House Of Terror

House Of Terror

Originaltitel: House
Genre: Horror • Thriller • Drama
Regie: Robby Henson
Hauptdarsteller: Michael Madsen • Julie Ann Emery
Laufzeit: Ca. 84 Minuten
Label: Savoy Film
FSK 16

House Of Terror   19.06.2011 von Molle

Jaja, die Trash-Horror-Filme. Mittlerweile gibt es von dieser Art wirklich viele, doch irgendwie kann man als Fan nicht davon ablassen. Man möge sich doch an “Wrong Turn” oder an „The Hills have Eyes“ erinnern, die durch eine magere Story und viel Blut bekannt geworden sind. Doch die Leute stehen drauf.  Der Film „House Of Terror“ ist vom Produzenten von X-Men, der sich anscheinend dieses Mal an einem anderen Genre versucht hat. Doch worum geht es in diesem Film? Kann er sich anderen bekannten Streifen abheben?

 

Zur Story:
Die ersten Minuten sind gelaufen und irgendwie kommt einem die Story mal wieder bekannt vor. Der typische „Trash-Horror-Style“, eine Gruppe von Menschen verirrt sich mit dem Auto im Wald und durch eine Reifenpanne gelangen sie zu einem Haus voller Qualen. Das ist die Kurzform, doch worum geht es nun wirklich? Die beiden Hauptpersonen Jack und Stefanie sind auf dem Weg zur Eheberatung. Da sich Jack allerdings verfahren hat, werden sie dazu verführt eine Abkürzung zu nehmen, welche allerdings der Pfad zur Hölle wird. Durch herumliegenden Müll schlitzt sich Jack zwei Reifen auf, wodurch sie zum Laufen gezwungen werden. Ein Zufall? Nein, sicherlich nicht. Da es mitten im Wald keinen Handyempfang gibt, sind sie glücklich, als sie zufälliger weiße auf ein Landhotel stoßen. Hoffnungsvoll treten sie ein, um mit dem Telefon einen Abschleppdienst rufen zu können. Doch keiner ist am Empfang. Verwundert durchstreifen sie die Zimmer und treffen auf ein weiteres, gestrandetes Paar.

 

Doch plötzlich lässt sie eine Stimme zusammenzucken. Eine Frau mit ihrem Sohn, denen anscheinend das Anwesen gehört, lädt die Gäste zum Essen ein. Doch alle Beteiligten haben ein unwohles Gefühl dabei, welches allein schon durch das komische Verhalten der Gastgeber hervorgerufen wird. Sie wirken total verstört und zugleich beängstigend. Das Telefon ist tot und sie sind dazu gezwungen dort zu nächtigen. Fatal, wie sich herausstellt. Durch merkwürdige Anspielungen auf die Vergangenheit der jeweiligen Personen durch die Mutter des Hauses, möchte Stefanie nicht länger bleiben. Doch als sie aus dem Haus rennen möchte, steht ein „verkleideter“ Typ mit einer Maske auf dem Kopf und einem Schrotgewehr in der Hand vor der Tür. Die Hausdame wird total hysterisch und verschließt alle Fenster mit einem Gitter. Sie schreit die ganze Zeit „Ihr habt den Teufel mit ins Haus gebracht“.

 

Doch die Besitzer des Landhotels stellen sich als nicht gerade hilfsbereit und vertrauenswürdig heraus. Sie wollen die Gäste in ein Kühlhaus sperren, was allerdings nicht gelingt. Die vier können nun fliehen. Die Gruppe wird voneinander getrennt und ihnen wiederfährt etwas Komisches. Jeder  verarbeitet seine Vergangenheit in einer real wirkenden Umgebung. Stefanie und Jack haben ihre Tochter durch einen Umfall verloren und jeder muss dieses Erlebnis auf seine Art und Weiße verarbeiten. Wie wird der Film ausgehen? Ich verrate nur so viel: Es geht etwas anders aus als sonst und ich war sehr überrascht.

 

Doch um die Frage zu beantworten, ob sich der Film von den üblichen Trash-Horror Filmen absetzen kann, würde ich die Frage mit einem klaren "Nein" beantworten.

 

Zum Screening:
Eigentlich könnte man denken, dass es nicht gerade schwer sein sollte einen Horrorfilm zu drehen, weil man nur ein Haus bzw. nur einen Ort hat und sich dort alles abspielt. Doch das Wichtigste bei einem Horrorfilm ist die erdrückende Stimmung an den Zuschauer weiterzugeben, was sich allerdings nicht immer als leicht herausstellt. Das Team von „House of Terror“ hat seine Hausaufgaben gemacht und die knapp 84 Minuten waren schneller rum als gedacht, was ich als gutes Zeichen abhake. Auch die Schauspieler haben Ihre Rollen überzeugend gespielt und insgesamt  einen soliden Film abgeliefert. In mitten des Films waren allerdings Szenen drin, die ich nicht auf Anhieb verstanden habe. Doch alle Fragen, die ich mir gestellt hatte, wurden zum Ende hin beantwortet.

Sonstiges:
Bonusinhalte gibt es nicht wirklich. Das Einzige was noch dazu gepackt wurde, waren einige Trailer von anderen Filmen. Es gibt keine Inhalte zu diesem Film, keine Interviews oder sonstiges. Fans, die sich sowas gerne anschauen, werden hier wohl leider enttäuscht. Getestet wurde hier nur die DVD, nicht die Blu-ray. Das Bild an sich war gut und zeigt kaum Mängel.  Der „Soundtrack“, wenn man ihn so nennen darf, hält die Spannung zwar oben, aber er ist auch nichts besonders.


Das Fazit von: Molle

Molle

Ich würde "House Of Terror" im Durchschnittsbereich der Trash-Horror-Filmszene einordnen. Er war nicht schlecht, allerdings auch nicht wirklich spitze. Fans von viel Blut werden hier leider nicht bedient, aber wie ich bereits im Artikel erwähnt habe nimmt das Ende eine überraschende Wende mit dem niemand rechnet. Somit konnte der Film noch ein paar Bonuspunkte bei mir gut machen. Im Großen und Ganzen ist dieser Film sicherlich kein Pflichtkauf, doch wirklich abraten kann ich auch nicht. Falls euch der Trailer gefällt, dann könnt Ihr zugreifen.


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