Kung-Fu High Impact

Kung-Fu High Impact

Publisher: dtp Entertainment AG
Entwicklerstudio: Virtual Air Guitar Company
Genre: Action
Sub-Genre: Kinect-Kung-Fu-Action
Art: Midprice
Erscheinungsdatum: 25.11.2011
USK 12

Kung-Fu High Impact  20.11.2011 von Panikmike

Immer wieder gibt es neue Spiele für Microsofts Bewegungssteuerung Kinect zu bewundern. Nachdem aber mindestens die Hälfte eher eine mittelmäßige Bewertung erhalten, wird es endlich mal wieder Zeit für ein besseres Spiel mit einer Innovation. Eines davon ist „Kung-Fu High Impact“, in dem Ihr der Held eines Comicstrips seid…

Bei der 10-Jahres-Party von Xbox in München konnte ich diesen Titel bereits spielen. Als ich einem Redaktionskollegen zugesehen habe, bekam ich selbst Lust darauf, den Gegner mittels Karateschlägen eine mitzugeben. Ein Entwickler der finnischen Firma „Virtual Air Guitar Company“ sah anscheinend an meinen glänzenden Augen, dass ich selbst mal Hand und Fuß anlegen möchte. Er startete das dritte Level und lies mich mit meinem Schicksal alleine. So schlecht habe ich mich aber gar nicht geschlagen, immerhin habe ich ohne Probleme den Level absolviert.

Als ich dann das Muster in meinen Händen hielt, musste ich es natürlich sofort zuhause ausprobieren. Also flux ins Wohnzimmer, genügend Platz geschaffen und mein Kung-Fu-Band umgeschnallt. Schnell noch einen Schrei eingeübt und los geht’s – Heijaaaaaaaaaaaaaa. Da ich in München schon einen Level gespielt hatte, wollte ich natürlich wissen, wie es weiter geht.

Anfangs gibt es mittels kleinen Videosequenzen eine Einführung und ich kann ohne Gegner meine Schläge und Tritte testen. Das Spiel erkennt meine Hand- und Fußbewegungen sehr gut, so soll es sein. Nachdem dann ein paar Gegner gegen mich verloren haben, geht das Spiel richtig los. Vor jedem Level muss man verschiedene Posen einnehmen (siehe Video), da eine Geschichte mit einem selbst als Held erzählt wird. Es wird uns ein kurzer Comicstrip auf Deutsch vorgelesen, in dem wir der Protagonist sind. Hat man die Posen richtig gemacht, dann sehen sie im Comic sehr passend aus. Die Idee ist klasse und die Umsetzung stimmt auch. Lediglich die Füße werden oftmals abgeschnitten, was an der Justierung von Kinect liegt. Wer also komplett im Comic zu sehen sein möchte, der sollte weit genug wegstehen und den Bewegungssensor richtig einstellen.

Nach dem kurzen Intro geht das Kämpfen los. Wir bewegen uns und Kinect setzt alles genauso um. Kommt ein Gegner zu Nahe, dann kann man ihn einfach per Kopfnuss, Fußtritt oder Handschlag abservieren. Hin und wieder liegen in den Leveln auch Objekte rum, die man gegen die Gegner kicken kann. So ein Autoreifen am Kopf tut ja bekanntlich auch weh, oder? Lebt der Bösewicht nach unserem Angriffsgewitter noch, dann sieht man über seinem Kopf seine verbleibende Lebensenergie. Übrigens, trifft man den Gegner öfters, dann geht der Combozähler nach oben. Wir richten dann mehr Schaden an und bekommen zugleich mehr Punkte, was sich in der Online-Highscore-Liste sehr gut macht.



Doch man muss sportlicher sein, als nur nach links und rechts zu gehen oder zu schlagen. Springt man selbst in die Luft, dann springt auch unser Held. Macht man mit den Armen eine Art Radschlag, dann wird ein Salto umgesetzt. Mit dieser Bewegung kann man ausweichen und dadurch Punkte erzielen, oder aber man gelangt damit auf eine höhere Ebene im Spiel. Später kann man sogar die Arme ausbreiten und fliegen, insofern wir über einem Windstoß stehen. Blocken gibt es natürlich auch, doch das ist ähnlich wie bei Autorennen: Wer blockt - ähm - bremst, verliert! Wer im Übrigen einen Schal oder andere Gegenstände zur Hand hat, kann diese benutzen. Das Spiel erkennt sie wie die Arme des Spielers. Bälle kann man nicht werfen, doch dann wäre das Spiel vielleicht zu einfach. Wer ein Schwert zu Hause hat, der kann dies ebenso gerne einsetzen. Aber seid vorsichtig, vielleicht sind hinter Euch Zuschauer, die gerne ihren Kopf behalten würden. Sagt nicht, ich hätte Euch nicht gewarnt.

