Ice Age 3

Ice Age 3

Publisher: Activision
Genre: Action
Sub-Genre: Jump & Run
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 26.06.2009
USK 6

Ice Age 3   01.09.2009 von Panikmike

Die Kultfiguren “Manni”, “Scrat” und “Diego” on Tour! Zeitgleich zum grandiosen dritten Teil der Animationsserie“ Ice Age“, kommt von Activision das Jump&Run für Konsolen und Handhelds. Taugt das Spiel denn was, oder ist es wie bei vielen Umsetzungen von Filmen, dass das Spiel nicht mithalten kann?

Leider waren die Filmumsetzungen in der letzten Zeit nicht gerade der Hit, sagen wir es direkt: Meistens waren es Spielgurken. Nur weil der Name eines erfolgreichen Animationsfilms dahintersteckt, heißt es noch lange nicht, dass das Spiel dann auch was wird. Auch wenn Umsetzungen wie „Madagascar 2“ und „Wall-E“ nicht so schlecht waren, sind es meistens doch Kinderspiele ohne viel Anspruch. Im Endeffekt ist zwar klar, dass die Publisher viel Wert auf Filmumsetzungen legen, aber trotzdem sollte man auf Qualität setzen! Aber nun mal zum eigentlichen Thema, dem Spiel „Ice Age 3“.

Auch wenn die Demo auf dem Marktplatz nicht ganz so toll war, sollte man sich doch vom fertigen Produkt überzeugen, denn Demonstrationen sind oftmals unfertige Versionen bzw. haben nicht alle Features drin. Der Ursprung sitzt natürlich im Genre des Jump&Run, aber „Ice Age 3“ präsentiert sich hier nicht klassisch, sondern auch mit ein paar Adventure-Elementen. Man kämpft sich durch eine 3D-Welt, sammelt nebenbei Objekte auf, springt über Passagen und klettert auf Berge. Doch ist das wirklich schon alles? Nein, Ice Age 3 bietet mehr. Mal muss man mit Scrat, dem niedlichen kleinen Eichhörnchen, in einem 2D Part laufen, mal kann man sich im Stil eines klassischen Raumschiff-Ballerspiels auslassen. Ice Age 3 bietet in Sachen Leveldesign viel Abwechslung und öfters mal die eine oder andere Überraschung.



Leider gibt es auch eine Überraschung in Sachen Schwierigkeitsgrad. Klar ist es wieder ein Kinderspiel, doch selbst die Kleinen haben ein Problem damit. Aber eher andersrum wie man es denken mag, denn hier ist definitiv alles zu einfach. Selbst Kinder werden selten gefordert, denn es gibt wieder mal nur einen Schwierigkeitsgrad. Anscheinend ist es noch nicht zu den Entwicklern vorgedrungen, dass man an dieser Stelle mal ein wenig mehr programmieren sollte. Auch wenn natürlich so die Familie besser gebunden wird, so wird der Papa oder die Mama ohne Kind dann keinen Sinn sehen, es mal einfach so zu spielen. Insgesamt braucht man zwischen sechs und acht Stunden, das ist für ein Familienabenteuer schlicht zu wenig.

Die Zwischensequenzen sind nett erzählt, allerdings ohne dass die Entwickler Videos eingebunden haben. Alles läuft immer nach dem gleichen Schema ab. Die Geschichte wird erzählt, man hört im Hintergrund die Stimmen der Charaktere (die im Übrigen nicht die Originalstimmen aus dem Film sind) und nebenbei sieht man eine kleine Sequenz in einer Höhle. Man sieht also eine Höhlenmalerei, die die Geschichte erzählt. Tolle Idee, doch alles wirkt ein wenig steril und es ist mir einfach zu wenig! Danach kommt dann eine kleine Einleitung in den Level, diese ist dann mit einer Animation der Figuren gemacht. Doch hier kommt auch kein gut gerendertes Video ins Spiel, sondern lediglich eine In-Game Sequenz. Hier wurde viel Potential verschenkt, idealerweise hätte man Original-Film-Sequenzen einbauen können!

Die Grafik ist okay, komplett überzeugen kann sie nicht. Die Lichteffekte sind sehr gut, ebenso hat die Engine hin und wieder eine Überraschung parat. Im Grunde genommen ist aber nichts Neues zu erkennen und bietet kaum Highlights. Das Problem hier ist, dass die Grafik nicht viel Abwechslung bietet. Klar muss alles mit dem Thema Eis in Verbindung gebracht werden, aber selbst da hätte man mehr Farben und mehr Objekte ins Spiel bringen können. Ebenso wirkt hier, ähnlich wie bei den Zwischensequenzen, alles sehr steril. Selten sieht man schöne Animationen, der Hintergrund wirkt leblos!

Der Sound ist im Gegenzug zur Grafik schon um einiges besser. Hier gibt es eigentlich nichts zu bemängeln. Das Spiel ist multilingual, der Orchestersoundtrack ist sehr gut und die deutsche Synchronisation überzeugt in ganzer Linie, allerdings wurden nicht die Originalstimmen benutzt. Fans werden dies bezüglich sehr enttäuscht sein!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich find das Spiel nett, aber mehr auch nicht. Erwachsene werden so gut wie gar nicht gefordert, selbst Kinder haben kein großes Problem, dass Spiel zu lösen. Wenn man verschiedene Schwierigkeitsgrade eingebaut hätte, so wäre dieses Manko sehr schnell und einfach ausgebügelt worden. Die Grafik ist altbacken, dennoch hat sie hin und wieder einen „Ahhh“ und „Ohhh“-Effekt. Für Jump&Run Fans und Familien mit kleinen Kindern ist das Spiel ein Kauf wert, alle anderen sollten sich eine Alternative suchen!


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positiv negativ
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  • Kontrollpunkte sehr fair gesetzt
  • Kameraführung gut gelungen
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