Kill the Messenger

Kill the Messenger

Originaltitel: Kill the Messenger
Genre: Thriller • Drama
Regie: Michael Cuesta
Hauptdarsteller: Jeremy Renner
Laufzeit: DVD (107 Min) • BD (112 Min)
Label: Universal Pictures Home Entertainment
FSK 12

Kill the Messenger   21.01.2016 von MarS

Dark Alliance ist nicht nur der Titel einer Rollenspiel-Reihe, sondern auch einer der brisantesten Artikelserien in der Geschichte des Journalismus in den USA, verfasst vom Investigativ-Journalisten Gary Webb im Jahr 1996. Der Polit-Thriller Kill the Messenger beschäftigt sich nun mit den Hintergründen zum Artikel und der Person Webb und basiert dabei auf den tatsächlichen Ereignissen. 

 

Gary Webb ist Journalist mit Leib und Seele. Für seine oftmals brisanten Artikel sucht er mit dermaßen großem Ehrgeiz nach Fakten, dass darunter bereits seine eigentlich glückliche Ehe leiden musste. Bei seinen aktuellen Ermittlungen stößt Webb auf eine mögliche Verschwörung in den höchsten Regierungskreisen, und je mehr Fakten er sammelt umso deutlicher wird das Ausmaß des Geschehens. Offensichtlich finanziert die CIA im Auftrag der Regierung durch Drogenhandel die Unterstützung einer politischen Revolution in Nicaragua und ist somit mitverantwortlich für die Drogenflut in Amerika. Trotz eindringlicher Warnungen veröffentlicht Webb seinen Artikel, was weitläufige Konsequenzen sowohl für ihn, als auch alle anderen Beteiligten nach sich zieht...

 

"Manche Geschichten sind einfach zu wahr, um sie zu erzählen" 

 

Kill the Messenger präsentiert sich als Mixtur aus Politthriller und Biografie und schafft es dabei über die gesamte Laufzeit spannend und unterhaltsam zu sein, ohne auf Action oder eine hektische Inszenierung zu setzen. In ruhiger Erzählweise und mit viel Gespür erzählt der Film die Geschichte eines dunklen Kapitels in der Geschichte Amerikas, unterstützt von hervorragenden und bis in die kleinste Nebenrolle hochkarätig besetzten Darstellern. Vor allem Jeremy Renner kann hier in seiner Rolle als Gary Webb auf ganzer Linie überzeugen, denn er spielt den ehrgeizigen Journalisten mit all seinen Facetten und Anstrengungen absolut glaubwürdig und intensiv. Die Story selbst beweist mal wieder, dass die fesselndsten und unglaublichsten Geschichten immer noch vom Leben selbst geschrieben werden, und so bekommt man als Zuschauer nicht nur einmal einen Kloß im Hals - spätestens mit den abschließenden Textpassagen vor dem Abspann, die den weiteren Verlauf nach den Ereignissen aus dem Film beleuchten. Die Erzählung bleibt in Kill the Messenger durchwegs fesselnd und entwickelt nicht die kleinste Länge, da das Gesamtbild einfach stimmig und atmosphärisch dicht ist. 

 

Bildergalerie von Kill the Messenger (8 Bilder)

Das Bild der Blu-ray hinterlässt einen durchwegs positiven Eindruck. Zwar sind Farben und auch Kontrast etwas entsättigt und ein stetiges Filmkorn ist ebenso auszumachen, dies alles sorgt aber für einen absolut authentischen Look und unterstreicht zusätzlich zu einigen Originalaufnahmen bzw. Aufnahmen, die einen dokumentarischen Charakter haben, die Glaubwürdigkeit der Inszenierung. Die Schärfe sowie der Detailgrad sind sehr gut. Der Ton bindet trotz hoher Dialoglastigkeit immer wieder sehr schön alle Kanäle der Surround-Anlage mit ein und sorgt dadurch für eine tolle Atmosphäre. Alle Dialoge und Effekte sind stets differenziert zu orten und die gesamte Tonspur ist angenehm dynamisch. Für die Extras hätte ich mir etwas mehr Hintergrundinformationen zur wahren Geschichte gewünscht, dieses Thema wird leider nur in einem knappen Featurette behandelt.


Das Fazit von: MarS

MarS

Für Kill the Messenger kann ich nur eine Empfehlung für alle Fans des Politthriller-Genres aussprechen. Hervorragend besetzt und absolut fesselnd inszeniert bietet der Film großartige Unterhaltung und bietet gleichzeitig eine ordentliche Portion Kritik am amerikanischen Staat und den oftmals undurchsichtigen und zwielichtigen Geschäften im In- und Ausland. Was Gary Webb durch seinen Artikel "Dark Alliance" losgetreten hat war seinerzeit mehr als mutig, und Kill the Messenger hat ihm eine würdiges Denkmal gesetzt, das den Zuschauer packt und zum Nachdenken anregt. 


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