Was ist an einem italienischen Kriegsfilm von 1977 so interessant, dass sogar Kultregisseur Quentin Tarantino ein Remake dieses Streifens abgedreht hat? Liegt es an seiner Brutalität? Eine einmalige Story? Einzigartige Landschaften? Vielleicht ist es auch die gute Besetzung? Findet es heraus..
1944, ganz Frankreich ist von den Deutschen besetzt, aber wirklich ganz Frankreich? Nein, die Alliierten leisten erbitterten Widerstand, aber nicht alle parieren so wie es sich die Army vorstellt. So kommt es das ein Transport zusammengestellt wird, voll mit Dieben, Deserteuren, Befehlsverweigerer und anderen unangepassten Soldaten.
Mit von der Partie sind unter anderem Lt. Robert Yeager (Bo Svenson), ein Offizier der den Befehl verweigerte Frauen und Kinder zu töten und Pvt. Canfield (Fred Wiliamson), dem das Töten wiederum nicht so schwer viel und er nun wegen Mordes angeklagt ist.
Während der Überführung in ein Straflager wird der Konvoi von einer Stuka angegriffen, wobei fünf verwegene Hunde überleben, die nun versuchen sich in die neutrale Schweiz abzusetzen. Zusammen mit dem geflohenen Deutschen Soldaten Adolf (Raimund Harmstorf) beginnen sie eine Reise quer durch das besetzte Land.

Dieser Release des in Deutschland unter dem Titel „Ein Haufen verwegener Hunde“ bekannten Filmes liegt in einem sehr guten anamorphen 16:9 Bild auf der Scheibe. Die Farben strahlen klar und ich könnte mir sogar eine interessante Blu-Ray Veröffentlichung vorstellen, falls der Master noch vorliegt.
Der Ton kann leider nicht im vollen Umfang überzeugen. In allen drei Tonspuren fehlt die Dynamik, besonders in der Deutschen sind die Stimmen oft übersteuert und kratzig. Ungefähr 20 Minuten Film sind 1977 aus der deutschen Version geschnitten worden um den Filmfluss zu erhöhen. Diese Szenen sind hier enthalten, liegen aber nur in untertitelter italienischer Originalvertonung vor.
Interessant wird es im Bonusmaterial, in dem Quentin Tarantino mit Enzo Castellari, dem Regisseur der Originalversion, sich euphorisch über diesen Film unterhalten. Für Tarantino war es immer "sein persönlicher Film", da er der einzige in seinem Bekanntenkreis war, der ihn kannte. Der Film ist in Amerika nie in den Kinos gelaufen und lief seinerzeit nur 2-3 mal im Fernsehen. Das enthaltene Making of ist knappe 30 Jahre nach dem Dreh entstanden und fängt daher leider nicht die Stimmung der Dreharbeiten ein.
Werden sie ihr Ziel erreichen oder kommt am Ende doch alles anders als geplant?
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