Kinect Adventures

Kinect Adventures

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Microsoft
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Minispielsammlung / Sport
Art: Midpreis Titel
Erscheinungsdatum: 10.11.2010
USK 0

Kinect Adventures   11.11.2010 von Panikmike

Da ist es nun also. Lange habe ich darauf gewartet, um in den Genuss von kabellosem Spielen zu kommen. Kinect verspricht einen neuartigen Spielspaß, in dem der Spieler selbst der Controller ist. In jedem Kinect-Paket liegt bereits ein Spiel bei, bei dem man verschiedene Minispiele absolvieren kann. Kinect Adventures werde ich mir im Folgenden mal ein wenig genauer ansehen…

Nachdem man die komplette Einrichtungsprozedur hinter sich hat, kann es auch schon losgehen. Kinect Adventures startet gleich am Anfang voll durch, man kann nämlich zur Einführung gleich mal den Fluss hinunter sausen. Doch ich überspringe dies und schaue mich erst mal im Menu um. Im Endeffekt hat man nur drei Spielmodi: Auf Abenteuer gehen, ein einzelnes Minispiel zocken oder sich mit Freunden online bekämpfen. Natürlich lasse ich es langsam angehen und wähle zuerst das Abenteuer. Nachdem ich das Grundkonzept gelernt habe, wie weit man wegstehen soll, was ich tun muss und so weiter kann es auch losgehen. Doch wie war das mit der Ruhe vor dem Sturm? Alleine nach meiner ersten Flussfahrt tropft mir ein wenig der Schweiß von der Stirn. Doch das ist auch Sinn der Sache, Couching war gestern, Kinect ist heute. Schafft man sein erstes Spiel, so geht es schon ohne Pause ins nächste. Natürlich kann man jederzeit pausieren, doch diese Funktion ist nur was für Memmen. Nachdem ich dann die ersten drei Spiele mit Bravur gewonnen hatte, bekam ich meine erste Belohnung – einen Hamster?! Insgesamt kann man elf Statuen gewinnen, die man dann beleben darf. Im Trophäenmenü kann man sich alle gewonnenen Tiere ansehen und zehn Sekunden lang individualisieren. So kann man ihm seine eigene Stimme verleihen und einige Bewegungen beibringen. Doch seht selbst…



Im Einzelnen möchte ich euch die Spiele kurz erklären, so dass ihr überhaupt eine Ahnung habt, worum es bei Kinect Adventures geht:

Flusssause (River Rush)
Der Spieler (oder die Spieler) stehen in einem Schlauchboot und müssen dieses heil ans Ziel bringen. Es kann zwar nicht kaputt gehen, doch das eigentliche Ziel ist es, Knöpfe aufzusammeln. Diese befinden sich überall: Im Wasser, in der Luft und auf höheren Bergabschnitten. Man steuert das Boot mit seinem Körper, geht man einen Schritt nach links oder rechts, so steuert das Boot in dieselbe Richtung. Springt man in die Luft, so hebt sich auch das Boot an. Die Schwierigkeit ist bei zwei Spielern deutlicher spürbar, denn muss man über ein Hindernis springen und einer von den beiden Spielern springt zu spät, so bleibt man hängen und der Sprung gilt als nicht geschafft. Ergo ist Teamwork angesagt! Ebenso ist Körpereinsatz gefragt, da man sich nicht einfach nur leicht nach rechts oder links neigen kann. Vergleicht man es mit der Wii oder der Move von der Playstation, so kann ich nur eines sagen: auf der Couch rumsitzen und cheaten ist nicht möglich.

Rally-Ball (Rally Ball)
Der Spieler befindet sich in einem Raum aus Glas, ein paar Meter vor ihm stehen Kisten und wollen zerstört werden. Je nach Level befinden sich mehr Kisten über- und hintereinander. Ziel ist es, diese Kisten zu zerstören. Also spielt man Quasi einen Torwart, der den ankommenden Ball hält und somit zurückschlägt. Hat man alle Kisten aus dem Weg geräumt, so beginnt der nächste, schwierigere Abschnitt. Das Problem bei Rally-Ball ist, dass man unglaublich schnell reagieren muss. Der Ball kommt oftmals in einem Affenzahn entgegen. Es stört zwar nicht wirklich, wenn man den Ball durchlässt, da sofort ein neuer ins Spiel kommt, doch man kann unter Umständen wertvolle Zeit verlieren.

Stopfe Lecks (20.000 Leaks)
Der Spieler befindet sich unter Wasser in einem dichten Glaskasten. Böse Fische versuchen allerdings, Löcher in den Kasten zu stoßen, so dass Wasser eintritt und der Spieler draufgehen würde. Doch wir wollen das natürlich nicht und müssen quasi die einzelnen Löcher stopfen. Doch so einfach ist das nicht, da wir uns in einer dreidimensionalen Ebene befinden. Der Spieler muss nicht nur nach links und rechts gehen, sondern auch nach vorne und hinten treten. Nur so kann er alle Lecks stopfen und Punkte absahnen. Dieses Spiel ist eher zum entspannen gedacht, man ist zwar auch ständig in Bewegung, aber man hat generell keinen Stress. Hier ist allerdings der volle Körpereinsatz gefragt, da man sonst nicht an alle Ecken des Glaskastens kommen kann. Oder man schnappt sich einen zweiten Spieler und versucht so zusammen die Lecks zu stopfen.