Im Laufe der Kampagne bekommt man dann noch vier verschiedene Spezialfähigkeiten, die man mit einer Art Zauberenergie einsetzen kann. Mit einem Superschlag zieht man den Gegnern mehr Energie ab, mit dem Erdbeben hält man sich kurzzeitig die Bösewichter vom Leib, mit dem Blitzschlag kann man die Gegner brutzeln und mit dem Slow-Motion-Effekt fühlt man sich wie in Matrix. Doch das war nicht alles, mittendrin kann man sogar mit brennenden Pfeilen auf die Gegner schießen oder aber Äste von Bäumen zum Einsturz bringen. Leider funktioniert hier die Steuerung nicht so gut wie im restlichen Spiel. Bis ich verstanden habe, wie ich die Pfeile abschieße, war ich schon tot. Die Idee ist zwar gut, jedoch ist die Umsetzung nicht ideal geworden. Wenn man ein wenig übt, dann klappt es besser, trotzdem lässt sich nicht jeder Pfeil abfeuern.

Neben der Kampagne gibt es noch ein Mehrspielerspiel mit sechs verschiedenen Modi. Der witzigste nennt sich schlicht und einfach „Multiplayer“. Dort spielt der Kinect-Spieler gegen bis zu vier Kontrahenten, welche die Rolle der Bösen übernehmen. Ideal, wenn man als Kind mal seinen Vater oder die Mutter besiegen oder aber, wenn man zeigen möchte, wie einfach man gegen seine Freunde gewinnen oder verlieren kann! Neben diesem Modus gibt es noch vier verschiedene Überlebenskämpfe und eine Kampfplanung. Dort kann man sich ein selbst definiertes Spiel erstellen, in dem man zum Beispiel die Runden- und Gegneranzahl definieren kann.

Zum Schluss noch die wichtigsten Fakten auf einen Blick:

  • 15 Kapitel (14 davon spielbar)
  • Vier Spezialangriffe (Erdbeben, Superschlag, Blitz und Zeitlupe)
  • 7 verschiedene Modi (Kampagne, Multiplayer, Kampfplanung und vier Überlebenskämpfe)
  • Neuartiges Beat´em-Up mit innovativen Ideen
  • Pfeil und Bogen bringen eine gute Abwechslung ins Spiel
  • Deutsches Spiel mit englischen Comicstrips
  • Sei Dein eigener Held!
     

Das Fazit von: Panikmike

Panikmike

Ich bin leidenschaftlicher Kinect-Spieler, doch leider sind die meisten Spiele auf Dauer nicht wirklich der Bringer. „Kung-Fu High Impact“ ist leider keine Ausnahme, es macht nicht allzu lange viel Spaß. Dafür ist es ein Spiel, was man immer wieder mal in die Konsole legt, um seinen eigenen Highscore zu verbessern oder um Freunden zu zeigen, wie gut man Kung-Fu beherrscht. Der Mehrspielermodus ist eine lustige Idee, vor allem weil der Kinect-Spieler gegen bis zu vier Gegenspieler am Gamepad zocken kann. Ideal für eine größere Familie, bei der die Kinder ihren Vater oder der Mutter schon immer mal in den Allerwertesten treten wollten. Dieses Spiel erfindet das Kinect-Rad zwar nicht neu, doch die innovativen Ideen sind echt genial. Wer keine Wert auf eine große Kampagne legt und ein Spiel möchte, welches man immer wieder mal für zwischendurch braucht, der muss zugreifen. Als Partygame würde ich aber lieber Titel wie „Rabbids – Alive and Kicking“ oder „Kinect Sports“ empfehlen, mehrere Spieler haben da mehr Spaß daran. Nichtsdestotrotz ist „Kung-Fu High Impact“ eine super Idee, die auch noch gut umgesetzt wurde.


positiv negativ
  • Gute Bewegungserkennung via Kinect…
  • Super witzige Comicsequenzen
  • Objekte wie Schals werden zu Waffen
  • Coole Endbosse...
  • Schweißtreibend und gut für die Figur
  • Amüsanter 5-Spieler-Modus
  • …aber das Bogenschießen macht kleine Probleme
  • Zu wenig verschiedene Gegner
  • Kein Onlinemodus
  • … aber der letzte ist zu einfach
  • Kampagne schnell durchgespielt (60-90 Minuten)





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