Hide and Seek - Kein Entkommen

Hide and Seek - Kein Entkommen

Originaltitel: Sum-bakk-og-jil
Genre: Thriller
Regie: Huh Jung
Hauptdarsteller: Son Hyeon-joo • Moon Jeong-hee
Laufzeit: DVD (104 Min) • BD (104 Min)
Label: Edel Germany GmbH
FSK 16

Hide and Seek - Kein Entkommen   02.11.2014 von DeWerni

Als Seong-soo nach langer Zeit wieder einmal Kontakt zu seinem Bruder aufnehmen möchte, weiß er noch nicht, auf was er sich da einlässt. Beim Besuch stellt sich heraus, dass dieser in katastrophalen Verhältnissen lebt, seit kurzem verschwunden ist und dafür sexuelle Übergriffe und Morde aufgetreten sind. Nachforschungen übertreffen die kühnsten und schrecklichsten Erwartungen …

 

Im Grunde hat Seong-soo (Son Hyeon-joo) ein Leben, wie man es nicht besser erwarten kann: Er ist mit der hübschen Joo-hee (Moon Jeong-hee) glücklich verheiratet, hat mit ihr die zwei süße Kinder Soo-ah (Kim Soo-Ahn) und Ho-se (Jung Joon-Won) und lebt in einem luxuriösen Apartment. Vor kurzem ist die junge Familie aus den USA wieder in ihre Heimat in Südkorea zurückgekehrt und hat sich prächtig eingelebt. Doch nun scheint das Schicksal mit ihnen etwas anderes vorzuhaben. Jüngst hat Seong-soo von seinem längst verschollen geglaubten Bruder Emails erhalten, dass er am Rande der Existenz steht und nicht mehr weiß, wohin er noch gehen soll.

 

Seong-soo hat – auch aufgrund einiger Ereignisse in seiner Kindheit – gegenüber seinem Bruder Gewissensbisse und entschließt sich deswegen, ihm zu helfen. Als er sich auf die Suche nach seinem Bruder macht, weiß er noch nicht, was ihn dabei erwarten soll. Er trifft an der angegebenen Adresse ein, wo ihn zunächst der Schlag trifft: Sein Bruder wohnt in einfachsten, fast schon unmenschlichen Verhältnissen. Doch das Schlimmste ist: Sein Bruder ist verschwunden. Während er die Nachbarn nach seinem Verbleib befragen möchte, knallen diese ihm nur bei Erwähnung des Namens wieder die Tür vor der Nase zu. Es bleibt ihm nichts anderes übrig, als die Nachforschungen selbst in die Hand zu nehmen. Im Wohnblock fällt ihm auf, das an den Klingeln jedes einzelnen Apartments kleine Markierungen angebracht sind, die anscheinend für die Anzahl an Bewohnern aufgeteilt in Mann, Frau und Kind stehen. Er findet noch heraus, dass in der letzten Zeit das Gerücht umgeht, einzelne Mitbewohner würden verschwinden und die leerstehenden Wohnungen durch Herumstreicher genutzt werden. Es handelt sich anscheinend um eine ganz üble Gegend. Eines Tages gelingt es ihm durch Zufall Kontakt zu der Bewohnerin Min-ji (Jeon Mi-seon) herzustellen, die in einer der schönsten Wohnungen des Komplexes lebt. Doch als er sie zu seinem Bruder befragen möchte und ihr die Familienzugehörigkeit schildert, wirft sie die komplette Familie hochkant aus der Wohnung. Es bleiben weiter nur die eigenen Ermittlungen. Gleichzeitig taucht ein Stalker mit schwarzem Motorradhelm immer wieder auf und ist anscheinend anonym hinter der Familie her. Für Seong-soo ist die Situation klar: Der Stalker ist sein verschollener Bruder, der aufgrund von Vorkommnissen in Ihrer Kindheit noch immer auf Rache aus ist und der Familie das Leben zur Hölle machen möchte. Ein gefährliches Spiel auf Leben und Tod beginnt …

 

Bildergalerie von Hide and Seek - Kein Entkommen (13 Bilder)

Was hat es mit den seltsamen Zeichen an den Klingeln wirklich auf sich? Wo ist der verschollene Bruder so plötzlich hin verschwunden? Oder findet sich die Lösung auf die Fragen der Familie wirklich in dem Stalker mit dem schwarzen Motorradhelm wieder?!

 

Aus technischer Sicht bekommt man wieder mal ein Werk geboten, das dem HD-Genre wirklich würdig ist. Das Bild wird in überzeugender Schärfe und Klarheit präsentiert, sodass auch ein plastischer Effekt entsteht. Die Farben sind authentisch, wenn auch etwas blass gehalten. Kontrast und Schwarzwert könnten nicht besser sein, so hält das Bild auch bei dunkleren oder gemischten  Einstellungen ohne Mühe das Niveau. Aus tontechnischer Sicht wird ebenfalls hohe Qualität geboten, auch wenn man nicht ganz mit dem Level der Bildqualität mithalten kann. Sehr schön ist die Verteilung auf die Kanäle abgestimmt, sodass man hier jederzeit einen soliden Raumklang geboten bekommt. Die wenigen Soundeffekte des doch eher ruhigeren Werks kommen dann mit etwas zu wenig Wumms aus den Boxen, vor allem der Subwoofer bekommt etwas zu wenig Arbeit und damit Ausdruck zugesprochen. Die Dialoge sind zudem meist gut verständlich, sodass alle Anmerkungen Meckern auf hohem Niveau darstellen. In Summe bekommt man hier ein Werk geboten, das aus technischer Sicht voll überzeugen kann.


Das Fazit von: DeWerni

DeWerni

Bekanntlich ist es so, dass wenn man am wenigsten erwartet, man meist zumindest nicht enttäuscht wird. Ganz so war es auch bei mir mit Hide and Seek. Asiatische Werke sind oftmals solide, treffen allerdings unseren, europäischen Filmgeschmack nicht immer. Nichtsdestotrotz bekommt man als Zusher mit Hide and Seek einen dramatischen Thriller geboten, der sich lohnt. Die Story um das mysteriöse Verschwinden des Bruders und den aufkommenden Morden ist gelungen und überzeugt. Lediglich das Ende kommt für Kenner des Genres nicht unbedingt überraschend. Die Schauspieler transportieren ihre Rollen gekonnt und tragen so ihren Teil zum Gesamtwerk bei. Fans des Genres sollten auf jeden Fall ein Blick riskieren, aber auch alle anderen werden mit Sicherheit gut unterhalten werden.


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