Jungle Party

Jungle Party

Publisher: Sony Computer Entertainment
Entwicklerstudio: Magenta Software Ltd.
Genre: Partyspiel
Sub-Genre: Minispiel-Sammlung
Art: Fullprice
Erscheinungsdatum: 15.Oktober 2010
USK 0

Jungle Party   11.02.2011 von Der Ohm

Wer glaubt, im Dschungel laufen nur abgehalfterte C-Promis herum, der hat sich kräftig getäuscht. Ganz ohne Zickenkrieg bieten sich dort auch kleine Äffchen Wettkämpfe um Ruhm und Anerkennung. Ihr könnt die Rolle eines kleinen Primaten übernehmen und in der Minispiel-Sammlung zeigen, was ihr auf dem Kasten habt.

Nach dem hübsch gerenderten Intro zu Beginn des Spiels heißt Euch eine sympathische Frauenstimme zu den Wettkämpfen willkommen. Voller Vorfreude klettern dabei die kleinen Kerle auf einem riesigen Baum herum. Die Moderatorin wird uns das komplette Spiel begleiten, sie erklärt die Untermenüs und auch die Minispiele werden von ihr näher gebracht. Sehr erfreulich, so hatte auch mein sechsjähriger Sohn keine Probleme sich im Spiel zurechtzufinden. Das Fell der vier Äffchen hat jeweils eine unterschiedliche Farbe, ob natürlich oder gefärbt lässt das Spiel soweit offen. Nachdem Ihr Euch für Eure Lieblingsfarbe entschieden habt, müsst Ihr Euch nur noch für die Länge der Spielrunde entscheiden, bevor es losgehen kann. Falls Ihr allerdings ein wenig üben möchtet, so habt ihr die Möglichkeit, alle 15 vorhandenen Minispiele ohne Wertung zu üben. Die einzelnen Minispiele starten nun in loser Reihenfolge hintereinander weg. Eine Auflockerung zwischen den Spielchen gibt es, bis auf die Punkteverteilung, nicht. In den Minispielen geht es hauptsächlich um das richtige Timing, Koordination und bei manchen rein ums Glück. Das D-Pad wird nur im Menü benötigt, in den eigentlichen Spielen reichen die 4 Buttons zur Steuerung aus. Damit Ihr Euch ein Bild über die Spiele machen könnt, habe ich mir ein paar für Euch näher angeschaut.


Der Dschungel-Whirlpool

Nach einem harten Tag, voller Kokosnüsse knacken und Bananen schälen, muss auch so ein kleiner Affe mal entspannen. Zum Glück ist der Dschungel-Whirlpool gleich um die Ecke, doch leider sitzt dort schon der griesgrämige Gorilla drin. Nicht so schlimm, da können sich die Äffchen noch locker beiquetschen.

Um aus der plumpen Wasserstelle nun einen Whirlpool zu machen, beginnen die Kleinen mit körpereigenen Funktionen „Blubberbläschen“ zu fabrizieren. Wie gut, dass der Gorilla gerade schläft, so kann es ihn nicht stören. Doch wehe er wacht auf und erwischt Euch bei der nicht gerade wohlriechenden Blubberei. Das hat einen Schlag in den Nacken zur Folge und den Verlust aller verdienten Punkte. Die Aufgabe bei diesem Minispiel ist es also, rechtzeitig mit dem Blubberblasen aufzuhören, denn nur wenn Ihr nicht vom Gorilla bemerkt werdet, werden die erzielten Punkte Eurem Konto gutgeschrieben.

Wer hat das Straußenei geklaut

Auch diese Aufgabe ähnelt dem Dschungel-Whirlpool. Ihr seht vier Strauße am Ende einer abgesteckten Strecke, die alle ihren Kopf in den Sand stecken. Da Spiegeleier zu eurer Lieblingsmahlzeit gehören, schleicht Ihr Euch nun langsam an das Tier heran, um das große Ei unter diesem zu stehlen. Sobald der Strauß den Kopf anhebt, müsst Ihr allerdings stehen bleiben, der Riesenvogel scheint nur bewegte Objekte erkennen zu können. Gewonnen hat der Affe, der als Erstes das Ei ins Ziel getragen hat, ohne sich erwischen zu lassen.


Hau das Eichhörnchen

Ein alt bekanntes Spielprinzip. Alle vier Äffchen stehen um einen Baumstumpf und warten, bis das Eichhörnchen seinen Schädel heraushält. Dieses Eichhörnchen hat ein Schild in der Hand mit dem Zeichen der zu drückenden Aktionstaste. Wer als Erster draufhaut, bekommt den Punkt. Doch Vorsicht, neben Eichhörnchen halten sich auch Schlangen im Baumstumpf auf, die es gar nicht mögen einen über den Schädel gezogen zu bekommen. Solltet ihr eine Schlange treffen, geht es nach unten mit der Punktezahl.

Mehrspieler - Affen

Da es auf Dauer, besonders bei einem Partyspiel, langweilig ist, nur gegen Konsolen-gesteuerte Affen anzutreten, habt ihr natürlich auch die Möglichkeit Euch mit realen Mitspielern zu messen. Vorausgesetzt, sie können mit einer PSP umgehen. Zum einen steht ein ad hoc - Modus zur Wahl. Hier könnt ihr mit bis zu vier Spielern gleichzeitig antreten. Viel öfter wird allerdings die Weiterreichen-Methode zur Anwendung kommen. Hierbei hat jeder Spieler ein gewisses Zeitfenster, bevor er die PSP seinen Kontrahenten übergibt. Im Test funktionierte dies sehr gut, den Ad-hoc Modus konnten wir aufgrund der fehlenden Hard- und Software nicht testen.

Grafik und Sound

Hier sind natürlich keine optischen Feuerwerke wie in den God of War-Titeln zu erwarten. Die kleinen Äffchen sind niedlich anzusehen und auch die Spielumgebung ist ansprechend umgesetzt. Das leicht Comic-artige Setting ist stimmig und benötigt keine Hammergrafik. Hauptsache, es läuft alles flüssig. Neben der bereits erwähnten, sehr guten, Moderatorin wird das Spiel von kleinen Melodieschnipseln und Umgebungsgeräuschen begleitet. Nichts was nervt und nichts was besonders hervor zu heben wäre.


Das Fazit von: Der Ohm

Der Ohm

Jungle Party ist schon eine witzige Sache auf der PSP. Ideal um auch auf längeren Zugfahrten die Kinder unterhalten zu kriegen. Durch das Weiterreichen spielen sie dann auch schön miteinander und können sich herrlich ärgern, wenn jemand besser spielt. Für zuhause reicht es an die großen Brüder auf den stationären Konsolen nicht heran. Zu gering ist die Auswahl der 15 Minispiele, die besseren Steuerungsmöglichkeiten tun ihr übriges. Bei der nächsten Fahrt in den Urlaub darf der Titel aber nicht fehlen, und wenn abends die Kinder im Bett liegen, dürfen die Großen auch noch mal ran.


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positiv negativ
  • Niedliche Äffchen
  • Farbenfrohe Präsentation
  • Teils einfallsreiche Minispiele
  • Familienfreundlich
  • Multiplayer auch mit einer PSP
  • Nur 15 Minispiele
  • Für Einzelspieler schnell langweilig





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