Infernal: Hell´s Vengeance

Infernal: Hell´s Vengeance

Publisher: Playlogic
Genre: Action
Sub-Genre: 3rd Person Shooter
Art: Vollpreistitel
Erscheinungsdatum: 12.08.2009
USK 18

Infernal: Hell´s Vengeance   20.08.2009 von Panikmike

PC Spieler kennen das Spiel noch von früher, denn es ist nur 2 ½ Jahre her, als Infernal das Licht der Welt erblickte. Der Ego-Shooter präsentierte sich in einer schönen Form auf den heimischen PCs, jetzt gibt es endlich die Adaption fürs Wohnzimmer. Ob sich die Portierung allerdings gelohnt hat, könnt ihr hier erfahren…

Einer der das ganze Geschehen verfolgt hat, fragt sich natürlich zu Recht: Warum dauert eine Adaption dieses Actiontitels 2 ½ Jahre? Sind denn neue Gegner hinzugekommen oder vielleicht sogar neue Levels? Gibt es mehr fürs Auge und für die Ohren? Leider ist die Antwort: Nein. Alles ist beim Alten, was nicht unbedingt schlecht sein muss. Infernal war zu PC-Zeiten schon keine Offenbarung, aber ein ordentlicher Kracher war es schon damals. Jedoch gehört zu einem guten Shooter in der heutigen Zeit weitaus mehr, als Infernal zu bieten hat. Problem eins: Die Grafik! Auch wenn alles sehr schön aussieht, die Effekte sehr gut rüberkommen, so ist alles leider nicht mehr zeitgemäß. Einzig und allein die Lichteffekte und die Explosionen sind unglaublich und selten so schön gemacht, wie hier. Leider gibt es auch viele negative Facetten. Die Gesichter, die Mimik und die Bewegungen der Figuren sind absolut unreal, man kommt sich teilweise vor wie bei der Augsburger Puppenkiste, ohne dass man die Fäden sieht! So nett das früher vielleicht auch gewesen ist, so kann es heutzutage keinen mehr vom Hocker reißen. Unsereins zaubert es eher ein Gähnen ins Gesicht als alles andere.

Spielerisch ist Infernal solide, aber auch nicht großartig. Man kämpft sich mit seinem Charakter durch die einzelnen Abschnitte. Das Ganze ist aus der Schulterperspektive zu sehen, sieht nett aus, spielt sich aber nicht so toll, wie man es erwarten könnte. Die Steuerung ist zwar generell okay, aber das genaue Zielen ist nicht so gut umgesetzt. Leider ist genau dieser Fakt das größte Manko der Umsetzung. Das gesamte Spiel ist unpräzise. Es ist nicht gerade einfach, mit dem kleinen Fadenkreuz einen Gegner zu Boden zu bekommen. Eine Auto-Aim-Funktion sucht man leider auch vergebens! Um das Ganze zu verbessern, haben die Entwickler ein Deckungssystem eingeführt. Leider ist dies auch nicht so toll, wie es sich anfangs anhört. Sobald man diese nämlich verlässt, ballern die Gegner wie die Blöden auf einen. Ist zwar logisch, doch aus der Deckung zu schießen wäre die Lösung gewesen!

Man kann seine Gegner nicht nur mit einer ganzen Palette verschiedenster Waffen bekämpfen, sondern der Spieler kann auch die Richtung der Magie gehen. Im Verlauf des Spiels lernt man den Höllenschub zur Verstärkung der Munition und die Teleportation zur Rätsellösung. Allerdings braucht man dazu, wie man es ja aus diversen Rollenspielen kennt, das sogenannte Mana. Diese Energie kann man an dunklen Flecken aufladen, jedoch sollte man aufpassen, da es an hellen Orten wieder einen Abzug gibt. Ebenso kann man gefallene Gegner aussaugen, in dem man ihnen die Seele nimmt. Somit kann man Lebensenergie, Mana und dessen Waffen und Munition nehmen. Nach ca. 1 Stunde Spielzeit gibt es dann noch ein nettes Feature namens „Infernal Vision“. Drückt man die Y Taste, so wird der Bildschirm schwummrig und der Spieler sieht so Mana und Lebensenergieknoten. Ebenso kann er in dieser Sicht hin und wieder einen Geheimcode an Wänden erkennen, mit denen man dann Türen öffnen kann.

Tipp am Rande: Innerhalb der Vision sollte man aufpassen wo man hintritt, denn ein Fall von einer Leiter kann zum Tod führen. Sehr ärgerlich, wenn man das letzte Mal vor 30 Minuten gespeichert hat! Ebenso wichtig ist zu wissen, dass es keine Autosave Funktion gibt. Jeden Speicherpunkt muss man selbst anlegen...


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Das Spiel präsentiert sich ganz gut, jedoch kann es in der heutigen Zeit niemanden vom Hocker reißen. Vor 2 ½ Jahren war die Grafik und der Spielfluss vielleicht noch gut, allerdings bringt eine Adaption auf eine Konsole ohne Verbesserung gar nichts. Auch wenn „Infernal“ im Grunde ein sehr gutes Spiel ist, so wird es durch die alte Technik nur eine Mittelklasse-Wertung geben. Klar kommen nun Spieler der Xbox360 in Genuss des Games, aber ob es an dieser Stelle nicht besser wäre, einen Referenz-Shooter zu kaufen, muss jeder Spieler selbst wissen. Der Stoff des Engels und der Hölle wäre da, doch in der Ausführung wurde geschlampt!


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positiv negativ
  • Leveldesign in Ordnung
  • Gute Action
  • Nette Umgebungen
  • Unterhaltsame Zwischensequenzen mit guter Sprachausgabe
  • Mimik und Bewegung der Figuren nicht ansprechend
  • Grafisch veraltet
  • Steuerung verbesserungswürdig
  • Deckungssystem unsinnig
  • Kein Mehrspielermodus





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