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Inferno
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BEWERTUNG |
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Nach dem sensationellen Erfolg von Sylvester Stallones „The Expendables“, hat Rechteinhaber Splendidfilm beschlossen eine neue Reihe namens „The Expendables Selection“ ins Leben zu rufen. Dem Käufer werden hier die größten Highlights der unangefochtenen Action-Ikonen unserer Zeit versprochen. Den Anfang macht Jean-Claude van Damme mit seinem eher unbekannteren Film „Inferno“. Wer hätte gedacht, dass dieser Streifen so schnell den Weg auf das HD-Medium finden wird. Wer ihn nicht kennt, kann sich im folgenden Bericht darüber informieren...
Eddie Lomax, gespielt von Jean-Claude van Damme, ist mit seiner Indian in der Wüste unterwegs. Plötzlich will die Karre nicht mehr und Eddie fängt an, sich volllaufen zu lassen. Was soll man denn sonst in so einer Situation machen? Im Vollsuff denkt er an seinen Kumpel, dem er das Motorrad eigentlich schenken wollte. Aber wie soll er das nun machen? Nach einiger Zeit kommen ein paar üble Rabauken vorbei, die Eddies Motorrad klauen und ihn mal eben abknallen. Er überlebt den Anschlag und lässt sich gesund pflegen. Von seinem Kumpel erfährt er, dass die Rabauken im Ort Inferno ihr Unwesen treiben. Also nix wie hingefahren, um denen mal zu zeigen, wo Herr van Damme den Most holt. Während der Prügeleien und Schießereien muss er natürlich noch jedes weibliche Wesen dieses Ortes begatten, denn alle stehen nun mal auf ihn. Ach ja, sein Motorrad will er auch zurück. Und er kann Karate!
Oh man, diesen Film kann man einfach gar nicht ernst nehmen. Lange habe ich so einen Blödsinn nicht mehr gesehen. Irgendwie stimmt hier gar nix. Dennoch unterhält „Inferno“ komischerweise recht gut, was wohl daran liegt, dass sich der Film selbst nicht zu ernst nimmt. Selten hat man Jean-Claude so ironisch gesehen, wie hier. Die Ursprungs-Geschichte namens „Yojimbo“ von Akira Kurosawa hat jede Menge Potenzial, doch was Regisseur John G. Avildsen daraus macht geht auf keine Kuhhaut. Das ist eigentlich komisch, da er immerhin den legendären ersten Teil der Rocky-Saga inszeniert hat. Lassen wir die Geschichte mal beiseite und schauen uns die schauspielerischen Leistungen an. Neben JCVD gibt es da noch Pat Morita, bekannt als Mister Miyagi, und Danny Trejo, bekannt als Machete. Das kann sich doch eigentlich sehen lassen, oder? Weit gefehlt, denn auch die beiden kriegen hier gar nichts auf die Reihe. Also lassen wir das lieber.
Wer nun denkt, dass hier wenigstens in Sachen Action ordentlich die Post abgeht, der ist leider falsch gewickelt. Obwohl der Film ab 18 Jahren freigegeben ist, passiert hier fast gar nichts. JCVD darf zwar ab und an mal jemanden treten oder erschießen, aber die meiste Zeit über läuft er lieber grinsend durch die Wüste und überlegt sich, wie er die nächste Schnecke vernaschen kann. Seit Motorrad interessiert ihn nach einiger Zeit auch nicht mehr. Der überaus ironische Schwachsinn wird von ein paar Gitarrenklängen begleitet und um die Kosten im Rahmen zu halten, gibt es in der Umgebung wirklich nur Wüste. Wie gesagt, der Film wird echt nicht langweilig und dadurch funktioniert er irgendwie. Dazu muss man aber mit JCVD sympathisieren. Ach ja, seinen knackigen Arsch zeigt er auch mal wieder in die Kamera. Das nächste Mal sollte er sich nur hübschere Mädels für seinen Dreier aussuchen.
Auf die Blu-ray möchte ich gar nicht so viel eingehen, da man hier leider nicht von einem HD-Genuss sprechen kann. Die Bildqualität ist wirklich mies. Bildrauschen, Artefakte und Unschärfen trüben den Genuss. Das wird sicherlich bei der DVD nicht anders sein. Der deutsche Ton ist o. k., aber die Original-Tonspur ist leider nur im 2-Kanal-Ton verfügbar. Dazu gibt es ein paar Trailer und ein Wendecover. Immerhin ist der Film ungeschnitten, aber viel zu sehen gibt es halt nicht. Dafür ist der Film für schlappe 10 Euro zu erwerben.
Das Fazit von: Tobi
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Kommentare
13.12.2011 13:22:20 von Wolfgang
Gute Beschreibung des Films. Bin kein Van Damme-Fan und das wird auch so bleiben.
13.12.2011 11:43:59 von Bernd
Die besten Zeiten von Jean-Claude van Damme sind sicherlich vorbei, was die Actionfilme angeht. Man merkt ihm zwar an, das er sich sichtlich bemüht, aber es sieht künstlich und gestellt aus. " Inferno " ist leider ein, dem Trailer nach, ein recht einfacher Low-Budget-Film, was schade ist, denn er kann bestimmt mehr, als den alten, guten Zeiten nachtrauern. Der Trailer reicht mir schon, das ich sagen kann, ich möchte mir diese DVD nicht kaufen.