eine Neuerung wurde eingeführt: Wenn man „LB“ drückt, sieht man zum einen, wo sich die eigenen Spieler befinden (dieses Feature gab es auch bei den vorherigen Teilen), zum Anderen sieht man aber in einer Art Navigation einen Punkt, zu dem man laut der aktuellen Mission gehen muss. Dieses Feature ist zwar nichts Großartiges, jedoch sehr nützlich.

Neuerungen gibt es aber dennoch zu sehen, auch wenn es nicht so scheint. Schon am Anfang macht man Bekanntschaft mit dem sogenannten Silverback, einen futuristischen Metallanzug mit richtigem Wumms. Doch das war nicht Alles, auch neue Waffen kamen hinzu. Der Retro-Lancer zum Beispiel ist zwar stärker, aber ungenauer als sein Pendant. Anstatt der Kettensäge hat er „nur“ ein Bajonett, mit dem man aber leichter Nahkampfkills machen kann. Dann gibt es noch eine modifizierte Schrotflinte, ein stärkeres Scharfschützengewehr, ein Hackebeil, einen verbesserten Hammerburst und einen Granatwerfer, der unterirdische Granaten schmeißen kann. Am coolsten ist allerdings die neuartige Minigun, bei der man zwei Spieler zur Bedienung braucht. Einer ballert, was das Zeug hält, während der Andere die Munition hinter sich herträgt. Sieht cool aus und macht verdammt viel Laune. Grafiktechnisch ist es übrigens tatsächlich noch eine Stufe besser als beide Vorgänger. Alles sieht noch besser aus und kommt ein wenig bunter daher. Ebenso sind die deutschen Synchronstimmen wieder 1 A umgesetzt und der Orchester-Soundtrack macht den Rest – Wahnsinn!

Die meisten Neuheiten finden sich allerdings im Mehrspielermodus. Nicht nur der Hordemodus wurde optimiert, sondern auch ein ähnlicher neuer Modus eingeführt. Bei „Bestie“ übernimmt man die Rolle der Locust und muss in 12 Wellen die Menschen besiegen. Bei jedem Tod eines Gegners oder auch Assist bekommt man Geld, welches man dann beim Respawn in einen von 15 Locust eintauschen kann. Je besser und weiter man ist, desto bessere Helden kann man auswählen. Anfangs krabbelt man noch mit den Tickern umher, zum Schluss kann man dann einen Beastrider oder die fast blinde Berserkerin nehmen. Der Modus ist zwar sehr kurz – erfahrene Spieler schaffen die 12 Wellen in unter 30 Minuten – aber Laune mach es dennoch. Danke an dieser Stelle an „Taphthartharth“ und „fr3ddykru3g3r1“, die mir die Erfolge des Bestien-Modus freigeschaltet haben – Jungs es hat einen Haufen Spaß gemacht. Ach ja, bei Horde 2.0 kann man ebenso Geld verdienen und es dann in Soldaten oder auch Verteidigung (Zäune, Stacheldraht, Geschütztürme und noch mehr) stecken.

Natürlich gibt es immer noch drei Teamdeathmatch-Arten (Kriegsgebiet, Hinrichtung und Standard Teamdeathmatch), König des Hügels, Wingman (vier 2er Teams gegeneinander) und eine Abwandlung von Capture the Flag, mit dem Namen "Anführer fangen".
Alles läuft dieses Mal aber deutlich fairer ab, weil nun dedizierte Server eingesetzt wurden. Wer auf eine Online-Massenschlacht keine Lust hat, der kann natürlich auch die Kampagne mit zwei Spielern offline und bis zu vier Spieler per Xbox live zocken. Endlich gibt es einen Vier-Spieler-Koop-Modus, darauf hat die Welt gewartet!

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Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Was für ein Abschluss. Auch wenn die Geschichte selbst nicht mehr die Emotionen eines zweiten Teils enthält und die Story auch ein wenig dünner wirkt, so kann Gears of War 3 auf voller Linie überzeugen. Die Grafik wurde noch mal verbessert, die Atmosphäre passt sich den Vorgängern an, der Mehrspielermodus rockt wie immer und der verbesserte Hordemodus – sowie der Bestien-Modus – sind unglaublich unterhaltsam. Epic Games hat mit der Trilogie ein Meisterwerk erschaffen, über welches man in 10 Jahren noch sprechen wird. Auch wenn alles um Marcus und seinen Gears nun vorbei ist, lassen Spielerherzen hoffen, dass es noch einen vierten Teil zum Beispiel als Prequel geben wird. Lassen wir uns überraschen, bis dahin müssen wir halt den Locust und Lambent in den Arsch treten. Gears – es gibt noch einen Haufen Arbeit!


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positiv negativ
  • 4 Spieler-Koop-Modus online
  • 2 Spieler-Koop-Modus offline
  • Neuer Bestien-Modus
  • Verbesserter Hordemodus
  • Unglaublich detaillierte Grafik
  • Sehr guter Soundtrack
  • Schöne Bosskämpfe
  • Bewährte Steuerung
  • Gute Mehrspieler-Modi
  • Kinoreife Inszenierung
  • Die Kettensäge beim Lancer!
  • In der Story kaum Überraschungen
  • Oftmals nicht Lippensynchron
  • Sehr linear aufgebaut
  • Missionsziele ohne Ideen
  • Verlässt ein Spieler den Bestien-Modus, dann bricht das gesamte Spiel ab





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