Ip Man

Ip Man

Originaltitel: Ip Man
Genre: Action • Drama • Eastern
Regie: Wilson Yip
Hauptdarsteller: Donnie Yen • Simon Yam • uvm.
Laufzeit: ca. 101 Minuten
Label: Splendidfilm
FSK 18

Ip Man   15.01.2010 von Tobi

Der Kung-Fu-Meister von Bruce Lee hat einen Namen. Dieser lautet „Ip Man“. Es war nur eine Frage der Zeit bis es eine filmische Umsetzung dieses Charakters geben wird, denn dieser Mann hat die Kampfsportart „Wing Tsun“ populär gemacht. Kampfsportlegende Donnie Yen hat es sich zur Aufgabe gemacht diesem Mann ein filmisches Denkmal zu setzen. Ob dies gelungen ist zeigt der folgende Artikel.

 

Die Geschichte beginnt in den 1930er Jahren in Foshan in China. Die Martial-Arts-Kampfkunst ist sehr hoch angesehen. Auf Grund dessen gibt es jede Menge Kampfsportschulen. Der Meister einer jeden Schule behauptet von sich der Beste zu sein, denn diejenigen, die die Kunst des Kampfsportes erlernen wollen, wollen natürlich nur mit den Besten trainieren. Doch natürlich gibt es nur einen wahren Meister. Sein Name ist Ip Man. Er lebt zusammen mit seiner Frau und seinem kleinen Sohn sehr bescheiden und führt keine Kampfsportschule. Er trainiert eher ein wenig für sich und nimmt sich die Zeit für seine Familie.

 

Doch im Verlaufe der Jahre bricht der Sino-Japanische Krieg aus. Die Japaner schaffen es bis nach Foshan vorzudringen und nehmen die Stadt ein. Ip Man verliert sein Anwesen und er muss fortan in einem Bergwerk arbeiten, um seine Familie weiter ernähren zu können. Die Japaner sind natürlich auch sehr an der chinesischen Kampfkunst interessiert und so kommt es, dass immer mal wieder nach einem Kampfpartner für japanische Schüler gefragt wird. Als ein Freund Ip Mans sich dafür bereit erklärt und er dabei sein Leben verliert sinnt er auf Rache. Er tritt dem obersten General in einem finalen Duell gegenüber und führt damit auch seine chinesischen Landsleute in eine entscheidende Schlacht gegen Japan.

 

„Ip Man“ ist Hongkong-Kino vom Allerfeinsten, denn hier stimmt einfach alles. Donnie Yen verkörpert die Legende hinter der Kampfsportart „Wing Tsun“ derart gut, dass es schon oskarverdächtig ist. Die schauspielerischen Leistungen aller Akteure sind überragend und brauchen sich nicht hinter denen Hollywoods zu verstecken. Hinzu kommen grandiose Kulissen und ein genialer Soundtrack. All diese Dinge lassen zu keiner Zeit Langeweile aufkommen und unterhalten selbst den Zuschauer, der kein Kampfsportfan ist.

 

Doch genau das ist die Stärke des Filmes. Die Martial-Arts-Szenen sind wirklich beeindruckend. Donnie Yen hat sich innerhalb von drei Monaten sämtliche Techniken des „Wing Tsun“ angeeignet und vollführt diese mit großer Kunst. Es ist wirklich der Wahnsinn, wie der Mann in diesem Film abgeht. Die Kampfszenen verlaufen komplett parallel mit der Gemütslage von „Ip Man“. So kämpft Donnie Yen anfangs noch recht defensiv, wohingegen er zum Ende hin nahezu explodiert. Das ist eine ganz große Leistung, welche sehr viel Respekt verdient. Zu Recht wird dieser Mann auch immer wieder gern für die Kampfchoreographien in diversen Hollywoodfilmen eingesetzt.

 

Bei der Bluray-Veröffentlichung hat sich „Splendidfilm“ sehr viel Mühe gegeben. Das Bild ist in VC-1 kodiert und weist nur leichte Schwächen auf. Der Schärfegrad ist in Ordnung, aber gerade dunklere Szenen sind einfach zu stark verrauscht. Da hätte man ein paar Dinge besser machen können. Dennoch liegt der Gesamteindruck über dem der DVD. Beim Ton hingegen gibt es nichts zu bemängeln. Der Zuschauer hat die Wahl zwischen einer deutschen und kantonesischen DTS-HD 5.1 Tonspur. Gerade die Kampfszenen bringen einen mitten ins Geschehen und lasten die Surround-Anlage ordentlich aus. Auch beim Bonusmaterial hat man sich nicht lumpen lassen. Hier gibt es Interviews, gekürzte Szenen, ein Making-Of, und verschiedene Setberichte, sowie einige Trailer. Der Käufer der Bluray bekommt sogar ein Wendecover spendiert, denn das FSK-Logo verschandelt das Cover doch sehr. Es handelt sich also hierbei um eine rundum gute Veröffentlichung.


Das Fazit von: Tobi

Tobi

Ich bin immer noch platt von den Kampfszenen, die einem hier um die Ohren fliegen. Sowas geniales hat man zuletzt in Jet Lis „Fearless“ gesehen. Donnie Yen beweist einmal mehr, dass er derzeit einer der besten Martial-Arts-Künstler der Welt ist. Ich kann diesen Film uneingeschränkt jedem empfehlen, denn hier bekommt der Zuschauer ganz großes Kino geboten. Sogar die deutsche Synchronisation kann als gelungen bezeichnet werden, was bei asiatischen Filmen nicht immer der Fall ist. Von mir gibt es eine klare Kaufempfehlung!


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