Hands of Stone - Fäuste aus Stein

Hands of Stone - Fäuste aus Stein

Originaltitel: Hands of Stone
Genre: Biografie • Sport • Drama
Regie: Jonathan Jakubowicz
Hauptdarsteller: Edgar Ramírez • Robert De Niro
Laufzeit: DVD (106 Min) • BD (112 Min)
Label: Ascot Elite
FSK 12

Hands of Stone - Fäuste aus Stein   19.04.2018 von MarS

Roberto Durán ist eine Legende im Boxsport. In einer der längsten Karrieren der Boxgeschichte gewann er fünf Weltmeistertitel in vier Gewichtsklassen und besiegte dabei unter anderem auch Sugar Ray Leonard, der zu dieser Zeit als bester Boxer der Welt galt. Das biografische Drama Hands of Stone - Fäuste aus Stein erzählt nun Duráns Geschichte...

 

Inhalt

 

Geboren in Panama steht für den aus armen Verhältnissen stammenden Roberto Durán bereits als Kind fest, dass er einmal Weltmeister im Boxen werden will. Fest entschlossen seinen Traum zu erfüllen boxt sich Roberto in die Herzen Panamas, doch um tatsächlich den Titel holen zu können braucht er dringend Hilfe, um seine Wut im Zaum zu halten. Kein geringerer als Trainerlegende Ray Arcel kümmert sich fortan um den ungestümen Kämpfer, der zunächst wenig Freude an den neuen Trainingsmethoden hat. Ray gelingt es dennoch, Roberto zum Titel zu führen, doch der hat immer noch mit seinen eigenen Dämonen zu kämpfen und läuft damit Gefahr, ebenso schnell wieder von der Bildfläche zu verschwinden, wie er den Boxolymp erreicht hat...

 

Hands of Stone - Fäuste aus Stein ist trotz seines biografischen Hintergrunds und dem damit schon als Grundvoraussetzung vorhandenen Realismus ein Boxfilm, der ohne große Überraschungen auskommen muss und dementsprechend nach üblichen Mustern abläuft. Auch auf emotionale Szenen muss man als Zuschauer größtenteils verzichten, denn zu großen Gefühlen kommt es erst im letzten Drittel, wobei die Handlung dort im Vergleich zum Einstieg sehr hastig verläuft und damit emotionalen Reaktionen kaum Gelegenheit bietet, sich zu entfalten. Überhaupt wirkt die Aufteilung der Handlung irgendwie so, als wäre dem Ganzen bei der Produktion die Luft ausgegangen, denn lässt sich der Film für den Aufstieg von Roberto Durán noch sehr viel Zeit, wird dessen Absturz und folgendes Comeback extrem schnell abgehandelt, so dass Charakterveränderungen und Tiefe damit etwas verloren gehen. Dass Hands of Stone - Fäuste aus Stein dennoch über gut 110 Minuten lang zu unterhalten, ja sogar zu fesseln weiß, liegt deshalb vor allem in den Händen der beiden Hauptfiguren, und die machen ihren Job richtig gut. Edgar Ramirez verleiht Roberto Durán glaubwürdige und auch nachvollziehbare Charakterzüge und macht auch im Ring eine mehr als gute Figur, während auch Robert De Niro als Trainer, der aus Liebe zum Sport aus dem Ruhestand zurückkehrt, eine einfach großartige Vorstellung abliefert. Sehenswert sind hier auch die rasant eingefangenen Boxkämpfe, bei denen man sich mitten im Ring fühlt und dabei Atmosphäre und Anspannung beinahe selbst spüren kann. 

 

Bildergalerie von Hands of Stone - Fäuste aus Stein (8 Bilder)

Details der Blu-ray

 

Das Bild der Blu-ray ist solide, hat aber auch mit kleineren Schwächen zu kämpfen. Immer wieder tauchen weichere Momente und auch Unschärfen auf, die sich jedoch überwiegend in den Randbereichen zeigen. Insgesamt fällt die Schärfe in den Hintergründen immer wieder leicht ab. Die Farbgebung ist dabei natürlich und das Kontrastverhältnis ausgewogen. Die Tonspur liefert zwar eine ordentliche Dynamik und eine schöne Einbindung der gesamten Surroundanlage, was sich vor allem während den Boxkämpfen bemerkbar macht, etwas mehr Druck und Kraft hätte der Abmischung aber nicht geschadet und die Atmosphäre noch verstärkt. 


Das Fazit von: MarS

MarS

 

Wenn man nicht wüsste, dass es sich bei Hands of Stone - Fäuste aus Stein um eine biografische Geschichte handelt, dann könnte der Streifen auch ein Boxfilm wie jeder andere sein, denn die Handlung hat bis auf die in Rückblenden und eingestreuten Momenten oberflächlich angerissenen Ereignisse aus der Geschichte Panamas eigentlich keine inhaltlichen Besonderheiten mit an Bord. Dank souveräner Inszenierung und zwei großartigen Hauptdarstellern ist er Film aber absolut sehenswert und weiß ohne Längen zu unterhalten, auch wenn das emotionale Finale etwas zu schnell abgehandelt wird. 


Die letzten Artikel des Redakteurs:




Kommentare[X]

[X] schließen