Invizimals Schattenzone

Invizimals Schattenzone

Publisher: Sony Computer Entertainment
Genre: Augmented Reality
Sub-Genre: Sammelspiel
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 12.11.2010
USK 6

Invizimals Schattenzone   28.02.2011 von Der Ohm

Die Kamera für die PSP hat keinen leichten Stand. Kaum eine brauchbare Anwendung wurde für dieses Zubehör entwickelt. Da ist es doch schön, dass Sony mit dem Spiel Invizimals im November 2009 eine recht interessante Einsatzmöglichkeit für das Teil gefunden hat. Wie bei jedem erfolgreichen Spiel lässt man es nicht darauf beruhen, sondern produziert in schnellstmöglicher Zeit einen Nachfolger. Und diesen, Invizimals Schattenzone genannt, stelle ich Euch hier nun vor.

Invizi-was?

Ja, was sind Invizimals eigentlich? Ihr werdet es nicht glauben, aber sie leben in Eurer direkten Umgebung. Auf dem Küchentisch, auf der Herdplatte, unter Opas altem Ledersessel. Nur sehen, das könnt Ihr sie nicht. Wie gut, dass die PSP-Kamera Euch zur Hilfe kommt. Sobald Ihr diese nutzt, tauchen sie plötzlich auf eurer PSP auf. Kleine Monster, oft Insekten oder wilden Tieren nicht unähnlich, warten darauf, von Euch gefangen genommen zu werden. Um es in einfache Worte zu packen, Pokémon trifft auf die Realität. Während der erste Teil mit 40 Invizimals aufwarten konnte, sind es im Nachfolger über 100 neue kleine Wesen. Diese unterscheiden sich nicht nur im Aussehen, auch ihre Kampfart und Spezialattacken sind unterschiedlich. Doch wofür brauchen wir diese Mini-Monster überhaupt?

 

Die Story
Unser neues Abenteuer beginnt einige Monate nach dem ersten Teil. Keni, Dawson und Jaz rufen uns nach Barcelona, um uns in einem erneuten Geheimtreffen in die bösen Pläne des fiesen Oberschurken Campbell einzuweihen. Der Rabauke hat nichts anderes im Sinn, als mit seiner Armee von bösen Invizimals die Weltherrschaft an sich zu reißen. Da wir so was als rechtschaffene Bürger keinesfalls tolerieren können, schließen wir uns dem Geheimbund an. Es stellt sich schnell heraus, dass das nicht die schlechteste Idee war, denn nun startet eine Weltreise. Die Dschungelwelt Indiens, der Kilimandscharo in Afrika, die Pyramiden in Ägypten, mystische Stätten in Mexiko und schlussendlich Stonehenge in England sind Stationen in eurem Kampf gegen das Böse. Im sagenumwobenen Steinkreis auf der britischen Insel erwartet Euch der finale Kampf gegen Campbell. Bleibt zu hoffen, dass Eure Invizimals-Armee bis dahin genug Kampfkraft gesammelt hat.

 

Invizimals-Armee
Dass die Invizimals uns umgeben, haben wir bereits gelernt, doch wie bekommen wir sie nun unter unsere Fittiche? Natürlich in dem wir sie einfangen und damit beweisen, wer der Chef im Ring ist. Da nicht tausende von den Viechern um Euch herum leben, müsst ihr diese erst mit einem Sonar orten. Während eure PSP knattert wie ein Geigerzähler, durchsucht ihr mit der Kamera das Zimmer. Sobald sich das Knattern in einen durchgehenden Ton wandelt, habt ihr den Standort eines Invizimals entdeckt. Ihr legt die „Fangkarte“ aus und schwupps taucht das Invizimal vor Euch auf. Ganz kampflos überlässt es sich allerdings nicht seinem Schicksal. Im Kampf kommen alle „Sinne“ der PSP zum Einsatz. So kann durch Schütteln ein Erdbeben inklusive einer Erdspalte herbeigerufen werden, Ihr könnt Winde erzeugen, indem Ihr in das Mikrofon pustet und vieles mehr. Wenn Ihr es besiegt haben solltet, ist es Euch aber für alle Zeit treu ergeben. Im Co-Op Modus könnt ihr sogar zu zweit auf Monsterhatz gehen, aufgrund der fehlenden Hardware konnte ich das leider nicht für Euch testen.

Wie üblich trainiert Ihr die Taschenmonster, indem Ihr sie gegen andere kämpfen lasst. Hierbei lernt Ihr auch die Spezialattacken der jeweiligen Spezies kennen. Das Kampfsystem ist nicht sonderlich komplex, es gibt je einen Knopf für eine schnelle Attacke, eine schwere Attacke und zwei Knöpfe für die normalen Attacken. Schwere Attacken kosten sehr viel Ausdauer, schädigen dafür den Gegner um einiges mehr als die energiesparenden, leichten Attacken. Solltet Ihr Eure Ausdauer verbraucht haben, ist dieser Kampf verloren. Da auch das Blocken der Angriffe Ausdauer kostet, ist es sehr wichtig, mit den Kräften des Invizimals richtig zu haushalten. Den Einsatz von Spezialattacken oder der Heilung legt Ihr vor den Kämpfen fest. Solltet Ihr bereits den ersten Teil von Invizimals gespielt haben, dürft Ihr die dort gefangenen Mönsterchen in die neue Episode importieren. Das macht rechnerisch über 140 Invizimals, was für Langzeitmotivation sorgt.

 

 

Grafik, Sound und die Technik
Es ist schon beeindruckend, wenn die ersten Invizimals auf der PSP auftauchen, perfekt in den Raum kopiert, während Ihr die Kamera mehr oder weniger ruhig auf deren Position haltet. Die Story selbst wird mit aufwendig produzierten Videos erzählt, was Fluch und Segen zugleich ist. So ärgern die langen Ladezeiten zwischen den einzelnen Sequenzen. Die Synchronisation hingegen ist wieder gelungen, so können auch jüngere Spieler ohne lange Texte studieren zu müssen problemlos in die Welt der Invizimals eintauchen. Diese sind zwar hübsch gestaltet, es fehlt allerdings der Charme und der Wiedererkennungswert, den zum Beispiel Pikachu ausmacht.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Invizimals Schattenzone richtet sich eindeutig an die jüngere Spielerschar. Auf Gewaltdarstellungen wurde verzichtet und auch der Schwierigkeitsgrad unterfordert gestandene Spieleveteranen. Obwohl ich mich eher zu den Zweiten zähle, hat es mir Spaß gemacht, die Invizimals von meinem Stubentisch zu jagen und diese in der PSP zu trainieren. Die Story ist interessant und aufwendig inszeniert. Schade, dass die Ladezeit die Motivation ein ganzes Stück wieder ausbremst. Der Kaufpreis, auch im Bundle mit der Kamera, ist für Invizimals Schattenzone eindeutig gerechtfertigt und gibt der Go!Cam allein schon eine Daseinsberechtigung. Bleibt mir noch euch PSP-Junkies viel Spaß bei dem Einfangen der kleinen Racker zu wünschen!


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positiv negativ
  • Technisch beeindruckend
  • Hohe Langzeitmotivation
  • Aufwendig produzierte Story
  • Unterhaltsame Kämpfe mit Strategieanteilen
  • Lange Ladezeiten
  • Für erfahrene Spieler zu einfach





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