Guns and Girls

Guns and Girls

Originaltitel: Guns and Girls
Genre: Action-Komödie
Regie: Michael Winnick
Hauptdarsteller: Christian Slater
Laufzeit: Ca. 90 Minuten
Label: Ascot Elite
FSK 16

Guns and Girls   04.02.2013 von Panikmike

Wenn ein Haufen Elvis-Imitatoren eine antike Maske stehlen, die fast unbezahlbar ist, dann klingt es entweder nach einer gelogenen Geschichte oder einem Film. In Guns and Girls spielt Christian Slater den harmlosen und nichtsahnenden John Smith, der innerhalb von Stunden in eine Misere gerät, aus der er nicht mehr so einfach herauskommt …

 

John Smith (Christian Slater) ist ein junger Mann, der eines Tages per Zufall bei einem Elvis-Imitatoren-Wettbewerb in einem  abgelegenen Casino mitmacht. Da er aber weder singen, noch richtig tanzen kann, macht er den letzten Platz. Zumindest ist die anschließende Pokerrunde mit der Konkurrenz spaßig, bei der er die anderen Elvisse besser kennenlernt. Als er früh morgens mit dem Kopf auf dem Pokertisch erwacht, stürmen zwei Sicherheitsbeamte den Raum, fesseln John und bringen ihn zum Apachen-Oberhaupt und zugleich Besitzer des Casinos.  Dieser ist sich sicher, dass John eine alte Maske gestohlen hat, die er jetzt wiederhaben möchte. Doch John kann sich an die letzten Stunden nicht erinnern und kann sich auch nicht erklären, wo die Maske abgeblieben sein könnte. Er glaubt aber, dass die anderen Elvisse mit der Sache etwas zu tun haben.

 

Um seine Unschuld zu beweisen, flieht John und ist von nun an auf der Suche nach der Maske. Er versucht seine Kontrahenten aufzuspüren, um diese dann mit dem Diebstahl der Maske zu konfrontieren. Allerdings hat er es nicht einfach, denn aufgrund der hohen Belohnung, versuchen  viele Jäger und Sammler, ebenso an die Maske zu kommen …

 

Dem Titel nach zu folge müsste der Film klar in die B-Movie-Sparte rutschen. Hochkarätige Schauspieler wie Christian Slater oder Gary Oldman möchten das Gegenteil beweisen, schaffen es aber nicht. Regisseur Michael Winnick strickte zwar eine witzige und abgefahrene Geschichte, die jedoch teils unlogisch und des Öfteren unrund wirkt. Die Qualität zu Vorbildern wie Quentin Tarantino wird lange nicht erreicht. Obwohl Christian Slater, Gary Oldman und auch die anderen Schauspieler wirklich in ihrer Rolle überzeugen, kann es das Gesamtwerk nicht. Der Film ist rasant, enthält flüchtige Gags und skurrile Charaktere, die aber leider zu wenig ins Licht gerückt werden. Viele sind kurze Zeit nach der Einführung tot oder spielen keine Rolle mehr. Deswegen kann man sich auch nicht mit ihnen identifizieren, was hin und wieder sehr schade ist. Ebenso sind die Gags eher einschläfernd als witzig, man hätte weitaus mehr draus machen können.

 

Bildergalerie von Guns and Girls (9 Bilder)

Qualitativ kann der Film allerdings auf ganzer Linie überzeugen. Die Bildqualität ist durchweg positiv. Die Schärfe, der Detailgrad, der Schwarzwert, die Farben und der Kontrast sind solide umgesetzt und einer Blu-ray würdig. Ebenso verhält es sich mit dem Ton. Auch wenn er sehr frontlastig ausgefallen ist, so kommen der Bass und auch die gesamte Dolby Digital Anlage in den actionreichen Szenen gut zur Geltung. Wer allerdings viele Extras erwartet, der wird enttäuscht. Außer einer Trailershow und dem Originaltrailer gibt es auf der Disc leider nichts.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich mag Gary Oldman und Christian Slater, jedoch konnten mich beide nicht überzeugen, eine hohe Wertung für den Film abzugeben. Dafür ist er nicht gut genug und enthält zu viele unrunde Szenen. Regisseur Michael Winnick hat zwar vieles richtig gemacht, aber leider auch vieles nicht zu Ende gedacht. Wer auf eine schrille Story mit noch schrilleren Charakteren steht, der kann und sollte auch einen Blick auf Guns & Girls werfen. Wer allerdings einen vergleichbaren Tarantino-Streifen erwartet, der wird bitter enttäuscht werden. Ich würde Interessenten den Gang zur Videothek empfehlen, das Kleingeld ist der Film auf alle Fälle wert!


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