Raumknall (Space Pop)
Dieses Spiel ist ähnlich wie „Stopfe Lecks“. Man befindet sich allerdings im Weltall, aber auch in einem viereckigen Würfel. Eine Maschine bläst kleine Blasen in den Raum, bei denen vorher kurz optisch angezeigt werden, woher sie kommen. Sind die Blasen im Raum, dann hat der Spieler nur ein paar Sekunden Zeit, diese zu berühren und zum Platzen zu bringen. Da man sich in der Schwerelosigkeit befindet, kann man einmal wie ein Engel mit den Flügeln (Armen) schlagen und fliegt soaufwärts. Hier nutzt das Spiel quasi eine 3D Umgebung aus, in der man aber nicht in alle vier Himmelsrichtungen, sondern zusätzlich nach unten und oben kommen muss. Ach ja, hört man mit dem Flügelschlagen auf, dann gleitet man automatisch wieder langsam zu Boden. Bei diesem Spiel kann man ebenso die Unterstützung von einem menschlichen Spieler genießen. 

Reflex Bergkamm (Reflex Bridge)
Reflex Bergkamm ist eigentlich das anspruchsvollste Spiel bei Kinect Adventures. Hier befindet man sich in einer fahrenden Lore und muss vielen Zielen ausweichen. Nebenbei muss man, wie bei Flusssause, ebenso die Münzen einsammeln. Der Spieler wird bei Reflex Bergkamm am meisten Schwitzen, ich bekam sogar nach längerem Spielen mal den Hinweis, ich solle doch mal eine Pause machen. Man muss sich ducken, springen, ausweichen, Arme und Füße strecken und so weiter. Versucht es ein paar Mal und ihr merkt den Muskelkater langsam aber sicher heranschleichen. Besonders lustig ist dies aber mit zwei Spielern, weil man nebeneinander fährt und schön die Fehler des Kontrahenten sehen kann.

Übrigens werden während des Spiels dauernd Fotos von Euch gemacht, die man dann im Menü ansehen oder aber auch hochladen kann. Bei  www.kinectshare.com kann man diese dann online ansehen und beispielsweise auf Facebook laden. Dies ist ein nettes Gimmick, was hoffentlich noch bei mehr Spielen integriert wird. Wer übrigens keine Freunde zu Hause hat, der kann auch jederzeit mit seinen Freunden online spielen. Einfach eine Einladung schicken, eines der fünf Spiele wählen, dann noch eines der unterschiedlichen Levels anwählen und es kann losgehen. Der Onlinemodus ist super und klappt einwandfrei. Man hat keine Lags oder sonstiges, zumindest nicht während unserer Testphase. Ein cooles Gimmick noch zum Schluss: Die Fotos, die von uns gemacht werden, kann man seinem Kontrahenten zur Verfügung stellen. Er sieht sie dann bei sich zu Hause auf dem Fernseher. Tolle Idee!


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Oh Mann, wie habe ich mich auf dieses Spiel gefreut. Als ich Kinect mitsamt fünf Spielen bekommen hatte, war es doch Kinect Adventures, welches mich am längsten beschäftigte. Auch wenn es leider nur fünf verschiedene Spiele bietet, so sind die unterschiedlichen Variationen doch gut gelungen. Besonders in den höheren Schwierigkeitsgraden kommt man ohne Wasserverlust, Stöhnen und gelegentlichen Pausen nicht aus. Ihr solltet immer eine Flasche Wasser, ein Handtuch und einen Masseur neben euch haben. Auch der Onlinemodus fetzt total, alles ist sehr unkompliziert und macht jede Menge Spaß. Doch wenn man reale Freunde hat, dann sollte man öfters eine Kinect-Party feiern, denn da gibt es fünfmal mehr Spielspaß und Lacher als online! Microsoft, ihr habt ein unglaubliches Werk vollbracht, wo bleibt Teil 2 von Kinect Adventures???


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positiv negativ
  • Sehr gelungene Minispiele...
  • Fotos werden automatisch gemacht
  • Fotoupload auf Facebook
  • Gute deutsche Sprachausgabe und Texte
  • Nette Gimmicks zum Freischalten
  • Beim Onlinespiel Möglichkeit zum Versenden von Fotos
  • Relativ gute Steuerung
  • Fetzige Musik
  • ...leider nur fünf Stück
  • Neukalibrierung bei jedem Neustart
  • Teilweise ein wenig träge
  • Ladezeiten manchmal recht lange





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