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Kinectimals

Publisher: Microsoft
Entwicklerstudio: Frontier
Genre: Geschicklichkeit
Sub-Genre: Haustier-Zucht-Simulation
Art: Midprice-Titel
Erscheinungsdatum: 11.11.2010
USK 0

Kinectimals   13.11.2010 von Panikmike

 

Kinect spricht vorerst alle Casual-Gamer an. Wichtig ist an dieser Stelle natürlich, dass es auch ein Spiel für Kinder geben muss. Kinectimals hat ein süßes Design und im Vorfeld waren viele Kinder sowie auch Erwachsene von den kleinen Tierbabys begeistert. Ob Kinectimals aber nur ein besseres Tamagotchi oder ein richtiges Spiel ist, werden wir uns nun mal ansehen.

Es ist schon sehr wichtig, dass man bei einer Innovation möglichst viele Spieler dazu begeistern kann. Mit Kinect Sport und Adventures ist zwar die Altersgruppe von 6-99 abgedeckt, doch wer denkt an unsere ganz kleinen Zocker? Also muss was Niedliches her, was zum Spielen und Schokolade. OK, lassen wir mal den Süßkram weg und widmen uns dem Spiel. Kinectimals ist genau für diese Zielgruppe: Kinder und Familien. Doch ist es denn auch für Kinder steuerbar? Werden es die Kleinen auch gut finden? Fragen über Fragen, die ich nun versuche aufzuklären.

Die seltsame Insel und dessen Bewohner…
Startet man das Spiel, dann befindet man sich auf der Insel Lemuria. Fragt nicht, ich habe auch keine Ahnung warum und wozu. Nicht nachdenken, akzeptieren! Die Bewohner der Insel sind süße kleine Fellknäuel, genauer gesagt handelt es sich um einen Königstiger, einen Gepard, einen afrikanischen Löwen, einen afrikanischen Leopard und einen schwarzen Panther. Wie man es von kleinen Kätzchen kennt, sind alle sehr verspielt, brauchen Liebe, Pflege und wollen unterhalten werden. Jetzt seid ihr an der Reihe. Ihr müsst euch zuerst euren Lieblingsspielgefährten aussuchen, ihm einen Namen geben und dann kann es los gehen. Ich habe mich für Blacky, den schwarzen Panther entschieden. Nun werden wir von Hummel, einem fliegenden Fabelwesen in die Welt von Kinectimals eingeweiht. Dieser scheint anfangs ganz nett zu sein, doch sein Geschwafel nervt auf Dauer. Selbst Kinder werden sich nicht zu 100% in den Bann von Hummel ziehen können, dafür hat er seine Klappe zu oft offen. Bis man mal richtig zum Zug kommt, vergehen einige Minuten und kaum darf man kurz was machen, so muss er wieder reden und zeigt uns die nächsten Dinge. Doch alles ist wichtig, denn Hummel ist unser Ratgeber, der immer für uns da ist.

Was mach´ ich mit meinem Fellbewohner…
Das Ziel des Spiels ist es, die komplette Insel zu erkunden, nebenbei unser Knäuel groß zu ziehen und natürlich jede Menge Spaß zu haben. Anfangs streichele ich erst mal Blacky und es scheint ihm zu gefallen, denn er schnurrt wie eine Miezekatze, schleckt den Bildschirm ab und schmiegt sich virtuell an uns. Also los geht’s spielen, spielen und nochmals spielen. Leider kann man sich auf der Insel nicht frei bewegen. Man kann zwar immer mehr Areale freispielen, doch dort gibt es eigentlich nur zwei Dinge die man machen kann. Entweder es kommt ein Minispiel oder man muss sich wieder um seine Katze kümmern. Auch wenn man hier viel machen kann, so langweilt es auf Dauer sehr. Die Vielfalt ist jedoch sehr groß und man muss immer von einem Kind ausgehen, da es eigentlich kein Spiel für Erwachsene ist. So streichel ich meinen Blacky, spiele mit verschiedenen Spielzeug mit ihm, geb ihm Futter und mache ihn von Zeit zu Zeit sauber. Leider ist das schon alles – ach Stopp, die Minispiele darf ich nicht vergessen. So muss man immer wieder mal mit einem Ball diverse Ziele umwerfen bzw. treffen oder mal mit einem Buggy auf einem Kurs fahren und die Zeit schlagen. Wie schon oben gesagt, es ist ein Kinderspiel und das merkt man relativ schnell. So besteht das Spiel aus folgenden Dingen: Tierpflege, spielen, Minispiele, neue Abenteuer freispielen, streicheln, Shop besuchen, neue Sachen  kaufen, spielen, Pflege, Minispiele und so weiter.

Interaktion oder verschenktes Potential?
Alles was ihr oben gelesen habt ist kurzweilig eine spaßige Sache. Die Programmierer von Frontier haben zumindest was Kinect und dessen Steuerung angeht, ihre Sache gut gemacht. Alles funktioniert prima, egal ob man nun unser Tier streichelt, es pflegt oder die Minispiele macht. Komisch sind nur die Ballkurven bei jeglichen Ballspielen, denn Genauigkeit ist was anderes. Wenn man Bälle, egal ob von unten oder von oben wirft, so gehen sie überall hin, nur nicht da hin, wo sie sollen. Doch meistens ist es nur in Verbindung mit unserem Fellliebling zu sehen und deshalb verschmerzbar. Doch generell wurde schon einiges an Potential verschenkt. So hätte man eigentlich einen freien Modus einbauen, die Ballphysik verbessern und dem Spieler mehr Abwechslung geben müssen. Auch die einzelnen Tiere unterscheiden sich lediglich vom Aussehen her, viel besser wäre es gewesen, wenn sie unterschiedliche Dinge tun würden. Als Starttitel ist Kinectimals besonders für Kinder gut gelungen, jedoch hat es viel Potential nach oben, was hoffentlich bei einem zweiten Teil berücksichtigt wird.


Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich habe mich sehr auf diesen Titel gefreut. Wer unsere Seite kennt, der weiß mittlerweile, dass ich die meisten Kinderspiele teste. So war ich anfangs zwar von Kinectimals begeistert, jedoch hat diese Begeisterung sehr schnell nachgelassen. Natürlich ist es ein Spiel für unsere Kleinen, jedoch auch die werden das Spiel ohne ein „Wo ist die Abwechslung“ oder „Ich will mal selbst was machen und nicht dass, was meine Xbox von mir möchte“ nicht weiterspielen. Das Spiel hatte viel Potential, doch das meiste wurde verschenkt. Doch eines muss man den Entwicklern lassen, das Spiel wurde so süüüssssss und lieb umgesetzt, dass selbst Erwachsene immer wieder ein „Ahh“ und ein „Ohhh“ ausstoßen werden. Für Kinder ist Kinectimals auf alle Fälle empfehlenswert, Erwachsene sollten es sich nur kaufen, wenn sie ein ruhiges Abenteuer möchten.


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